Monatsarchiv für Februar 2015

RTelenovela

Wegbegleiter (2): Immer hinten drauf

Samstag, den 28. Februar 2015
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(1) -> 25.2.2015

Die Kunstlederhülle ist an einigen Stellen schon ziemlich lädiert. Der Reißverschluss – es müsste schon der Dritte sein – macht sich gern mal selbstständig. Aber er erfüllt sein Soll: mein brauner Rucksack.

Wir sind mehr als 20 Jahre zusammen. Er begleitet mich schon seit meiner Schulzeit.
Früher waren meine Schülbücher drin, meine Hefter, meine Federtasche und vielleicht auch mal das eine oder andere Getränk.
Er war mit bei der Budneswehr, auf den Unis, die ich besucht habe. In vielen Urlauben. Auf vielen Radtouren.
Und er begleitet mich auch heute noch ins Büro und zu Terminen.

Heute liegen darin: mein Notizbuch, mein Fotoapprat, mein Kalenderbuch, Unterlagen und oft ein Getränk. Dazu noch ein Buch und/oder der “stern”.
Ich könnte mir ein neues Reiseutensil anschaffen, aber ich bin treu. Er ersetzt eine Tasche, die man immer irgendwie tragen müsste. Er ist praktisch, er ist immer hinten drauf, ich kann alles wunderbar transportieren.
Er muss noch eine Weile durchhalten – vielleicht gehen wir ja irgendwann mal zusammen in Rente.

ORA aktuell

Ausbau der Oranienburger Waldstraße abgelehnt

Freitag, den 27. Februar 2015
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Überraschend lehnten die Oranienburger Stadtverordneten den Ausbau der Waldstraße ab. Nach der geplanten Bombensuche und der Verlegung von neuen Rohren, sollte die Straße eigentlich komplett saniert werden – vor allem das Kopfsteinpflasterteilstück.
Darum hatte es jedoch Streit gegeben, weil auch das vor zehn Jahren schon sanierte Teilstück nochmals saniert werden sollte.
Nun wird die Straße einfach nur geflickt. Allerdings soll es nun nochmals Gespräche zu dem Thema geben.

RTelenovela

Auf Wieder(über)sehen!

Freitag, den 27. Februar 2015
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Wenn man mit einer Person an einem bestimmten Ort überhaupt nicht rechnet, dann übersieht man sie.
Neulich war ich beim Neujahrsempfang der Stadt Kremmen. Auf der Bühne spielte eine Band, die ich mir zwar anschaute, aber offenbar nicht genau genug.
Im Laufe der nächsten Minuten ging ich immer wieder in Richtung Bühne, ich machte Fotos oder unterhielt mich zwischendurch.

Eine gute Stunde später steht plötzlich ein guter Bekannter vor mir. Wir kennen uns seit fast 15 Jahren, sehen uns in letzter Zeit aber nicht mehr so oft.
Dass er in Kremmen vor mir steht, überrascht mich, hat er doch mit der Stadt nichts zu tun. Darauf meint er, er habe doch die ganze Zeit in der Band am Schlagzeug gesessen.
Ich habe ihn dort schlicht nicht wahrgenommen.

Ein lustiger Augenblick, denn hätte mich irgendjemand irgendwann mal drauf angesprochen, dass ja auch C. auf dem Kremmener Empfang war, ich hätte es abgestritten – oder eventuell später mal auf einem Foto entdeckt.
Manchmal scheinen wir einfach blind zu sein…

aRTikel

Wolf bei Groß-Ziethen geblitzt

Donnerstag, den 26. Februar 2015
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Versteckter Kamera gelingt in einem Waldstück ein tierischer Schnappschuss. Ob es ein Einzeltier oder Rudel war, ist unklar.

