Tagesarchiv für 3. Mai 2015

RTZapper

Larissa goes to Hollywood

Sonntag, den 3. Mai 2015
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SA 02.05.2015 | 13.45 Uhr | RTL

Larissa Marold ist in Hollywood. Äh, nein, sie will nach Hollywood, und RTL begleitet sie dabei. Warum auch immer. Das müssen die bei RTL am Ende aber selbst so unfassbar langweilig gefunden haben, dass die Reihe “Larissa goes to Hollywood” ziemlich lange im Archiv rumlag und nun in Doppelfolgen am Sonnabendnachmittag verramscht wird.

Und in der Tat, es ist, gähn, wirklich sehr aufregend, gähn, was 2014er-Dschungelkönigin Larissa Marold auf dem Weg nach, gähn, Hollywood so erlebt.
Larissa geht in eine Buchhandlung.
Larissa bekommt kein Taxi (vermutlich finden es die Taxifahrer abschreckend, weil ein Fernsehteam hinter ihr rumsteht).
Larissa hat ein Fotoshooting, will aber keine Nacktfotos machen.
Larissa trifft eine Schauspielagentin.
Larissa ist enttäuscht, weil das gespräch nicht so dolle war.
Larissa versucht sich im Rollerbladen.
Larissa hat noch ein… ähm, gähn…, also…

Ja, ganz schön langweilig. Ausnahmsweise, aber wirklich nur ausnahmsweise bin ich mit den RTL-Leuten mal einer Meinung.

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RTZapper

Mit dem Oldtimer nach Australien – Heidi Hetzers wilde Weltreise

Sonntag, den 3. Mai 2015
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FR 01.05.2015 | 18.40 Uhr | rbb

Heidi Hetzer ist ein Phänomen. Sie ist jetzt 77 und ist schon viel rumgekommen. Sie war Unternehmerin und Rallyefahrerin.
Nein, Rallyefahrerin ist sie immer noch. Und wie!
Am 27. Juli 2014 brach sie zu einer Weltreise auf, die voraussichtlich zwei Jahren dauern wird. Unterwegs ist sie mit einem Oldtimer von 1930, einem Hudson Great Eight. Heidi Hetzer nennt ihn liebevoll Hudo.

Der rbb zeigte am Maifeiertag eine Doku über die ersten Etappen der Tour, und man kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus.
Wien. Istanbul. Aserbaidschan. Weiter nach China. Singapur. Mit dem Schiff nach Australien. Anfang April kam sie in Neuseeland an. Danach folgen Amerika und Afrika.

Nicht immer hält Hudo zu ihr, schon mehrmals musste er in die Werkstatt, in Singapur musste er sehr intensiv für die Australien-Einreise gewaschen werden, der Zoll hielt das Auto länger fest als geplant.
Nur eine scheint immer gut drauf zu sein: Heidi Hetzer. Unglaublich mit wie viel Kraft und Lebensfreude sie diese Tour meistert. Aber vermutlich ist es genau diese Aufgabe, diese Mammuttour, die sie gerade so frisch und lebenslustig hält.
Meine tiefste Bewunderung hat sie – und ein bisschen Neid auch.

-> Blog: Heidi Hetzer fährt um die Welt

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RT im Kino

The Voices

Sonntag, den 3. Mai 2015

Ziemlich skurril, der Typ. Jerry (Ryan Reynolds) wirkt ein bisschen zurückgeblieben, irgendwie seltsam jedenfalls. Er hat Schwierigkeiten, Kontakt mit anderen Menschen aufzunehmen, dafür spricht er mit seiner Katze und seinem Hund, und die antworten ihm auch. Auch geht er regelmäßig zur Therapie.
Jerry mag Fiona (Gemma Arterton), und er lädt sie zum Essen ein. Aber dieser Abend verläuft – um es mal ganz vorsichtig auszudrücken – ganz anders als geplant.
Wobei: Was Jerry plant und was zufällig passiert, das weiß man nie so genau.

