Tagesarchiv für 2. Oktober 2014

RT im Kino

Sieben verdammt lange Tage

Donnerstag, den 2. Oktober 2014

Vater ist tot. Vier Geschwister kommen in ihr Elternhaus zurück. Der letzte Wille des Vaters: eine siebentägige Schiv’a, also eine traditionelle jüdische Totenwache. Für Penny (Rose Byrne), Judd (Jason Bateman) und die anderen beiden Brüder heißt das: eine Woche gemeinsam verbringen.
Gar nicht so einfach. Was soll man sich eine Woche lang sagen? Dabei hat jeder von ihnen so seine Probleme. Aber drüber reden? Macht man ja eher ungern.
Judd hat sich gerade von seiner Frau getrennt – er hat sie mit seinem Chef im Bett erwischt. Aber jemandem erzählt hat er noch nicht.
Der eine will einfach nicht erwachsen werden, der andere versucht mit seiner Frau krampfhaft ein Kind zu zeugen.
Mutter Hilary (Jane Fonda) versucht sie alle, unter einen Hut zu bekommen. Ein echter Krampfakt.

Es sind “Sieben verdammt lange Tage”, von denen Regisseur Shawn Levy da erzählt. Zum Glück macht er das aber nicht auf verbitterte, traurige Art. Er findet eine wunderbare Balance zwischen Humor und Tragik, zwischen Lachen und Weinen.
Wir sehen eine Familie, deren Mitglieder sich vordergründig nicht (mehr) viel zu sagen haben, die aber innerhalb der sieben Tage ganz automatisch irgendwie wieder zusammenwachsen. Ganz wunderbar – und mit (künstlichen?) Mördertitten – Jane Fonda als liebevolle Mutter, die auch ein ganz neues Leben anfängt.

Sieben verdammt lange Tage
USA 2014, Regie: Shawn Levy
Warner, 103 Minuten, ab 12
7/10

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ORA aktuell

Fördergeld für Oranienburger Zentrum der Lebenshilfe

Donnerstag, den 2. Oktober 2014

Das Gebäude in der Lehnitzstraße 30 in Oranienburg ist nicht mehr lange eine Ruine. Bis Ende 2015 soll das Haus um- und ausgebaut werden.
Gekauft hat es der Verein der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung, um dort das Zentrum zu bauen. Es entstehen Wohnungen für ambulantes, betreutes Wohnen und Büros.
Stadt, Land und Bund geben gemeinsam 240.000 Euro Fördergeld, insgesamt werden 1,7 Millionen Euro investiert.

Das Haus ist 1890 gebaut worden – als “Hotel zur Kurfürstin”. Nach 1990 war dort das Katasteramt beheimatet. Seit einigen Jahren steht es leer, die Fenster sind mit Brettern vernagelt.

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