MAZ Oranienburg, 26.2.2015

GROSS-ZIETHEN
Im Wald zwischen Groß-Ziethen und dem Autobahndreieck Havelland ist am Montagmorgen ein Wolf gesichtet worden. Eine Wildkamera hat das Tier um 7.05 Uhr fotografisch festgehalten.
Robert Franck, Wolfsbeauftragter des Kreisjagdverbandes Neuruppin, bestätigte, dass es sich bei dem Tier auf dem Foto um einen Wolf handelt. „Es ist zwar keine Farbaufnahme, aber das Licht ist hell.“ Unklar ist jedoch, ob es sich um einen alleine umherstreunenden Wolf handelt oder um ein Mitglied eines Rudels. „Das lässt sich anhand des Fotos nicht sagen“, so Robert Franck gestern in einem Gespräch mit der MAZ.
Zum jetzigen Zeitpunkt lasse sich auch nicht sagen, ob der Wolf auf der Durchreise ist oder ob er sich länger in dem Gebiet aufhält. „Wir haben in der Rüthnicker Heide einen Wolfsverdacht“, so Franck weiter. „Da gibt es vermehrt Hinweise von Jägern aus der Region.“ Die Rüthnicker Heide liegt nördlich von Kremmen und Beetz.

„Wir haben in der vergangenen Zeit schon auffällig weniger Wild gesichtet“, sagte Jagdpächterin Astrid Braun gestern. Sie hat die Fotos der Wildkamera im Groß-Ziethener Wald gesichtet und darauf den Wolf entdeckt. Am Dienstag hatte sie Kontakt mit Robert Franck aufgenommen und sich den „Fund“ bestätigen lassen.

„Wir bekommen immer wieder Hinweise“, sagt Robert Franck. Der Wolfsbeauftragte aus Zechow bei Rheinsberg sieht sich die Aufnahmen an und bewertet sie. „Nicht auf jedem Foto ist dann auch wirklich ein Wolf zu sehen“, sagt er. Manchmal entpuppt sich das Tier auch als Schäferhund.
Ist es aber ein Wolf, dann kommt er ins Protokoll. „Die Meldung ist eine neue Stecknadel auf der Karte.“ Mitarbeiter des Landesjagdverbandes schauen sich dann die Regionen an und beurteilen, ob sich Wolfsverdachte erhärten oder nicht. Im Fall des im Groß-Ziethener Wald gesichteten Tieres soll es demnächst weitere Nachforschungen geben. „Aber es ist ein kleiner Hinweis mehr, dass der Bereich Kremmen und Rüthnicker Heide kein wolfsfreies Gebiet mehr ist.“
Fakt sei, dass sich die Wölfe gerade in der Paarungszeit befinden, „sie drehen viele und große Runden“, so Robert Franck. Darauf müssten sich die Bewohner der Region einstellen. Hunde sollten in den Wäldern angeleint oder in Sichtweite bleiben. „Der Wolf greift aber Menschen nicht an“, versichert der Wolfsbeauftragte.

Astrid Braun aus Groß-Ziethen, die auch im Ortsbeirat sitzt, hat vorsorglich auch den Ortsvorsteher von Staffelde sowie die Betreiberin des Staffelder Naturkindergartens informiert. Nicht um in der Region Panik zu verbreiten, sondern um die Menschen zu sensibilisieren.

RTZapper

Andy Borg ist zu alt für den Musikantenstadl

Donnerstag, den 26. Februar 2015
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MI 25.02.2015 | Bild

Die ARD, der ORF und der SRF wollen den “Musikantenstadl” verjüngen. Für Moderator Andy Borg ist da allerdings kein Platz mehr. Er muss gehen, darf die Show nur noch zweimal präsentieren. Gefeuert.
Und dann?

Manchmal steht man einfach nur da und kann nur noch mit dem Kopf schütteln. Da wollen irgendwelche Senderchefs also tatsächlich den Zuschauerschnitt vom “Musikantenstadl” verjüngen. Der “Crazy Stadl 2.0″ soll jünger, hipper, einfach anders werden. Oder so. Man weiß es nicht genau.
Dabei erscheint es vollkommen aussichtlos, dass dieses Vorhaben gelingt. Welcher junge Mensch sollte eine Show namens “Musikantenstadl” einschalten? Laut “Bild” am Mittwoch sind als Nachfolger Stefan Mross (ernsthaft? Diese Schlaftablette?), Helene Fischer (die wird eh Besseres zu tun haben) und Andreas Gabalier im Gespräch. Letzterer erscheint am naheliegensten – aber keiner von denen würde es schaffen, den Altersschnitt der Zuschauer spürbar zu senken.

