Tagesarchiv für 14. Oktober 2014

RT im Kino

Das radikal Böse

Dienstag, den 14. Oktober 2014
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Sie sind eigentlich ganz normale junge Männer. Eigentlich.
Sie gehören zu den deutschen Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei, die ab 1941 während des Zweiten Weltkriegs zwei Millionen Juden in Osteuropa erschossen.
Warum macht man so was? Warum wird man zu Tötungsmaschinen? Warum lässt man das zu? Warum ist man dabei? Warum macht man mit?

Die Doku “Das radikal Böse” versucht das Thema zu ergründen. Wir sehen inszenierte Szenen, wir sehen junge Männer, wir sehen ihnen in ihr Gesicht. Und wir hören das Grauen. Es sind Gedanken aus Briefen und Tagebuchaufzeichnungen, außerdem Auszüge aus Gerichtsprotokollen. Zwischendurch gibt es historische Aufnahmen und Interviews.
Eigentlich ein Thema, das sehr spannend und niederschmetternd zugleich ist. Das Ganze so künstlich und künstlerisch aufzubereiten, funktioniert aber nur bedingt. Die edlen, oft sehr sauberen Bilder sollen den Gegensatz ausdrücken, sie sollen das Gefühl verstärken. Leider funktioniert das nicht wirklich. Die Bilder lassen einen kalt, man möchte eigentlich nur die Augen schließen und zuhören.

Das radikal Böse
Österreich 2013, Regie: Stefan Ruzowitzky
W-Film, 92 Minuten, ab 12
5/10

Hits: 79

RTelenovela

Geradeaus oder links? Ach, probieren Sie’s selbst!

Dienstag, den 14. Oktober 2014
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Der Baustellen- und Schilderirrsinn in der Gegend zwischen Schwante und Kremmen geht weiter. Offenbar sieht inzwischen auch der Landesbetrieb Straßenwesen nicht mehr durch.
Auf der Strecke Zwischen Schwante und Groß-Ziethen weist ein Schild darauf hin, dass man rechts in eine Sackgasse abbiege, ab Amalienfelde alles dicht sei und der Weg nach Nauen geradeaus weiterführe.
Ein Schild weiter wird der Autofahrer darauf hingewiesen, dass man geradeaus in eine Sackgasse fährt, in Staffelde Schluss sei und der Weg nach Nauen doch eher linksherum führt.
Vermutlich ist es ein Test für Autofahrer, welchem Hinweis sie mehr vertrauen.
Oder hat irgendwer noch einen Plan?

Hits: 105

ORA aktuell

Oranienburger Polizei entdeckt Cannabiszucht

Dienstag, den 14. Oktober 2014

Die Oranienburger Polizei hat am Freitag in einem Mehrfamilienhaus in der Bernauer Straße in der Neustadt eine Cannabiszucht ausgehoben. Etwa 75 Pflanzen und technisches Zubehör sind in der Wohnung eines 33-Jährigen sichergestellt worden.
Entdeckt ist die Zucht nur zufällig – durch einen Wassereinbruch aus einer der überliegenden Wohnungen.

Hits: 89

RT im Kino

Männerhort

Dienstag, den 14. Oktober 2014

Arme Männer. Überall gehen ihnen die Frauen auf den Sack. Da ist es doch ganz klar, dass sie einen Rückzugsort brauchen: einen Männerhort. Eroll (Elyas M’Barek), Lars (Christoph Maria Herbst) und Helmut (Detlev Buck) treffen sich regelmäßig, um Fußball zu gucken, dumm rumzuquatschen, abzulästern und, ja, um einfach mal nur Männer zu sein.

“Männerhort” ist ein erstaunlich dämlicher Film. Dämlich allerdings im Sinne von doof. Die Witze sind extrem billig, die Zoten sind selten einen Schmunzler wert. Was die drei hochkarätigen Schauspieler geritten hat, diesen langweiligen Stuss zu spielen, wissen wahrscheinlich nur sie.
Da gibt es zum Beispiel die Szene, in der lars beim Pizzabäcker vulgär über dessen Frau spricht, woraufhin der Pizzamann Lars’ Pizza in Alkohol tränkt. Lars ist sich trotzdem nicht zu schade, diese und die anderen beiden Pizzen für die Freunde in den Männerhort mitzubringen. Ein Gag, der wegen seiner Doofheit nicht funktioniert. Andere Stellen wirken schlicht langweilig inszeniert.
Elyas M’Barek sagt seinen Text an einigen Stellen wie im Laientheater auf – wer schon einige Filme mit ihm gesehen hat, wird erstaunt sein. Von Detlev Buck sind wir ebenfalls Besseres gewöhnt, Christoph Maria Herbst macht das Beste draus, kann den Film aber auch nicht retten. Ohne seine drei Hauptdarsteller wäre der Film allerdings ein völliger Ausfall.

Männerhort
D 2013, Regie: Franziska Meyer Price
Constantin, 98 Minuten, ab 12
4/10

Hits: 193

RTelenovela

Welcher Beruf darfs denn sein?

Dienstag, den 14. Oktober 2014
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Nach dem Schulabschluss steht für viele junge Leute eine Frage im Raum: Was werde ich denn bloß? Im Idealfall weiß man das natürlich früher, und vor allem hat man sich schon vorher darum gekümmert, wie es weitergeht.
Das Problem war jedoch oft, dass die Ausbildungsplätze im Wunschberuf schon alle belegt waren.
Heute ist das in vielen Branchen ganz anders. Zum Beispiel die Gastronomie.

Wer heutzutage Koch werden möchte, der hat sehr gute Chancen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Denn die Gastronomie sucht händeringend nach Leuten. Das Image ist allerdings nicht doll. Viele Jugendliche schrecken die nicht immer schönen Arbeitszeiten ab. Und die oftmals miese Bezahlung, die ja durch den Mindestlohn inzwischen besser geworden ist.

In der Kremmener Goethe-Oberschule fand am Montagvormittag ein Kochwettbewerb statt. Dort waren nicht nur Schüler, die gekocht haben, was der Warenkorb hergab. Sie sind von Gastronomen beobachtet worden.
Wer ein Praktikum haben will, hat gute Chancen, eines zu bekommen. Wer einen Ausbildungsplatz haben möchte, ebenfalls.
Zumindest in dieser Branche hat sich das Bild gewendet. Heute haben die Arbeitgeber in dieser Branche Angst, nicht alle Stellen besetzen zu können. Und die jungen Leute sind ganz keck: Koch werden? Weiß ich noch nicht.
Die meisten von ihnen erzählten, dass sie zwar Soaß am Kochen haben, aber sich auch andere Jobs vorstellen könnten.
So sind es fast schon die Arbeitgeber die nun verstärkt für sich werben müssen. Für die Jugendlichen eine komfortable Situation.

Hits: 78