Tagesarchiv für 3. Januar 2015

RTZapper

Sofa Stars

Samstag, den 3. Januar 2015
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DO 01.01.2015 | 19.05 Uhr | RTL

Bei RTL sind sie jetzt vollkommen irrsinnig. Das Konzept einer neuen, ähm, Sendung: RTL zeigt RTL-Zuschauer, wie sie RTL-Sendungen sehen und sich gern auch mal drüber lustig machen.
Es ist die schnellste Bewerbung um die beschissenste Sendung des Jahres: Schon am Neujahrstag hat RTL die Messlatte besonders niedrig gelegt: die “Sofa Stars”.

Und irgendwie ist es auch perfide, ja, ekelhaft. Sehr viele Leute wissen, dass die Kuppelshow “Schwiegertochter gesucht” zum übelsten Dreck zählt, den RTL ausstrahlt. Unschuldige, manchmal auch verhaltensauffällige Menschen werden vorgeführt und in extrem peinliche Situationen gezwungen. Wir wissen, dass sich das viele Leute zur Belustigung ansehen. Und jetzt wissen wir: RTL weiß das auch, auch bei RTL halten sie sich vor Lachen die Plautze. Warum sonst filmt man Menschen dabei, wie sie RTL und “Schwiegertochter gesucht” schauen und lachen, sich ekeln und sich beömmeln. Und was bitte soll daran auch nur im Ansatz interessant sein? Wen könnte interessieren, was Uschi und Klaus zum Klitschko-Boxkampf sagen? Wenn es doch wenigstens lustige Kommentare gewesen wären, aber da kam gar nichts.

Die “Sofa Stars” waren ein erschreckendes Nichts. Aber RTL hat das Neujahr eiskalt durchgezogen. Zur Primetime gab es “Life! Dumm gelaufen” mit einem unfassbar unlustigen Kaya Yanar und bis zur Unkenntlichkeit verschnittenen Pannen der TV-Sender. Aber bei RTL kapiert man es nicht, dass Fernsehpannen nicht mehr wirken, wenn man sie kürzt, wenn man Musiken und Töne drunterlegt. Und das mit dem Nichts so gut lief, wiederholte RTL im Anschluss zum dritten oder vierten Mal die nächste Schnipselparade: die 100 witzigen RTL-Momente aus 30 Jahren.
Es war für RTL ein extrem billiges Neujahrsprogramm. Finanziell, aber vor allem inhaltlich. Kein gutes Omen für 2015.

Ganz bestimmt nicht “mein RTL”.

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RTelenovela

Das war’s. Für dieses Jahr.

Samstag, den 3. Januar 2015
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So ein Jahreswechsel scheint für uns alle immer eine besondere imaginäre Grenze zu sein. Wir haben oft irgendwelche guten Vorsätze, die wir im neuen Jahr umsetzen wollen, Dinge, die wir anders machen möchten.

Aber auch im täglichen Leben, im Job, tun wir so, als sei jetzt irgendwas zu Ende. “Das war’s dann”, meinte ein Kollege einen Tag vor Silvester. Dabei sollten nur zwei Tage vergehen, bis die Arbeit weiter geht. Aber eben im neuen Jahr.
Einen Tag davor in der Sauna sagte ein Mann zum anderen. “Das war ja dann unser letzter Abend hier.” Offenbar gehörten sie zu einer Gruppe, die sich dort jede Woche trifft. Der andere meinte: “Genau. Das letzte Mal heute.” Danach lachten sie kurz, denn in einer Woche – wie ja eigentlich immer – treffen sie sich ja schon wieder.
Insofern: Ein bisschen albern ist’s ja schon. Andererseits bin ich genauso.

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