Tagesarchiv für 16. April 2015

ORA aktuell

Munition im Wald bei Oranienburg gesprengt

Donnerstag, den 16. April 2015

Eine Riegelmine, eine Tellermine und 13 Wurfgranaten aus dem Zweiten Weltkrieg sind am Mittwochmittag im Schmachtenhagener Forst nahe der Lehnitzscheuse in Oranienburg gesprengt worden. Die Forstverwaltung hatte das Gebiet zuvor absuchen lassen.

Der Sperrkreis hatte einen Radius von 700 Metern, betroffen war auch die B273. Die Sprengungen verliefen ohne Probleme.

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RT liest

Daniel Silva: Der Hintermann

Donnerstag, den 16. April 2015

Paris. Kopenhagen. London.
Terror. Europas Hauptstädte und ihre Bewohner sind in Angst. Islamistische Selbstmordattentäter sorgen für Schrecken und für viele Tote.
Gabriel Allon ist mit seiner Frau Chiara zufällig in London, als sich dort einer der Attentäter in die Luft sprengt. Fast hätte er die Tat verhindern können.
Nun soll er jedoch der CIA helfen, die Hintermänner der Tat zu finden. Ein Informant aus Saudi-Arabien hat die Seiten gewechselt – ist dies ein Hinweis? Allon muss in das Netzwerk der Islamisten einsteigen, muss Netzwerke schmieden und Geldströme überwachen.

Daniel Silva hat einen Thriller geschrieben, der in diese unruhige Zeit passt. Der Leser taucht ein in eine Welt, in der Geheimdienste arbeiten, recherchieren und Bünde schmieden. Wer ist gut, wer ist böse? Können weitere Anschläge verhindert werden? Auf sehr spannende und temporeiche Art dokumentiert Silva die Spurensuche nach den Tätern der Anschläge. Er beleuchtet scheinbar jeden Aspekt der Ermittlungen, was aber im ersten Drittel mitunter verwirrend ist – es tauchen extrem viele Leute auf, angesichts der vielen Namen kommt man ein wenig durcheinander, auch weil unklar ist, wie wichtig manche Leute sind. Später ist der Focus besser auf bestimmte Leute ausgerichtet. Der Spannungsbogen gelingt dann auch viel besser.
Nach einem fulminanten Start und einem leichten Durchhänger ist “Der Hintermann” ein lesenswerter Thriller.
Ärgerlich in der deutschen Übersetzung von Wulf Bergner ist der konsequent falsch angewendete Fall bei Datumsnennungen. Es heißt nicht “des 11. Septembers”, sondern “des 11. September”. Scheint niemandem aufgefallen zu sein.

Daniel Silva: Der Hintermann
Piper, 476 Seiten
8/10

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RTZapper

Die Blechtrommel

Donnerstag, den 16. April 2015
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MO 13.04.2015 | 20.15 Uhr | Das Erste

Sicherlich war er nicht Deutschlands beliebtester Schriftsteller, aber wohl der Bekannteste: Zum Tode von Günter Grass räumte die ARD am Montagabend die komplette Primetime im Ersten frei, um noch einmal “Die Blechtrommel” und ein Grass-Porträt zu zeigen. Was beim Tod von Loriot aus unbekannten Gründen nicht möglich war, hat bei Grass scheinbar problemlos funktioniert.

Wer sich mal umhört bei Buchhändlern und Bibliothekaren, der wird aber feststellen: Günter Grass ist recht präsent gewesen, aber gelesen haben ihn wohl nicht so viele Leute. In den meisten Bibliotheken liegen die Grass-Bücher unausgeliehen herum, wie Umfragen in einigen Lokalzeitungen in diesen Tagen zeigten.
Und natürlich ist es vielleicht nicht politisch korrekt: Aber ich mochte nicht, was Grass geschrieben hat. Im Falle der “Blechtrommel” fand ich es sogar ganz übel.

Wir haben “Die Blechtrommel” in der Schule gelesen, und wir – jedenfalls die meisten von uns – haben gelitten. Inhaltlich und stilistisch konnte ich dem Roman so gar nichts abgewinnen. Auch als am Montag im Ersten der Film lief, habe ich noch mal reingeschaut. Nicht nur, dass der kleine Oscar ganz schön unheimlich ist, so ist dieser Film mehr als befremdlich. Ein Kind (der ja im Roman nicht wächst, also ja irgendwie gar kein Kind mehr ist) will Oralsex mit einem Mädchen. Brausepulver als Geilmacher. Eine Runde Rammeln.
Wäre der Film kein Klassiker und keine Story von Günter Grass wäre die Reaktion auf so manche Szene vermutlich eine andere.

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RTelenovela

Rügen 2015 (3): Sand-VIPs

Donnerstag, den 16. April 2015
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(2) -> 13.4.2015

Es war erst ein paar Tage her, dass ich mir in Berlin bei Madame Tussaud die Wachs-VIPs angesehen habe, nun folgten die Sand-VIPs von Binz.

Das Sandskulpturenfestival findet schon seit einigen Jahren am Binzer Ortsrand statt und wird auf der Insel Rügen sehr offensiv beworben. Das Thema lautet in diesem Jahr “Film und Fernsehen”.
Am Freitagmittag war die Stimmung im Zelt recht entspannt, es war nicht sehr viel los. So musste man sich wenigstens nicht durch die Ausstellung drängeln.

Die Sandskulpturen sind echte Meisterwerke. Wasser macht den Sand härter, so dass sich daraus Figuren und Bilder modellieren lassen, und von diesen Bildern sind in Binz recht viele zu sehen – und teilweise wirklich beeindruckend anzusehen.
Man sieht den Oscar und die Goldene Kamera, Bilder aus Star Wars, dem Weißen Hai, Harry Potter und Metropolis. Forrest Gump sitzt auf seiner Bank. Gegenüber parkt das Auto von James Bond.
In der Fernsehabteilung sind Szenenbilder aus “Wetten, dass…?”, “Wer wird Millionär?” und “Am laufenden Band” zu sehen. Vertreten sind auch die Tagesschau, Rügen TV, “Tutti Frutti”, der “Tatort” und die Mainzelmännchen.

Und wer die Ausstellung besichtigt hat, kommt danach in ein großes Zelt, in dem billige Bücher verkauft werden, und ich muss zugeben, dass ich mich dort fast länger aufgehalten habe als in der eigentlichen Schau.

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