Tagesarchiv für 1. April 2015

RTZapper

Betty White’s of their Rockers

Mittwoch, den 1. April 2015
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MO 30.03.2015 | 4.35 Uhr (Di.) | ProSieben

Betty White ist 93 und in den USA als Schauspielerin immer noch gut beschäftigt. Ihre neueste Comedyserie läuft jetzt in deutscher Erstausstrahlung bei ProSieben. Allerdings ist der Sendeplatz nicht gerade optimal: in der Nacht zum Dienstag gegen 4.30 Uhr.
Wer könnte sich um diese Zeit “Betty White’s of their Rockers” ansehen? Selbst Nachteulen sind da längst im Bett, und für Frühaufsteher ist es noch zu früh. Die Comedyserie sieht wohl nur, wer aus Versehen vorm Fernseher eingepennt ist.

Aber vermutlich versendet ProSieben die Comedyserie mit Absicht in der Nischennische. “Betty White’s of their Rockers” ist ein Versteckte-Kamera-Format mit Omis und Opis. Die erschrecken jüngere Leute mit bekloppten Aktionen. Nicht neu, haben diverse Länder schon adaptiert, auch Deutschland.
Das ganze ist allerdings mies synchronisiert, und seltsamerweise macht Betty White bei der versteckten Kamera gar nicht mit. Stattdessen taucht sie zwischendurch immer in Schenkelklopfer-Sketchen auf.

Man könnte auch sagen: ProSieben tut in Wirklichkeit Betty White einen Gefallen, wenn ihre Serie irgendwo im Nirgendwo läuft.

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RTelenovela

Wegbegleiter (10): Mit Ytong kannst du rechnen

Mittwoch, den 1. April 2015
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(9) -> 29.3.2015

Vermutlich waren die Dinger in den 80ern in Westdeutschland der letzte Schrei: Taschenrechner mit Solar. So lange sie Licht hatten, machten sie, was wir wollten. Sobald die Lichtquelle weg war oder man einen Finger auf die Solarzellen legte, war’s aus mit der Rechnerei.
Seit weit mehr als 25 Jahren begleitet mich der kleine Rechner. Wobei man in diesem Fall sagen muss: Er steht hier tatsächlich nur noch rum, ich benutze ihn nicht mehr.

Es handelt sich um einen Rechner mit Ytong-Werbung. Ytong sind Wandbausteine, und mein Onkel arbeitete sehr lange bei Ytong in Niedersachsen. Er brachte uns lange vor der Wende mehrere der Rechner mit, und ich bekam einen davon.
Damit rechnete ich nicht nur, er hatte auch andere Funktionen. Ende der 80er war das “Glücksrad” total angesagt. Weil wir natürlich in der DDR nicht das eigentliche Spiel hatten, mussten wir improvisieren, und der Taschenrechner zeigte zum Beispiel den aktuellen Geldbetrag an, den der jeweilige Kandidat hatte.

Inzwischen funktioniert die “6” nicht mehr, und längst hat das Smartphone den alten Rechner abgelöst.
Aber erstens denke ich, wenn ich Ytong-Steine sehe, immer noch an diesen Rechner und an meinen Onkel, der dort mal gearbeitet hat.
Dieser Onkel wird heute, am 1. April, übrigens 80. Sicherlich wird er diese Zeilen nicht lesen, denn seit dem vergangenen Jahr ist er leider nicht mehr so gut auf dem Posten. Dennoch: Herzlichen Glückwunsch!

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