Tagesarchiv für 11. Dezember 2014

ORA aktuell

Oranienburg will keine Dauerparker in der City

Donnerstag, den 11. Dezember 2014
Tags: ,

Die komplette Oranienburger Innenstadt bekommt ein neues Parkraumbewirtschaftungskonzept. Das beschlossen die Stadtverordneten. Zwischen Bahnhof und Havel soll das Parken bald überall etwas kosten – außer auf dem großen P&R-Parkplatz am Arbeitsamt.
Eine Stunde Parken soll 1 Euro kosten – zunächst für ein Jahr in einer Testphase. Anwohner sollen gegen eine Gebühr Parkausweise bekommen.
Damit will die Stadt vor allem die Dauerparker aus der Citry bekommen. Insbesondere in der Mittelstraße, Schulstraße oder Krebststraße finden Anwohner am Tage kaum noch einen Parkplatz.

Hits: 44

RT liest

Sabine Heinrich: Sehnsucht ist ein Notfall

Donnerstag, den 11. Dezember 2014

Oma und ihre Enkelin Eva hauen ab. Nach Italien, nach Elba. Mitten im Januar.
Eva ist schon lange mit Johannes zusammen, und irgendwie wünscht sie sich ein Kind, aber es passiert nichts in der Hinsicht – stattdessen: Alltagstrott. Doch dann lernt sie Tobias kennen, verliebt sich – und weiß nicht, wie sie sich entscheiden soll.
Ihre Oma will sich nach jahrzehntelanger Ehe von ihrem Mann trennen und ausziehen.
Nun aber erst mal Elba. Zwei auf der Flucht. Unterwegs mit lauter Fragen: Was hält eine Beziehung aus? Welche Kompromisse muss man eingehen? Und was ist wichtiger: Alltag und Sicherheit oder der Wahnsinn der Ungewissheit?

Sabine Heinrich kennt man als Moderatorin vom WDR, nun legt sie einen Roman vor. Der Titel “Sehnsucht ist ein Notfall” klingt zwar nach Rosamunde-Pilcher-Kitsch, ganz so schlimm ist es dann aber doch nicht.
Im Gegenteil, Heinrich schreibt lustig-locker-rührend, und eigentlich ist das eine ganz unterhaltsame Mischung. Eine taffe Oma zieht ihrer leicht verrückten, aber dennoch liebenswerten Enkelin (33) durch die Lande (und irgendwie hatte ich beim Lesen immer Sarah Kuttner vor mir). Sabine Heinrich schreibt so, dass man die Atmosphäre der Szene gut erfühlen kann, hin und wieder gibt es Stellen, bei der sie indirekt gleich einen Soundtrack mitliefert. Nur das Ende – wieso sie das dermaßen offen lässt, ist unklar, schade und fast schon ärgerlich.

Sabine Heinrich: Sehnsucht ist ein Notfall
Kiepenheuer & Witsch, 285 Seiten
7/10

Hits: 160

RTZapper

Kein Pardon: Der Schluss

Donnerstag, den 11. Dezember 2014
Tags: , ,

SA 06.12.2014 | 15.15 Uhr | NDR fernsehen

Schon mehr als 20 Jahre alt, aber immer wieder lustig und gut: Zum 50. Geburtstag von Hape Kerkeling zeigte der NDR am Sonnabendnachmittag mal wieder seinen Film “Kein Pardon”.
Nur eines haut da nicht hin: der Schluss.

In der Schlussszene klingelt es an der Wohnungstür, man sieht vom Flur aus, wie ganze Familie im Flur steht und einen gewissen Hennes begrüßt. Blende und Abspann.
Meine erste VHS-Aufnahme von “Kein Pardon” stammte von RTL, als der Film dort erstmal zu sehen war. Schon damals ließ RTL den Abspann weg, und ich war jahrelang davon überzeugt, dass dadurch eine wichtige Info fehlte: wer denn da vor der Tür steht.
Ich habe mir Jahre später sogar den Film aus der Videothek geholt, nur um den kompletten Abspann sehen zu können. Und um festzustellen: Es gibt keine Info darüber, wer denn da vor der Tür steht. Der Film ist einfach zu Ende.

Lieber Hape, Glückwunsch zum 50.! Aber was bitte sollte dieser Filmschluss? Kann man da 22 Jahre danach nicht noch was machen?

Hits: 95

RTelenovela

Teufelstal: Die Macht der Gewohnheit

Donnerstag, den 11. Dezember 2014
Tags: , ,

Ich habe gerade gelesen, dass die Autobahnraststätte Teufelstal an der A4 unweit des Hermsdorfer Kreuzes eine Kultraststätte ist. Und das schon seit DDR-Zeiten.
Kult? Eher nicht.
Allerdings bin ich an dieser Raststätte sicherlich schon weit mehr als 20-mal angehalten. Seit 2002 besuche ich mehrmals im Jahr einen Freund in Südwestdeutschland, und die Raststätte Teufelstal liegt kommt nach ziemlich genau zwei Stunden Fahrzeit von zu Hause aus.
Allerdings stelle ich mehr und mehr fest: Doll ist’s nicht.

Vor mir steht eine Gruppe mit fünf Männern, sie kommen vermutlich aus Tschechien. Einer von ihnen kann Englisch und versucht, sich mit den beiden Verkäuferinnen zu verständigen.
Die jedoch scheinen zu denken, dass wenn man lauter Deutsch (Thüringisch) spricht, dass Ausländer das dann besser verstehen. Sprachkenntnisse scheinen an Autobahnraststätten jedenfalls nicht sehr gefragt zu sein.
Dass man sie wohl nicht versteht, scheinen sie zu wissen, denn sie machen sich ein bisschen über die Männer und darüber, dass sie sich nicht entscheiden können, was sie essen möchten, lustig.

Dazu muss man sagen: Ich konnte mich auch nicht entscheiden, was ich essen möchte. Es sah alles gleich schlecht aus. Fettige Würste, fettige Soßen, klumpige Nudeln – und alles zu stolzen Preisen. Nachdem ich mich beim letzten Mal mit Fisch angeschissen hatte, war nun auch die Bratwurst mit Kartoffelsalat ein Reinfall. Die Wurst schmeckte alt, der Kartoffelsalat irgendwie… na ja, nicht gut.
Es ist nur meine Macht der Gewohnheit, die mich in Teufelstal rasten lassen. Obwohl ich mich immer wieder darüber ärgere.

Hits: 39