Tagesarchiv für 16. Dezember 2014

aRTikel

Mit 60 im Kopf noch jung und klar

Dienstag, den 16. Dezember 2014
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Kremmens Stadtverordnetenvorsteher Detlef Reckin feiert heute

MAZ Oranienburg, 16.12.2014

KREMMEN
Eigentlich ist Detlef Reckin kein Geburtstagsfeierer. Als er 50 wurde, machte er mit seiner Frau eine Nil-Kreuzfahrt. Heute wird der Kremmener Stadtverordnetenvorsteher 60 und kommt um die Party nicht herum.
Geboren am 16. Dezember 1954 in Hennigsdorf, aufgewachsen in Charlottenau, ist Reckin ein Ur-Kremmener. Er war acht Jahre alt, als seine Familie in die Stadt zog. „Vorher mussten wir immer allein mit dem Rad hierher zur Schule fahren“, erinnert er sich. Eine harte Zeit, in Charlottenau gab es damals keine Autos. „Aber trotzdem hatten wir die totale Freiheit“, sagt er, und das sei noch heute eine besondere Erinnerung.

Er war sieben oder acht, als er gemerkt hat: „Landwirtschaft ist nichts für mich.“ Und das, obwohl er jeden Tag bei den Tieren war, wie er erzählte. Die Feuerwehr und der Fußball waren seine Hobbys als Kind, später entschied er, sich mehr dem Fußball zu widmen. „Ich war ziemlich erfolgreich“, sagt er. Von einem Kapselriss im Sprunggelenk mit 27 Jahren hat er sich allerdings nicht mehr so richtig erholt. „Ich sollte ruhiger spielen, aber mit diesem Rat konnte ich nichts anfangen“, sagt Detlef Reckin und lächelt.
Nach dem Schulabschluss – er lernte in den oberen Räumen des heute leer stehenden Klubhauses am Markt – begann er eine Lehre als Klempner. „Damals hatten viele noch Pumpen, deshalb war das eine spannende Herausforderung.“ 1989 wechselte er zur Kremmener Gebäudewirtschaft und hatte 38 Handwerker aus vier Berufsgruppen unter sich. 1993 fing er beim Raumausstatter Herrmann an – zu diesem Zeitpunkt war er bereits mit seiner heutigen Frau Heiderose zusammen. Ende 2008 gaben sie den Betrieb an die nächste Generation weiter. Inzwischen arbeitet Reckin halbtags auf dem Spargelhof, bereitet dort Events mit vor.

„50 Prozent meiner Zeit sind für die Politik bestimmt“, sagt er. Seit 2008 ist er Stadtverordnetenvorsteher, er sitzt für die SPD auch im Ortsbeirat. Schon 1990 zog es ihn in die Politik, er gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Kremmener SPD-Ortsvereins. Nach den Wahlen am 18. März 1990 war er Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Stadtrat. 1994 zog er sich zunächst zurück, bevor er 2008 sein Comeback feierte. „Politik macht mir Spaß, man bewegt was“, sagt er. Die Handschrift der städtischen Politik sei in Kremmen gut zu erkennen, findet er, die Entwicklung sei fantastisch. „Nur beim Wohnungsbau haben wir uns zu lange rausgehalten“, so Reckin. Ein Projekt, das er gern noch umsetzen möchte, ist ( das überrascht kaum), dass wieder Leben ins Klubhaus am Markt einzieht.

Alt fühlt er sich mit seinen 60 Jahren nicht. „Vielleicht körperlich ein bisschen, aber im Kopf fühle ich mich jung und klar.“ Er hat vier Kinder aus zwei Ehen, ein fünftes Kind ist mit einem Jahr gestorben. Heiderose, seine dritte Ehefrau, brachte zwei weitere Kinder mit. Auch die acht Enkel sorgen für Trubel.
Heute Nachmittag ist Detlef Reckin aber selbst erst mal der Anlass für Wirbel. Die Party steigt in der Museumsscheune.

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RTelenovela

Alles singt

Dienstag, den 16. Dezember 2014
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Seit fünf Jahren veranstalten wir im Freundeskreis ein Weihnachtsliedersingen – auch in diesem Jahr. Das funktioniert gut, macht allen Spaß – und überhaupt ist das gemeinsame Singen von Liedern eine feine Sache.
Schon im Sommer machte ich den Vorschlag, so was doch auch mal öffentlich zu machen. Am Montagabend war im Kremmener AckerBurger die Premiere – und es war toll!

Der Abend hatte drei Elemente: natürlich das gemeinsame Singen von Weihnachtsliedern. Hinzu kamen zwei Musikacts, und ich hatte ein Buch dabei, um eine Geschichte vorzulesen, die zwar eigentlich für Kindern ist, die aber dennoch so schön ist, dass sie auch für diesen Zweck perfekt war.

Klar, wir wussten nicht, ob es funktioniert. Aber schon beim allerersten Lied sang der ganze Raum mit, und ein Teil davon zu sein, hat großen Spaß gemacht. Alle großen Klassiker durften nicht fehlen, natürlich auch nicht “O du Fröhliche” und “Stille Nacht”.
Es hat durchaus was Erhabenes, wenn Leute zusammenkommen, die sich in der Masse nicht kennen, die aber große Lust haben, tatsächlich gemeinsam zu singen. Und das dann auch machen.
Und weil das alles so schön war, machen wir das im Dezember 2015 bestimmt wieder!

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