Tagesarchiv für 2. November 2014

RTZapper

Geld oder Liebe

Sonntag, den 2. November 2014
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MI 29.10.2014 | 20.15 Uhr | WDR

Der WDR schenkte den Zuschauern am Mittwochabend wieder mal ein Stück Nostalgie. Vor 25 Jahren fragte Jürgen von der Lippe erstmals “Geld oder Liebe”. Zum Jubiläum durfte er nochmals eine Show moderieren.

“Geld oder Liebe” war nie die größte Sonnabendabendshow des deutschen Fernsehens, aber immer eine sehr sympathische, meist unaufgeregte Unterhaltungssendung. Spiele für Singles, drei Frauen, drei Männer. Alle hatten sie interessante Hobbys, die sie vorstellten, es gab mitunter alberne Spiele, und am Ende war ein Pärchen Sieger.
Leider stimmten 2001 die Quoten nicht mehr, die Sendung ist eingestellt worden.
Der WDR versucht es aber noch mal. Jürgen von der Lippe moderierte allerdings nur die erste der vier Sendungen, die geplant sind. An den drei Mittwochen danach führen drei “Nachwuchsmoderatoren” durch die Show, einer davon ist Lutz van der Horst. Und vielleicht funktioniert’s ja, vielleicht sind die Quoten ja ganz ordentlich, vielleicht ist unter den drei Nachwuchshoffnungen eine(r) dabei, die das Ding übernehmen können.

Die Show vom Mittwoch, die der Altmeister selbst moderierte, zeigte aber auch, dass es schwer wird. “Geld oder Liebe” lebt von Jürgen von der Lippe. Von seiner lässigen Art, von seinem Wortwitz, von seiner ganzen Art. Trotzdem wäre es schön, wenn es im Show-Quizeinerlei mal wieder was anderes gäbe und sich “Geld oder Liebe” an irgendeiner Stelle im Programm wieder etablieren könnte.

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Schokoweihnachtsmänner – schon ganz schön spät dran!

Sonntag, den 2. November 2014
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Am Wochenende bin ich in einem Oranienburger Supermarkt um die Paletten mit den Schokoladenweihnachtsmännern geschlichen. Schließlich ist jetzt November, und so langsam rückt die Vorweihnachtszeit ja nun doch näher.
Aber ich hatte Hemmungen. Immer noch. Mir ist noch nicht nach Advent. Ich muss zwar an dieser Stelle zugeben, schon vor Wochen mal Spekulatius und eine weihnachtliche Marzipanschokolade gekauft und, ja, auch bereits gegessen zu haben, aber Weihnachtsmänner? Viel zu früh!

Allerdings musste ich feststellen, dass ich wohl doch schon spät dran bin. Schließlich steht das Zeug ja auch schon seit Wochen da rum. Die Lila-Hohlkörper sind noch massenahft da. Die Weihnachtsmänner aus Kinder-Schokolade sind aber bereits ausverkauft. Und ich mache mir Sorgen. Gibt es bald Nachschub? Muss ich die anderen Märkte abklappern? Oder muss ich bis August 2015 warten, bis es wieder welche gibt?
Ich jedenfalls war erst mal bockig und habe meinen Weihnachtsmanneinkauf nochmals verschoben. Ich werde aber immer mal wieder um die Palette schleichen.

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RTelenovela

Autobahn zerschneidet Stadt

Sonntag, den 2. November 2014
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Ich kenne Berlin nicht ohne Stadtautobahn. Und das nicht nur, weil ich den Westen ja erst 1989 kennenlernen durfte, sondern weil es diese A100 schon sehr lange gibt.
An der Detmolder Straße zum Beispiel. Ende der 60er-Jahre ist dort der Autobahnabschnitt eröffnet worden. Er schlägelt sich zwischen den Häusern, zwischen den Kiezen entlang. Wenn man auf der A100 unterwegs ist, fällt das nicht auf. Aber wenn man sie verlässt.

Wer von Norden kommend von der A100 auf die Detmolder Straße fährt, landet innerhalb von Sekunden im Kiez. Es sind nur eine Links- und eine Rechtskurve, und man ist im Wohngebiet.
im Hintergrund ist das laute Rauschend es Autobahnverkehrs zu hören. Wer nach rechts in die Koblenzer oder Weimarische Straße einbiegt, landet in einer Sackgasse. Sie endet mit einem Wendehammer und einem Wall – mit der Autobahn. Es ist, als würde die Trasse die Stadt zerteilen.
Vermutlich ist es jedoch schon sehr lange her, dass diese Straßen weitergingen. Denn nicht nur die A100 führt dort vorbei, sondern auch die Bahntrasse der Ringbahn.
Wenn es eine Erfindung gibt, die ich mir wünschen würde, dann ist es eine Zeitmaschine. Dann könnte man sich solche Gegenden und ihre Entwicklung und Veränderung in verschiedenen Epochen ansehen.

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RTZapper

Hey Hey My My – Ein Abend für Peter Radszuhn

Sonntag, den 2. November 2014
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MI 29.10.2014 | 16.05 Uhr | radioeins

Lustig, traurig, oft sehr spannend und trotzdem ganz schön betrübt. Ein Wechselbad der Gefühle. Das Team des rbb-Senders radioeins nahm Abschied von seinem Musikchef Peter Radszuhn. Er starb vor zwei Wochen überraschend mit nur 60 Jahren im Schlaf an einem Herzinfarkt.
Am Mittwoch veranstaltete radioeins einen ganzen Nachmittag, einen ganzen Abend und eine ganze Nacht für diesen Mann, der vermutlich wie kein anderer diesen Radiosender geprägt hat.

Bela B. von den Ärzten erzählte in “Hey Hey My My – Ein Abend für Peter Radszuhn”, was ihn mit dem Verstorbenen verband. 2raumwohnung erinnerten daran, wie Peter Radszuhn die Band ins Programm gehoben hat. Viele weitere Wegbegleiter kamen ins Studio, um zu reden und zu singen, und im Hintergrund applaudierten die Gäste und das Team. Es war wunderbar und doch so traurig.

Denn eines kann man sicher sagen: Peter Radszuhn war ein fantastischer Musikkenner, er hat eines der besten Radioprogramme (wenn nicht gar das beste) Deutschlands geprägt – und mich dazu. Ich höre seit dem Frühjahr 1999 regelmäßig radioeins. Ein Sender, der mir den Musikhorizont erweitert, der mich auch mal mit Neuem, Unbekannten vertraut macht, der auch mal meine Geduld strapaziert, der auch mal was spielt, was ich grauenvoll finde, aber die drei minuten dann doch mir mal anhöre. Und nicht zuletzt natürlich auch einen Sender, der mir immer etwas zu sagen, was Neues zu erzählen hat.
Die Lücke, die Peter Radszuhn hinterlässt, ist riesig.

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