Tagesarchiv für 29. Dezember 2014

RT im Kino

Bibi & Tina: Voll verhext!

Montag, den 29. Dezember 2014

(1) -> 6.4.2014

Teil 1 von Detlev Bucks Filmversion von “Bibi & Tina” war so erfolgreich, dass innerhalb von nicht mal einem Dreivierteljahr bereits der zweite Teil in die Kinos kommt. Und der dritte Teil ist ebenfalls schon in Arbeit. Fleißig, fleißig, Herr Buck!

Eigentlich soll auf Schloss Falkenstein ein großes Kostümfest stattfinden. Nach einem Einbruch, bei dem wertvolle Bilder und andere Gegenstände gestohlen wurde, muss aber erst mal ermittelt werden.
Das übernimmt nicht nur eine Kripolady aus Brandenburg, auch Bibi Blocksberg (Lina Larissa Strahl) und ihre beste Freundin Tina (Lisa-Marie Koroll) sowie Tinas Freund Alex (Louis Held) hören sich in der Gegend um. Und tatsächlich finden sie Verdächtige. Und die haben noch nicht genug: Auch Graf Falkensteins wertvollstes Pferd soll dran glauben.

Detlev Buck hat für die junge Kinderzielgruppe wieder ein farbenprächtiges, ja, quietschbuntes, kitschiges Vergnügen geschaffen. Vieles in “Bibi & Tina: Voll verhext!” (kein sehr einfallsreicher Titel!) wirkt übertrieben. Viel Farbe, viel Kitsch, viel Aufregung – fast möchte man sagen: eine unterschwellige Geilheit ist hier und da auch auszumachen. Aber man möchte den Bibifans ja schließlich auch was bieten.
Ansonsten hat Buck wieder eine nette Geschichte über Freundschaft und Liebe, über Gut und Böse, über Faulheit und Engagement geschaffen.
Oli Schulz spielt den Bösewicht und macht das auf lustige Weise. Die Kinder wirken an einigen Stellen ein wenig hölzern, aber vielleicht ist das ja hin und wieder auch gewollt.
Auf jeden Fall ist “Bibi & Tina erneut gute Kinderunterhaltung – und für die Erwachsenen kein Grund zur Langeweile oder Scham.

Bibi & Tina: Voll verhext!
D 2014, Regie: Detlev Buck
DCM Film Distribution, 105 Minuten, ab 0
7/10

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RTZapper

Das TalkGespräch

Montag, den 29. Dezember 2014
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SA 27.12.2014 | 23.15 Uhr | Das Erste

Das Feuilleton hat sich schon vorher über Oli Dittrichs neue Fernsehsatire vor Lob überschlagen. Am Sonnabend ging “Das TalkGespräch” im Ersten dann endlich auf Sendung.
Anderthalb Jahre nachdem Dittrich das “Frühstücksfernsehen” aufs Korn nahm, waren nun die Talkshows dran.
Leider aber fehlte ein wenig der Biss.

Wo es beim “Frühstücksfernsehen” ausreichte, den Wahnsinn so zu zeigen, wie er ist, fehlte beim “TalkGespräch” diese sanfte Überhöhung. Sie ist ein wenig zu sanft ausgefallen. Die Gäste, natürlich alle von Oli Dittrich dargestellt, stellten neue Filme, Dokus, Bücher und Songs vor, wie das eben so in Talkshows passiert. Aber es fehlte eben der Wahnsinn. Die echten Talkshows sind mitunter viel abgedrehter, obwohl sie im Gegensatz zur Parodie vom Sonnabend, ja völlig ernst gemeint sind.

Vielleicht sind Talkshows auch das falsche Thema für so eine Parodie. Bei diesem Format reicht eine sanfte Überhöhung offenbar nicht aus.
Mal abwarten, was sich Oli Dittrich in seinem Satirezyklus nun vornimmt. Vermutlich im Sommer 2016 werden wir es erfahren, wenn der Komiker seinen Rhythmus beibehält.

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