Tagesarchiv für 20. Oktober 2014

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Vereinsleben: “Louise” ist eine Herzensangelegenheit

Montag, den 20. Oktober 2014
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Förderverein des Louise-Henriette-Gymnasiums hat 65 Mitglieder. In diesem Jahr ist er 20 Jahre alt geworden und hofft auf neue Mitstreiter.

MAZ Oranienburg, 20.10.2014

ORANIENBURG
Das Louise-Henriette-Gymnasium in Oranienburg war im September 1994 noch nicht mal offiziell eröffnet und hatte auch noch nicht den heutigen Namen – da gründete sich bereits ein Förderverein. Damals war Monika Schumacher, die zu dieser Zeit ein Kind auf der Schule hatte, die treibende Kraft.

Heute, genau 20 Jahre später, hat der Verein 65 Mitglieder und ist im Schulhaus recht oft präsent. „Wir sind an vielen Stellen der Ansprechpartner für Lehrer und Schüler“, sagt der heutige Vereinsvorsitzende Daniel Langhoff. Der 35-jährige Finanzwirt aus Wensickendorf steht seit etwa fünf Jahren an der Spitze des Vereins. „Man könnte auch sagen: Wir sind der Klebstoff an der Schule“, sagt er und lächelt. So kommt aus dessen Kasse das Geld für so manches Lehrmittel oder spezielle Veranstaltungen. Entsprechende Anträge können Schüler und Lehrer jederzeit stellen. „Bei uns sind die Aufgaben auf viele Schultern verteilt“, so Langhoff. „Wir entlasten die Eltern, die ansonsten noch viel öfter irgendwelche Aktionen organisieren müssten.“ Über den Förderverein werden auch finanzielle Transaktionen geleitet.

Ein- bis zweimal im Jahr treffen sich die Mitglieder zur Vereinssitzung. Dann beraten sie darüber, welche Klassen oder Gruppen für bestimmte Aktionen Geld bekommen. Auch sammeln sie die Vorschläge für den Louise-Henriette-Förderpreis, der jährlich an einen der Abiturienten vergeben wird. Die Vereinsmitglieder stimmen über den Preisträger ab. Christian Heinrich war im Jahre 1997 der erste Preisträger, der bislang letzte war im Juni 2014 Lukas Degenhardt. Auch Gruppen sind mit dem Preis schon geehrt worden.

Die Arbeit im Verein werde jedoch schwieriger. Die Mitglieder müssen ordentlich dafür trommeln, Zuwachs zu bekommen. „Viele Eltern wollen spenden, aber nicht Mitglied im Verein werden“, sagt Gritt Thiemrodt. Die Lehrerin ist die stellvertretende Vorsitzende des Vereins. Auch nur wenige ehemalige Schüler können sich zu einer Mitgliedschaft entscheiden. Was aber nicht heißt, dass der Verein akute finanzielle Probleme hat. Er ist Veranstalter der Frühlings- und Weihnachtskonzerte mit jeweils mehreren Hundert Besuchern.

Daniel Langhoff gehört zu den wenigen ehemaligen Schülern, die im Verein sind. Er machte 1998 am LHG sein Abitur. Dass er die Gruppe leitet, war sowohl ihm als auch seiner Stellvertreterin Gritt Thiemrodt, die ihn einst auch unterrichtet hat, eine Herzensangelegenheit. „Sie hat mich gefragt“, so Langhoff. „Es ist schön, wenn ein Ehemaliger diese Aufgabe übernimmt“, sagt die Lehrerin.

Kontakt: Mehr Infos gibt es unter www.LHG-Oranienburg.de/foerderverein. Die nächste Sitzung ist am 17. November ab 19 Uhr in der Schule.

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RT im Kino

The Riot Club

Montag, den 20. Oktober 2014

Man kann nicht fragen, ob man in den Riot-Club in Oxford aufgenommen wird. Es ist der Riot-Club, der fragt, ob man Mitglied werden möchte. Und Mitglied werden kann man nicht einfach so. Nur Auserwählte können dabei sein. Nur wer zur Elite gehört und aus gutem Hause.
Zum Trimesterbeginn beginnt wieder mal die Wahl. Zwei junge Männer sollen in den Club aufgenommen werden, und die Wahl fällt auf Miles (Max Irons) und Alistair (Sam Claflin).
Beide zögern nicht lange. Sie wollen dabei sein. Alistair sowieso, denn sein Bruder war mal der Vorsitzende des Zirkels.
Die Sitten im Club sind rau. Die jungen Männer leisten sich eine Unverschämtheit nach der anderen, und es scheint völlig normal zu sein. Einmal im Jahr trifft sich die Gruppe zu einem Diner, diesmal in einem abgelegenen Pub. Diese Diner sind berüchtigt, immer mal wieder ist von Hausverboten die Rede. Im Laufe des Abends zeigt sich, warum das so ist. Der Abend endet im Chaos.

“The Riot Club” beginnt als relativ harmlose und bisweilen heitere Teeniekomödie. Doch im Laufe der Geschichte merkt der Zuschauer, dass dunkle Wolken aufziehen. Als das Diner im Pub beginnt, wendet sich dann das Blatt, und der Film wird zu einem packenden Psycho- und Gewaltdrama.
Lone Scherfig schafft innerhalb von etwas mehr als 60 Minuten einen spannenden Genrewechsel. Er erzählt von einer Gruppe Jungs, die denkt, dass man mit geld alles bekommt. Dass man sich mit Geld immer wieder reinwachsen kann, dass das Geld schlicht die Welt regiert. Dabei sind auch diese dekadenten Jungs, wenn es hart auf hart kommt, doch nur ängstliche Schisser.

The Riot Club
GB 2014, Regie: Lone Scherfig
Prokino, 107 Minuten, ab 12
7/10

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