Tagesarchiv für 27. September 2014

ORA aktuell

Oranienburger Ehrenamtspreis für Netzwerk Courage

Samstag, den 27. September 2014
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Das “Netzwerk Courage” hat den Ehrenamtspreis der Stadt Oranienburg bekommen. Zu der Gruppe gehören 25 Jugendliche von vier Schulen in Oberhavel. Zu den Gründungsmitgliedern zählen die Runge-Gymnasiasten Pauline Reinicke (17) und Justus Henze (18). Sie alle engagieren sich gegen Rassismus und für Toleranz. So organisierten sie im Juni 2014 einen großen Bandwettbewerb vor dem Schloss.

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RTZapper

Vier sind das Volk

Samstag, den 27. September 2014
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FR 26.09.2014 | 23.05 Uhr | ZDF

Eines muss man dem ZDF ja lassen: Die sind stur.
Mit der “heute show” hat das Zweite jeden Freitagabend eine hohe Zuschauerzahl und vor allem viel mehr junge Zuschauer als sonst. Eigentlich könnte man meinen, dass das ZDF an diesen Erfolg gern anknüpfen möchte.
Stattdessen läuft “aspekte”. Wenn das Kulturmagazin direkt nach der Satireshow beginnt, flüchten mehr als zwei Drittel der Zuschauer. Und dann wundert man sich beim ZDF, dass danach, gegen 23.50 Uhr laufende, durchaus innovative und jugendaffine Serien, reihenweise floppen.

Aber beim ZDF denkt man nicht daran, einen anderen Sendeplatz für “aspekte” zu finden. Was natürlich zum einen daran liegt, dass für “aspekte” selbst der Sendeplatz nach der quotenstarken “heute show” gar nicht so schlecht ist. An einem anderen Wochentag nach 23 Uhr wäre es vermutlich schwieriger, eine Million Zuschauer zu erreichen.

Diesmal aber lief nach der “heute show” eine weitere Comedy: “Vier sind das Volk”. Das ZDF versucht es dann doch mal mit einem einigermaßen passenden Nachfolgeprogramm. Relativ betulich zwar und viel weniger witzig als es eigentlich sein könnte, aber immerhin der Versuch, ein weiteres Humorangebot zu etablieren. Und damit so wenig Zuschauer wie möglich wegschalteten, machte es das ZDF ganz clever.
Wenn Oliver Welke in der “heute show” nicht “Tschüss” gesagt hätte, dann wäre der Sendungswechsel kaum aufgefallen. Der Abspann fiel weitgehend weg, der Applaus lief mehr oder weniger durch – und schwupp lief bereits die nachfolgende Show. Wer zwischendurch weggenickt war, dürfte sich gewundert haben.
Mal sehen, ob’s der Quote geholfen hat oder ob trotzdem der “aspekte”-Fluchtreflex eingesetzt hat.

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RT im Kino

Who am I – Kein System ist sicher

Samstag, den 27. September 2014

Niemand ist sicher. Du hast schon mal eine E-Mail von einem Freund mit einem totaaaal süßen Katzenvideo bekommen? Könnte eine Falle gewesen sein. Damit könnte sich jemand Fremdes in dein System eingehackt haben. Könnte. Aber man weiß es nicht.
Baran bo Odars Film “Who am I – Kein System ist sicher” erzählt von einer Welt, die vielen von uns fremd und auch ein wenig unheimlich ist: von Hackern, die sich in die Datennetze von Banken einklinken, von Nachrichtendiensten, der Polizei.

Benjamin (Tom Schilling) führt ein Schattendasein. Niemand beachtet ihn. Das war früher so und heute auch. Das ändert sich, als er max (Elyas M’Barek) kennenlernt. Mit seinen Freunden betreibt er eine Hackergruppe, die sich eher scherzhafte Streiche ausdenken. Aber aus Spaß wird Ernst. Und zwar, als Europol auf die Gruppe “Clay” aufmerksam wird.

Ein Stück Cyberkriminailtät, das sehr spannende Momente hat. Die Geschichte wird in Rückblicken erzählt. Das führt dazu, dass man immer mal wieder denkt, dass es ja eigentlich gar nicht so spannend ist, was man da sieht. Schließlich wisse man ja, wie es ausgeht. Denkste! Das Drehbuch hat durchaus raffinierte Kniffe, die am Ende für aufregende Wendungen sorgt.
Das Ganze ist flott umgesetzt, mit Musik von Boys Noize, die für ordentlich Wumms in den Bässen sorgt. Hinzu kommt ein toller Cast. Tom Schilling spielt den cleveren und zerbrechlichen jungen Mann ganz hervorragend, an seiner Seite sind neben M’Barek auch Wotan Wilke Möhring, Antoine Monot Jr. und Hannah Herzsprung.
Modernes, gut gemachtes Kino aus und in Deutschland.

Who am I – Kein System ist sicher
D 2014, Regie: Baran bo Odar
Sony, 106 Minuten, ab 12
8/10

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RTelenovela

Das Klo ist sauber – vermutlich

Samstag, den 27. September 2014
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Auf Autobahn- und Bahnhofsklos oder in den Toiletten der Schnellrestaurants hängen sie fast immer: die Zettel, auf denen jede Stunde jemand unterschreiben muss, dass die Klos alle blitzsauber sind.
Nun könnte man meinen, dass da auch mal jemand nachschaut, bevor er unterschreibt.
Äääähmmnein.

Neulich im Sanitärbereich eines Imbissladens in Sachsenhausen. Während ich am Waschbecken stehe, kommt eine Frau in den Raum, sagt “Hallo!” und macht ihren Krakel auf die Unterschriftenliste. Auf dem Papier steht, dass mit der Unterschrift bezeugt werde, dass alles sauber sei.
Das konnte die nette Dame auf einem Streifzug durch den Vorraum aber unmöglich sehen. Wer weiß, wie oft die Klos wirklich überprüft werden und wie viele der Unterschriften pro Tag im Grunde genommen eine Lüge sind.

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