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Teufelstal: Die Macht der Gewohnheit

Ich habe gerade gelesen, dass die Autobahnraststätte Teufelstal an der A4 unweit des Hermsdorfer Kreuzes eine Kultraststätte ist. Und das schon seit DDR-Zeiten.
Kult? Eher nicht.
Allerdings bin ich an dieser Raststätte sicherlich schon weit mehr als 20-mal angehalten. Seit 2002 besuche ich mehrmals im Jahr einen Freund in Südwestdeutschland, und die Raststätte Teufelstal liegt kommt nach ziemlich genau zwei Stunden Fahrzeit von zu Hause aus.
Allerdings stelle ich mehr und mehr fest: Doll ist’s nicht.

Vor mir steht eine Gruppe mit fünf Männern, sie kommen vermutlich aus Tschechien. Einer von ihnen kann Englisch und versucht, sich mit den beiden Verkäuferinnen zu verständigen.
Die jedoch scheinen zu denken, dass wenn man lauter Deutsch (Thüringisch) spricht, dass Ausländer das dann besser verstehen. Sprachkenntnisse scheinen an Autobahnraststätten jedenfalls nicht sehr gefragt zu sein.
Dass man sie wohl nicht versteht, scheinen sie zu wissen, denn sie machen sich ein bisschen über die Männer und darüber, dass sie sich nicht entscheiden können, was sie essen möchten, lustig.

Dazu muss man sagen: Ich konnte mich auch nicht entscheiden, was ich essen möchte. Es sah alles gleich schlecht aus. Fettige Würste, fettige Soßen, klumpige Nudeln – und alles zu stolzen Preisen. Nachdem ich mich beim letzten Mal mit Fisch angeschissen hatte, war nun auch die Bratwurst mit Kartoffelsalat ein Reinfall. Die Wurst schmeckte alt, der Kartoffelsalat irgendwie… na ja, nicht gut.
Es ist nur meine Macht der Gewohnheit, die mich in Teufelstal rasten lassen. Obwohl ich mich immer wieder darüber ärgere.

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Ein Kommentar zu “Teufelstal: Die Macht der Gewohnheit”

  1. Christian Neumeier

    Toller Artikel. Raststätten essen ist oftmals nicht ganz köstlich 🙂

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