Tagesarchiv für 19. Januar 2015

aRTikel

Den Kindertransport für das Fernsehen dokumentiert

Montag, den 19. Januar 2015
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Schüler des Glienicker Gymnasiums standen für einen ZDF-Film vor der Kamera

MAZ Oranienburg, 19.1.2015

GLIENICKE
es sind Tragödien, die sich da abspielten. Im Jahre 1939, der Zweite Weltkrieg hat gerade begonnen, in Prag steht ein Zug mit lauter Kindern. Ohne ihre Eltern sollten sie weg, nach London – um dem sicheren Tod zu entgehen.

Schüler des Neuen Gymnasiums in Glienicke waren im Herbst 2014 an den Dreharbeiten für eine ZDF-Dokumentation beteiligt. Der Film „Tomys letzte Reise“ wird am kommenden Sonntag im Spartenkanal zdf info gezeigt.
Die Dreharbeiten fanden am 10. Oktober des vergangenen Jahres auf dem alten Betriebsbahnhof in Berlin-Schöneweide statt. Dass die Glienicker dabei waren, ist allerdings kein Zufall. Im Frühjahr 2014 beschäftigten sie sich bereits mit dem Thema und führten das Theaterstück „Kindertransport“ auf. Über mehrere Umwege ist der Dokumentarfilmer Ulrich Stoll auf die Glienicker und ihr zum Film passendes Projekt aufmerksam geworden.
„Die Schüler wussten, worum es geht“, sagt Karin Eckermann, Lehrerin am Neuen Gymnasium. „Wir hatten uns ja ein Jahr lang damit befasst.“

Aus dem Requisitenfundus in Berlin-Adlershof kamen die Kostüme. „Aus Zeitgründen haben wir sie in die Schule gebracht.“ Alte Mäntel, Socken, Hüte, Röcke – alles musste zur im Film dargestellten Zeit passen. „Wir hatten doppelt so viele Kostüme wie Schüler, alle konnten sich was aussuchen“, erzählt Karin Eckermann. Ein ZDF-Bus brachte die Schüler dann nach Schöneweide. „Wir haben vorher das Drehbuch intensiv studiert, Sprechrollen hatten wir nicht.“ Die Glienicker spielten einige der Kinder, die im Zug waren.

Laura Ungrad aus der 10. Klasse hat eine spezielle Szene. Sie findet im Film ein kleines Baby im Abteil, das ihre Eltern im Zug abgelegt haben. „Viele Szenen mussten mehrmals wiederholt werden“, erinnert sich Karin Eckermann. „Es war anstrengend, aber alle waren auch hellauf begeistert.“ Bis zum späten Abend dauerten die Dreharbeiten. Mit dem Bus ging es dann zurück nach Glienicke, wo sich die Schüler wieder umziehen konnten.

Den fertigen Film kennen die jungen Schauspieler auch noch nicht. Er ist erst vor etwa zwei Wochen fertig gestellt worden. „Wir freuen uns darauf, ihn zu sehen“, so die Lehrerin. Gage gab es nicht, dafür zahlte das ZDF aber 300 Euro an den Schulförderverein. Am Mittwoch, 28. Januar, kommt ZDF-Mann Ulrich Stoll nach Glienicke, um ab 10 Uhr den Film am Gymnasium zu zeigen.

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RTZapper

Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!: Mein Gott, Walter!

Montag, den 19. Januar 2015
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SO 18.01.2015 | 22.15 Uhr | RTL

RTL hat die jährlichen Dschungelfestspiele wieder eröffnet. Wieder sind elf Leute, darunter auch ein paar Semipromis, für mehr als zwei Wochen unter Beobachtung im Camp.
Die Mischung klang vielversprechend: ein paar Castiingzicken, Topmodel-Ex-Jurymitglied Rolfe Scheider, Buchstaben-Glücksfee Maren Gilzer, Walter Freiwald (“Der Preis ist heiß”) und Rebecca “Iffi Zenker” Siemoneit-Barum. Das sollte für jeden was dabei sein.
Bislang gestaltet sich das Geschehen im Camp aber erstaunlich ruhig, das ganz große Gezicke ist bis jetzt ausgeblieben, aber es kann ja auch nicht jedes Jahr ein Krawallcamp geben.
Fast wäre es langweilig gewesen – so ziemlich alle Camper sind sehr blass bislang, aber zum Glück sorgt Walter Freiwald für Spaß.

Walter hätte gern wieder einen Job, seit zwei Jahren ist er arbeitslos, sein letzter Job beim Shoppingsender pearl.tv ist schon lange her. Im Camp möchte er, nun ja, für sich werben.
Ist ihm nur nicht ganz so gelungen. Bis jetzt.
Man kann nicht gerade sagen, dass Walter Freiwald zu den Sympathieträgern gehört. Er redet von seinen Glanzjahren, als wäre er wer weiß was gewesen. Angeblich habe er mal als RTL-Programmdirektor gearbeitet, was man bei RTL sicherlich überrascht zur Kenntnis genommen hat. Sein “Der Preis ist heiß”-Chef Harry Wijnvoord sei ganz übel gewesen – und Walter, ja, Walter… Alle wollen ihm Böses.
Aber er hat ja noch ein paar Tage Zeit, um zu zeigen, dass er nicht immer cholerisch, rechthaberisch, egoistisch, unlustig und blenderisch ist. Vielleicht klappt es dann ja auch mit einem neuen Job.

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RTelenovela

Grüne Woche 2015: Inflation der Fischbrötchen

Montag, den 19. Januar 2015
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Ist man irgendwo in Norddeutschland unterwegs, auf Rügen zum Beispiel, dann ist ein Fischbrötchen ein Muss. Auf der Grünen Woche in Berlin dagegen lässt sich etwas Merkwürdiges beobachten. Vermutlich ist das sogar normal, aber diesmal ist es uns echt ins Auge gefallen: die Inflation der Fischbrötchen.
In der Brandenburg-Halle gibt es Fischbrötchen, am Stand vom Oranienburger “Fisch-Eck” den “Oranien-Burger” mit Fisch. Wer in die Sachsen-Halle kommt, stößt auf Fischbrötchen. In Thüringen ebenso – und an vielen anderen Ständen.
Da fällt es schon gar nicht mehr auf, dass es in den Heimatländern des Meeresfisches auch welche zu kaufen gibt – in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zum Beispiel.

Mit der Grünen Woche beginnt in Berlin das Messejahr. Und es ist eine Messe, die Spaß macht. So viel zu essen auf so kleinem Raum gibt es selten – zudem noch aus zig verschiedenen Regionen und Ländern. Schade nur, dass die Portionen oft so groß sind. Ich würde gern viel mehr verschiedene Sachen kosten, wenn es denn weniger auf dem Teller wäre. Aber vielleicht haben die Händler Angst, dass sie ihren Kram dann nicht loswerden. Andererseits würde ich vermutlich mehr kaufen als jetzt.

Bei Weinhändlern habe ich übrigens keinen guten Stand. Überall stehen sie vor ihren Verkaufsständen und verteilen Gutscheine und locken die Leute an. Mich nicht. Ich sehe offenbar nicht aus wie ein Weintrinker. Wobei ich diese Anquatschereien sowieso nicht leden kann und die Vertreter konsequent übersehe. Angesprochen hat mich aber auch kein einziger.

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