“The Voices” beginnt als harmlose, ziemlich skurrile Komödie. Ryan Reynolds spielt einen ziemlich kaputten Mann, und irgendwie erinnert er in gestik und Mimik stark an Jim Carrey in “The Truman Show”.
Allerdings wendet sich das Blatt. Denn “The Voices” ist alles, nur nicht harmlos. Auf schleichende Weise wird aus dem Komödchen ein Thriller, ja sogar ein Slasherschocker. Denn Jerry entpuppt sich im Laufe der Zeit als ganz schön irre.
“The Voices” hebt sich zwar von anderen Thrillern und Horrorfilmen ab, aber ganz springt der Funke nicht über, auch wenn Ryan Reynolds den Irren in der Tat sehr irre darstellt. Dieser Blick, diese Gesten. Das täuscht aber nicht drüber hinweg, dass der Film an einigen Stellen ein wenig zu langsam von der Stelle kommt.
PS: Der Film entstand in Co-Produktion mit dem Studio Babelsberg, ist also auch ein Stück deutsches Kino.
PPS: Beim Abspann sollte man nicht gleich raus gehen – es gibt noch eine nette Musicaleinlage!

The Voices
USA 2013, Regie: Marjane Satrapi
Ascot Elite, 109 Minuten, ab 16
6/10

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RTelenovela

Radtour (31): Heute mal kein Spargel

Sonntag, den 3. Mai 2015
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(30) -> 6.10.2014

Die erste Radtour 2015. Nach der langen Pause ist klar, welches das erste Ziel ist: die Tankstelle, Luft aufpumpen.
Danach geht das alles auch schon sehr viel einfacher, mit fast plattem Reifen war die Tour durch die Stadt nicht ganz so angenehm.

Durch Oranienburg-Süd führt die Tour an den Weißen Strand. Den gibt es nicht nur in Lehnitz, sondern auch in Oranienburg. Früher waren wir dort sehr oft, man konnte dort im Sand liegen und im Oder-Havel-Kanal baden gehen. Alles vorbei. Das Ufer ist vollkommen zugewachsen, der Sand erinner tnur noch bedingt an die schöne Strandzeit, die Anfang der 90er endete.
Wenn ich mir was wünschen könnte: diesen Strand wieder zu reaktivieren. Es ist wirklich schade drum!

Weiter geht es nach Havelhausen und nach Alt-Borgsdorf. Zwischenstopp. Die dortige Eckkneipe wirbt mit leckerem Spargel und mit offener Küche ab 12 Uhr. Abe rich habe mich zu früh gefreut, denn anstatt der Speisekarte überrascht mich die Kellnerin mit der Nachricht, dass es momentan nichts zu essen gebe. Familienfeier oder so.
Schade eigentlich.

Auf den meisten meiner Radtouren werde ich immer wieder von Orten oder Begebenheiten überrascht, die mir unbekannt waren. So wusste ich nicht, dass der Radweg entlang des Oranienburger Kanals von Borgsdorf bis nach Sachsenhausen führt. Ich dachte bisher, er endet kurz hinter der Kanalstraße. Ein Asphaltweg führt aber weiter bis zur Wasserkreuzung, wo der Rhin aus Kremmen kommend in Sachsenhausen auf den Kanal trifft. Eine echte Oranienburger Idylle. Rechts der Kanal, links ein Graben ohne Wasser. Es ist, als ob man auf einem Deich fährt. An Straßenlärm ist nichts zu denken, die Straßen sind weiter entfernt. Nur die Natur. Der Radweg endet an der schmalen Rhinbrücke in der Friedrich-Siewert-Straße.

In Sachsenhausen ging’s dann an den Schleusen vorbei, und weil in Borgsdorf ja leider die Essensversorgung scheiterte, musste eine Fast-Food-Kette herhalten.

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RTZapper

Dating Naked

Sonntag, den 3. Mai 2015
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FR 01.05.2015 | 17.55 Uhr | TLC

Ein bisschen komisch ist das schon: Da kreieren die Amis ein Format, wo sich auf einer einsamen Insel drei Männer und drei Frauen nackt daten sollen – und dann ist es ihnen doch peinlich, dass da so viele Nackte rumlaufen.
Der Frauendokusender TLC zeigte am Maifeiertag für die notgeilen Zuschauerinnen einen ganzen Tag lang Nacktdokus – ohne Nackte zu zeigen. Das ist doch mal echt eine Leistung!

