Tagesarchiv für 26. Dezember 2014

RTZapper

Die Helene Fischer Show 2014

Freitag, den 26. Dezember 2014
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-> 30.12.2013

DO 25.12.2014 | 20.15 Uhr | ZDF

Als Helene Fischer für Udo Jürgens “Merci, Cheri!” sang, wusste noch niemand, welche Bedeutung dieser Moment haben würde. Am 11. und 12. Dezember fanden im Berliner Velodrom die Aufzeichnungen für die diesjährige “Helene Fischer Show” statt, und Udo Jürgens war einer der Gäste. Dass der Starmusiker zehn Tage später tot sein würde, konnte keiner ahnen. Ohne dass es ihr klar, sang Helene Fischer das Abschiedsständchen für Udo Jürgens. Vier Tage nach dessen Tod ist die Show ausgestrahlt worden, und dieser Moment hatte etwas Schweres, etwas sehr Trauriges.

Für viele Menschen könnte dieser Auftritt ein Grund gewesen sein, bei der “Helene Fischer Show” reinzuschalten. Die Sängerin hat ein weiteres erfolgreiches Jahr hinter sich, “Atemlos” war einer der großen Hits 2014, und in ihrer ZDF-Show wollte sie es wieder allen zeigen. Sie sang, sie tanzte, die moderierte. Immer und überall. Helene Fischer ist die neue Peter Alexander, der ja einst vor vielen Jahren auch so eine Personalityshow hatte und immer präsent war.
Man kann es aber auch übertreiben, Helene! Wenn beispielsweise Queen mit neuem Sänger den ersten TV-Auftritt in Deutschland hat, dann möchte ich auch mal hören, was die heute so machen. Und nicht, dass Frau Fischer dazwischenträllert.
Sie sang mit Udo Jürgens. Sie sang mit Sascha Grammels Schildkröte. Sie sang im Shrek-Musical. Kaum eine Minute verging, in der Helene nicht mit präsent war.

Will sie es allen beweisen? Will sie auch den Leuten, die sie für eine Schlagertussi halten, zeigen, dass sie mehr kann, dass sie quasi alles kann? Dabei würde es ihr durchaus auch gut tun, sich in ihrer Sendung hier und da zurückzuhalten, einfach nur die Show, den Auftritt ihrer Promis zu genießen. Der Ehrgeiz lässt das scheinbar nicht zu.

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RTelenovela

Vermisst: Dante

Freitag, den 26. Dezember 2014
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Durch unsere Verwandten haben wir in den ersten zehn Jahren nach der Wende viele Restaurants im Norden Berlins besucht. Italiener, Asiaten oder griechen in Frohnau, Hermsdorf oder Waidmannslust – wir kannten die meisten.
Eines unserer favorisierten Lokale war “Dante” am Bahnhof Hermsdorf. Wir haben dort in den 90ern viele Nachmittage und Abende verbracht.

Unser erster Weihnachtsfeiertag war schon ein paar Wochen geplant. Nach dem Zirkus Roncalli wollten wir was Essen gehen, und wir erinnerten uns an Dante. Also, so der Plan, stellten wir unser Auto am Bahnhof Hermsdorf ab, um mit der Bahn ins Zentrum zu fahren. Und bevor wir, zurück in Hermsdorf, mit dem Auto nach Hause fahren, wollten wir noch was essen.
Dummerweise gibt es Dante nicht mehr.
Wo Dante war, ist jetzt eine Sushibar. Und Sushi, das kam für uns so gar nicht in Frage.

Sieht man sich im Internet um, so muss der Laden in den vergangenen zwei Jahren geschlossen worden sein – nach einer sicherlich jahrzehntelanger Tradition. Schade drum.
Ersatz war zum Glück schnell, denn direkt gegenüber vom Ex-Dante ist ein anderes Lokal – “Leonardo da Vinci”, und es war ein sehr guter Ersatz!

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RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Roncalli – Weihnachtszirkus 2014

Freitag, den 26. Dezember 2014
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DO 25.12.2014 | Berlin, Tempodrom

Als Kind fand ich Zirkusse toll. Tiere in der Manege, die lustige Dinge taten. Aber das ist vorbei. Ich möchte keine Elefanten mehr in der Manage sehen, die bekloppte Dinge anstellen, nur um Menschen zum Lachen zu bringen. Seitdem ich vor einigen Jahren in Neuruppin im Zirkus Krone sehr weit vorne saß und in die traurigen, leeren Augen der Tiere sah, hatte ich für mich beschlossen, Zirkusse mit Tieren nicht mehr zu besuchen.
Vor einigen Jahren waren wir in Berlin im Weihnachtszirkus Roncalli, und es war toll, so eine Show komplett ohne Tiere zu erleben.

Und tatsächlich gibt es wohl genau diesen Gegensatz zwischen Krone und Roncalli.
Umso größer war der Schock, als wir nun das zweite Mal im Roncalli-Weihnachtszirkus waren. Plötzlich kamen Hunde in die Manege. Tiere? Wir waren irritiert, ja, fast möchte man sagen: bestürzt. Ich muss mir keine Hunde ansehen, die im Kreis rumlaufen und übereinander wegspringen, auf eine Rutsche klettern und runterrutschen. Das ist albern und absolut überflüssig. Ich habe keine Ahnung, was das soll.
In der zweiten Halbzeit gab es eine Pferdedressur-Nummer, die ich genauso bekloppt fand. Aus meiner Sicht machen solche Nummern keinen Sinn.
Im Internet las ich dann: Roncalli verzichtet auf Wildtiere, auf Hunde und Pferde aber nicht. Aber meinetwegen müssen auch diese Tiere in der Manege nicht sein.

Denn die Artistik-Nummern standen ganz gut für sich. Was die Künstler am Trapez veranstalteten, war atemberaubend. Bei der Jonglage-Nummer eines jungen Artisten scheiterten wir daran, genau zu beobachten, was er mit seinen Händen machte. Großartig! Und so weiter.
Diese Nummern bekamen auch sehr viel mehr Applaus als die mit den Tieren – kamen viel besser an.
Vielleicht besinnt man sich bei Roncalli ja irgendwann mal, endgültig auf Tiere zu verzichten.

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