Tagesarchiv für 17. April 2015

RTZapper

Der schöne Morgen

Freitag, den 17. April 2015
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MI 15.04.2015 | 5.05 Uhr | radioeins

Mit Pannen bekommen Fernseh- und Radiosender immer mehr Aufmerksamkeit, als wenn alles glattläuft. Bei radioeins vom rbb lief am Mittwochmorgen so gut wie nichts glatt. Im Potsdamer Sendezentrum hat es eine Havareie gegeben, die meisten digitalen Sendeelemente waren nicht verfügbar, und so mussten die beiden Moderatoren vom “schönen Morgen”, Stefan Rupp und Christoph Azone, improvisieren.

Heraus kam: spannendes Radio abseits vom Alltagstrott. Jingles mussten selbst gesungen werden, nach 8 Uhr kam zur Unterstützung noch ein Kollege mit einer Gitarre vorbei. Die Musik kam von der guten alten CD. Als ihnen irgendwann im Laufe der fünfstündigen Sendung der Stoff ausging, musste die private Musiksammlung aus dem Auto herhalten.

Ich bin kein Fan der Ha-ha-wie-lustig-Morgenshows, ich möchte “echtes” Radio. Morgens muss mir die ach so gute Laune nicht aus dem Radio entgegen kommen, ich möchte normal gut gelaunte Menschen hören.
Und wenn dann noch so etwas Außergewöhnliches passiert, wenn stundenlang Spontanität gefragt ist, dann macht Radiohören doch noch viel mehr Spaß.
Für das radioeins-Team war es vielleicht nicht die einfachste Sendung, für die Hörer aber die Denkwürdigste seit langem.

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RTelenovela

Rügen 2015 (4): Da, wo Loriot gedreht hat. Nicht.

Freitag, den 17. April 2015
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(3) -> 16.4.2015

Eine perfekte Kulisse für eine Hochzeit: die Seebrücke in Sellin. Die Stimmung scheint recht ausgelassen zu sein, und das tolle Wetter tut sein Übriges.
Ein junger Mann und eine Frau laufen die Stufen zur Seebrücke runter. Zwischendurch bleiben sie kurz stehen, und er sagt: “Das ist ja echt lustig. Jetzt sind wir hier, wo damals Loriot seinen Film gedreht hat. Und wir kommen auch zu einer Feier, das passt ja total.”
Nun ja.
Er meint “Pappa ante Portas”, gedreht im Jahre 1990. Eine der letzten Szenen spielt auf einer Seebrücke. Allerdings nicht in Sellin, sondern in Ahlbeck auf Usedom.
Knapp ist daneben ist auch vorbei. Der Feier in Sellin wird das aber ganz sicher nicht geschadet haben.

Rügen ist riesig, und obwohl ich so oft dort bin, gibt es immer wieder Dinge, die ich neu entdecke. Durch einen Hinweis in der Ostsee-Zeitung bin ich auf die Großsteingräber bei Lancken-Granitz, einem Nachbarort von Sellin, gestoßen.
Dabei handelt es sich um vier noch erhaltene Grabanlagen, die um die 5000 Jahre alt sein könnten. Sie sind vor genau 50 Jahren, 1965, ausgegraben worden.
Die Grabkammern sind von großen Steinen umgeben, und ich muss zugeben, dass ich zunächst etwas ratlos vor den Steinansammlungen stand. Irgendwelche Informationen gibt es vor Ort nicht, ich habe mich erst im Nachhinein etwas auf Wikipedia eingelesen.
Es ist geheimnisvoller Ort, ein ruhiger dazu. Hin und wieder verirren sich Spaziergänger dorthin, zum Beispiel ein Vater mit seinem etwa sechsjährigen Sohn, der total fasziniert war.
Wer von Grab zu Grab wandert, kann sich nur schwer vorstellen, was vor tausenden Jahren genau an dieser Stelle losgewesen sein muss…

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