Und die Frage lautet ja auch: warum eigentlich? Warum muss eine Show wie der “Musikantenstadl” jüngere Zuschauer haben? Warum kann es nicht viermal im Jahr eine Show im Fernsehen geben, die von Senioren geschaut und geliebt wird? Die 150 Minuten tun jungen Zuschauern sicher nicht weh – denn sie werden nicht einschalten, und warum soll das so schlimm sein?
Die ARD und die Partner sollen sich lieber um den Rest des Programms kümmern. Mehr Sendungen für jüngere Zielgruppen, Innovationen. Anstatt sinnlos am Stadl rumzuschrauben, wäre das eine wirklich wichtige Investition in die Zukunft. Es muss Sendungen geben, die Junge schauen, die Ältere lieben – und auch die, die alle gern haben. Die Mischung macht’s.

RTelenovela

Was Politiker gegen Wahlmüdigkeit tun wollen. Nichts.

Donnerstag, den 26. Februar 2015
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So langsam wachen die Politiker auf. Die Wahlbeteiligung der Deutschen sinkt immer mehr, am schlimmsten sieht es bei den regionalen Wahlen aus. Kommunalwahlen – und ganz aktuell in Oberhavel – Landratswahlen scheinen immer weniger Menschen zu interessieren. Als am Sonntag ein neuer Landrat gewählt werden sollte, gingen nur etwas mehr als 29 Prozent der Leute zur Wahl.
Eine Katastrophe.

Und die Politiker? Was schlagen die vor?
Die Stimmabgabe solle den Leuten leichter gemacht werden. Nicht zehn Stunden, sondern eine Woche sollen die Leute wählen können. Und nicht nur im Wahllokal, sondern auch im Supermarkt. Yeah, geh zu Aldi, spare und wähle. Prima!
Ein anderer Vorschlag lautet, die Wahllokale nicht schon um 18 Uhr, sondern erst um 20 Uhr zu schließen. Weil die Leute es angeblich in zehn Stunden nicht schaffen, zur Wahl zu kommen.
Abschaffung des Quorums bei der Landtagswahl. Jetzt ist es so, dass der Landrat gewählt ist, wenn er mehr als 50 Prozent der abgegebenen Stimmen und mehr als 15 Prozent aller Wahlberechtigten erreicht. Es gibt Politiker, die diese Regel abschaffen wollen.

Halten wir fest: Politiker scheinen sich keine Gedanken drüber zu machen, was sie selbst eventuell anders machen könnten. Wie sie selbst vielleicht wieder glaubwürdiger werden. Wie sie selbst wieder für etwas stehen könnten, das die Wähler wieder zur Wahl treibt.
Nein, stattdessen denken sie, sie könnten mehr Leute zum Wählen bewegen, in dem sie länger Zeit haben. Sie denken ganz ernsthaft, dass die Wahlbeteiligung so gering ist, weil um 18 uhr schon ense ist. Und stattdessen wollen sie, dass ein Landrat auch dann gewählt wird, wenn nur 100 und 150.000 Menschen wälen gehen.
Irgendwie ist das alles irrsinnig. Und alles andere als durchdacht.

Was Poliker gegen die Wahlmüdigkeit tun wollen? Wenn man diese Vorschläge hört, dann scheint die Antwort einfach zu sein: Nichts.

ORA aktuell

Oranienburg nimmt Millionenkredit auf

Donnerstag, den 26. Februar 2015
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Erstmals nimmt die Stadt Oranienburg einen Kredit auf. Das beschlossen am Montagabend die Stadtverordneten mehrheitlich. Der kredit beträgt 11,5 Millionen Euro – und das, obwohl die Stadt noch 38,5 Millionen Euro in der Hinterhand hat.
Es sei falsch, den Sparstrumpf zu plündern, um dann merken, dass man sich keine Kredite leisten könne, sagte Kämmerin Kerstin Kausche.
In diesem Jahr schlägt u.a. der bau der Comeniusstraße mit mehr als 17 Millionen Euro zu Buche.