“Naked Survival – Ausgezogen in der Wildnis” und “Dating Naked” hießen die Dokureihen, die bei TLC im Fünfer- bzw. Neunerpack liefen.
Nun ließen die Erfinder der US-Serien ihre Leute zwar nackig im Dschungel oder auf der Insel rumlaufen. Aber leider darf man im US-Fernsehen ja weder Titten, noch Schwänze oder andere Gefahrenzonen zeigen.
Schön irgendwie blöd, oder?

Bei “Dating Naked” zum Beispiel waren alle erogenen Zonen mit einem Weichzeichner überblendet. Das führte dazu, dass die Männer und Frauen zwar nackt waren, aber aussahen wie Puppen. Bei den Frauen fehlte alles oben- und untenrum, und die Männer waren ihres Penis beraubt.
Das Konzept von “Dating Naked” lief in Deutschland etwas abgewandelt bei RTL unter dem Titel “Adam sucht Eva – Gestrandet im Paradies”, und auch hierzulande war das alles ziemlich verkrampft – auch wenn “TV total” bis heute von einem Halbsteifen im Schattenbild zehrt.
Im US-Vorbild ist aber jede Erotik im Keim erstickt. Da besteht sie nur darin, dass immer nur davon gesprochen, wird, dass ja die Brüste toll seien, und dass der XY ja besonders gut gebaut sei.
Gähn. Liebe Amis, dann lasst das mit den Nacktdokus doch gleich sein. Das ist albern!

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RT liest

Abini Zöllner: Hellwach – Gute Nacht-Geschichten und andere Schlaflosigkeiten

Sonntag, den 3. Mai 2015

Vom Blog zum Buch. Müsste man eigentlich auch mal machen, und Abini Zöllner hat es gemacht. In ihrem Internettagebuch auf der Seite der “Berliner Zeitung” hat sie bis Ende Juni 2014 (da enden zumindest die Einträge völlig abrupt) über die Nacht geschrieben. Was man denn da so macht, warum man man (noch) nicht schläft, was einen so umtreibt. Aber nicht nur die Nacht spielte eine Rolle, sondern auch Familienerlebnisse, seltsame Begebenheiten in ihrem Reporterjob und vieles mehr.
Lustig. Kommt mir bekannt vor.

Jetzt also das Buch. Die Geschichten sind sehr kurz, also perfekt für die Zeit, für die das Buch vielleicht auch vorgesehen ist: für die Minuten vor dem Einschlafen im Bett.
Es sind Storys, die wir vielleicht ähnlich schon erlebt haben – oder von denen wir bei anderen schon mal gehört haben.
Wie die Eltern eine Horrorzugfahrt in die Niederlande auf sich nehmen und zum großen Event des Sohnes zu spät kommen. Wie im Haus des Sohnes ein Polizeieinsatz für Wirbel sorgt. Wie Abini Zöllner einen Leser vor dem Selbstmord gerettet hat, indirekt jedenfalls. Wie die Autofahrerin dazu neigt, andere zu beschimpfen. Und so weiter.

Nicht jede der Geschichten ist packend, manche sind schrecklich banal. Aber es gibt in diesem Buch dann doch viele sehr nette Schmunzel- und Aha-Momente. Abini Zöllner erzählt von einem Alltag, den wir manchmal so oder ähnlich auch erleben. Oder von einem, der so abgedreht ist, dass wir ihn glücklicherweise noch nicht erlebt haben – aber gern davon lesen. Liest sich oft sehr gut.
Nur ein Kapitel ist sehr ausgeufert: Lange, sehr lange schreibt die Autorin über den Tod ihrer Mutter, sie erzählt von ihrem Leben, auf vielen Seiten. Das ist ihr ein Anliegen – passt aber trotzdem in dieser epischen Länge nicht in dieses Buch.

Abini Zöllner: Hellwach – Gute Nacht-Geschichten und andere Schlaflosigkeiten
Rowohlt Berlin, 253 Seiten
7/10

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