Tagesarchiv für 19. April 2015

ORA aktuell

Oranienburg: Verleumdungskampagne gegen Asylbewerber

Sonntag, den 19. April 2015
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Im Internet werden böse Gerüchte verbreitet. Angeblich würden Lehnitzer Asylbewerber vermehrt in der Oranienburger Rewe-Filiale klauen, wofür sie nicht belangt würden, den Schaden übernehme die Kreisverwaltung.
In der örtlichen Presse dementieren alle betroffenen Seiten am Sonnabend diese Anschuldungen. Rewe-Filialleiter Andreas Lück sprach von “totalem Umfug” und einer Hetzkampagne gegen Asylbewerber. Es werde nicht vermehrt gestohlen und nichts vom Kreis bezahlt. Auch Kreissprecher Ronny Wappler widersprach den Gerüchten. Es würde gegen geltendes Recht verstoßen, wenn der Landkreis so handeln würde.
Die Polizei prüft, ob Ermittlungen wegen Verleumdung eingeleitet werden.

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RTZapper

Das blaue Band der Havel – Live von der Eröffnung der BUGA 2015

Sonntag, den 19. April 2015
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SA 18.04.2015 | 18.00 Uhr | rbb

Hach, ist das alles schööön! Diese Blumen, diese schööönen Städte, der Wahnsinn! Und dazu noch lauter Superlative: Die Bundesgartenschau 2015 findet nicht an einem Ort, sondern an fünf Orten statt, in zwei Bundesländern. Und das ist so toll, dass man immer wieder betonen muss, dass das alles so unfassbar toll ist.

Am Sonnabend berichtete der rbb live von der Eröffnung der BUGA in Brandenburg an der Havel. Das heißt, man war irgendwie da, aber was los war nicht unbedingt. Die eigentliche Eröffnung war schon Sonnabendvormittag, und das große Feuerwerk am Freitagabend. Da war der rbb nicht live dabei.
Wenn die Bundesgartenschau so lahm und langweilig ist wie die Eröffnungssendung des rbb, dann gute Nacht!
Stimmung? Fehlanzeige. Leute? Kaum vorhanden. Überall herrschte gähnende Leere.
Der rbb hat mit der Eröffnungssendung nicht wirklich Lust auf die BUGA gemacht. Stattdessen ist das Prestigeprojekt von Brandenburg, Rathenow und den anderen beteiligten Orten hochgejubelt worden. Kritische Töne kamen nur selten auf. Das Konzept, das die Gartenschau auf fünf Orte und 80 Kilometern verteilt, soll angeblich total schlüssig sein. Aber man darf gespannt sein, ob sich die Leute wirklich darauf einlassen, neben Rathenow, wo der größte Teil der Schau zu sehen sein soll, auch die anderen entfernten Orte zu besuchen. Ich muss zugeben: Mich reizt diese Blumenreiserei Null, und schon gar nicht nach der tranigen Eröffnung vom rbb.

Dass die Orte von so einer Schau profitieren, das mag stimmen. Oranienburg zehrt bis heute von der Landesgartenschau, die allerdings auch in einem zentralen, begrenzten Areal stattfindet. Bei der BUGA ist in eine ganze Region geld reingepumpt worden. Hoffentlich kommt die Kohle auch wieder rein…

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RT liest

Hauck & Bauer / Rattelschneck / Rudi Hurzlmeier: Hier lacht der Betrachter

Sonntag, den 19. April 2015

“Hier lacht der Betrachter” heißt nicht nur eine Comicrubrik in der Satirezeitschrift “Titanic”, sondern nun auch ein Buch mit den besten Gags daraus.
Darin geht es um das Telefonieren auf dem Klo, um Schornsteinfeger, Goethe, unaufgeklärte Morde, um Nichtwähler am Abgrund, demente Deutsche und vieles mehr. Kurzum: darum, wie es um Deutschland und die Menschen steht.

Zwar muss man leider sagen, dass der Betrachter nur selten wirklich lacht, aber immerhin schmunzelt er öfter mal. Wirklich witzig sind Comics, die sich um die aktuelle Politik und die Gesellschaft drehen, auch so mancher Schenkelklopfer ist dabei.
Nette Klolektüre, auch zum immer wieder reinschmökern.

Hauck & Bauer / Rattelschneck / Rudi Hurzlmeier: Hier lacht der Betrachter
KiWi, 167 Seiten
5/10

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RTelenovela

Rügen 2015 (6): Der erste Verlust

Sonntag, den 19. April 2015
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(5) -> 18.4.2015

Ein herrlich warmer, sonniger Frühlingstag in Baabe. Am Strand sind lauter Mütter mit ihren Kindern. Bei der nicht weit entfernten Mutter-Kind-Klinik scheint freier Nachmittag zu sein. Die Stimmung ist sehr entspannt. Bis…

Es geschieht ganz plötzlich. Zwei Kinder spielen mit einem Ball, die Mutter schaut grad nicht hin, als das Mädchen hinfällt, im flachen Wasser mit dem Gesicht nach unten. Es ist nichts passiert, bis auf den Schreck. Aber klar, das Mädchen weint, die Mutter tröstet, der fremde Junge sieht zu.
Aber dann: der echte Schock. Der Ball ist im Wasser, er treibt langsam ab. Als das Mädchen das merkt, schreit es richtig los: “Mein Ball!!!” Aber die Strömung ist fix, der rote Ball ist schon recht weit weg, und die Mutter weigert sich, ins noch sehr kalte Wasser zu steigen.
Im Hochsommer wäre das alles kein Problem gewesen, so aber schauen wir alle zu, wie die Kugel ins offene Meer treibt.

Das Mädchen ist untröstlich. Gemeinsam mit Mama beobachtet es den Ball, die Mutter flüstert ununterbrochen auf sie ein, erklärt, dass sie ja einen neuen Ball haben könne.
Um so mehr der Ball wegtreibt, desto leiser wimmert das Mädchen.
Zehn Minuten später schon ist der Ball kaum noch zu sehen.

Ein paar Kilometer weiter, im Nachbarort Göhren. Als ich auf dem Weg zur Seebrücke bin, stocke ich: Der Fahrstuhl, der die Leute aus dem Ortskern runter zum Strand bringen soll, ist fertig. Als ich im vergangenen Jahr da war, begannen erst die Vorbereitungen.
Vermutlich ist der Fahrstuhl durchaus nützlich, denn der Weg von A nach B war in Göhren immer recht beschwerlich, es geht steil bergab. Bei vielen Leuten scheint er gar nicht gut anzukommen.
Im einem Lokal direkt an der Strandpromenade unterhalten sich Einheimische und Touristen. Viele Bäume seien gefällt worden, das ganze Ortsbild habe sich dort verändert, sagte der Einheimische. Aber das seien eben Entscheidungen, die getroffen werden, da habe man ja sowieso nichts zu sagen. Die Touristen nicken nur.

Ich laufe stattdessen auf die Göhrener Seebrücke und lasse mir noch ein letztes mal auf dieser Tour den Wind um die Nase wehen und halte mein Gesicht noch mal in die Sonne. Herrlich!

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