Tagesarchiv für 16. August 2014

aRTikel

„Einmal zur Fashion Week, das wäre ein Traum“

Samstag, den 16. August 2014
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Marc Meißner (15) entwirft und näht Kleider und Taschen. Bald kommt die erste Kollektion.

MAZ Oranienburg, 16.8.2014

KREMMEN
Alles fing mit dem Zeichenblock einer Freundin an. „Da waren so Figuren drin, denen man verschiedene Klamotten ranmalen konnte“, erzählt Marc Meißner. Für den 15-Jährigen aus Kremmen begann auf diese Weise ein neues Hobby. Irgendwann reichte es ihm nicht mehr, nur zu zeichnen. „Ich wollte das dann auch mal richtig ausprobieren.“ Er lieh sich eine alte Nähmaschine und legte los.
„Das war totales Neuland für mich“, erzählt Marc. Als erstes nähte er eine kleine Tasche aus Jeansstoff. „Da waren dann so kleine Glitzersteine drauf, damit es nicht so langweilig wirkt.“ Beim Raumausstatter nebenan holte er sich dann immer wieder Stoffreste, um damit zu arbeiten. Zum Geburtstag wünschte er sich später eine eigene Nähmaschine – und bekam sie auch.

Stolz zeigt der junge Mann die beiden Kleider, die er bereits hergestellt hat. „Na ja, man muss schon sagen, die Nähte sind noch schief und krumm, aber für den Anfang ist das schon ganz okay“, sagt er und schmunzelt. Er steht ja immer noch ganz am Anfang. „Stolz ist man aber schon, wenn so ein Kleid dann fertig ist.“
Eines der Stücke ist ein Hosenträgerkleid. „Im unteren Bereich sind das alte Bettlaken“, erklärt er. Das andere besteht oben herum aus Goldstoff. Ganz allgemein überlegt er momentan, in welche Richtung sich seine von ihm entworfene Mode mal entwickeln soll. „Eher feminin oder lieber Streetstyle.“ Letzteres ginge in die rockigere, jugendlichere Richtung, wie er sagt. „Aber ich denke, es geht eher in die andere Richtung. Das ist spannender, aber auch schlichter“, sagt Marc Meißner. Seine Freundin hatte beide Kleider schon mal an. „Wir haben ein kleines Fotoshooting gemacht.“

Ob er aus seinem Hobby mal einen Beruf macht, lässt er sich offen. Er hat auch noch Zeit. Nach den Ferien besucht er die 10. Klasse des Veltener Hedwig-Bollhagen-Gymnasiums. „Ich könnte mir danach eine Ausbildung zum Schneider vorstellen.“ Vielleicht verhilft ihm der Zufall aber auch zu mehr.
So hat er beispielsweise noch nie eine Modenschau besucht. „Einmal zur Fashion Week, das wäre ein Traum“, sagt er und grinst. Im Herbst steht eine Reise nach Paris auf dem Plan. „Das ist ja immerhin eine der Modehauptstädte.“ New York wäre auch mal ein Ziel. London dagegen kennt er schon. „Auf der Oxford Street gibt’s ja echt viel zu sehen. Wir waren auch bei ,Victoria’s Secret’, das ist Wahnsinn, was man da so an verrückten Sachen sieht.
Jetzt aber arbeitet er erst mal an der ersten eigenen Kollektion. „Vielleicht gibt’s im Freundeskreis auch die erste Modenschau.“

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RTelenovela

Vorsicht, Polizeistreife!

Samstag, den 16. August 2014
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Kennt ihr das auch? Ihr seid abends oder nachts mit dem Auto unterwegs, und plötzlich taucht eine Polizeistreife hinter euch auf. Da rutscht einem doch ganz kurz das Herz in die Hose.
Neulich erst wieder. Ich fahre kurz vor Mitternacht durch den Kreisverkehr auf der Berliner Straße in Oranienburg-Süd. Da rauscht von rechts ein Polizeiauto heran. Und sofort rattert es im Kopf: Habe ich meine Papiere dabei? Wo ist denn das Warndreieck? Und, Mist, mein Kofferraum ist alles andere als aufgeräumt und absolut nicht vorzeigbar.

Aber dann, ich fahre in die Saarlandstraße, die Polizei in Richtung Zentrum. Ich atme auf. Und dann fällt mir ein: Was hätte ich denn zu befürchten? Ich habe Cola getrunken statt Bier. Ich war nicht schneller als erlaubt. Ich habe natürlich alle Papiere mit. Und mein Kofferraum… also, der ist allerdings immer noch… na ja, reden wir nicht weiter darüber. Und am Ende erinnere ich mich, dass ich ja schon mal nachts kontrolliert worden bin, und das war eine ganz nette Begegnung. Die Dame und ich habe uns über den Kinofilm unterhalten, den ich davor gesehen hatte. War doch alles ganz easy.

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RTZapper

Hitlisten des Westens: Die beliebtesten Museen in Nordrhein-Westfalen

Samstag, den 16. August 2014
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MI 13.08.2014 | 21.00 Uhr | WDR

Breaking News! Der WDR hat eine Rankingshow ausgestrahlt – und sie war nicht manipuliert. Man beachte: Nicht! Manipuliert!
In den vergangenen Wochen mussten ZDF, WDR, NDR, hr und rbb (jemanden vergessen?) eingestehen, dass sie in ihren Rankingsendungen die Umfrage-Ergebnisse so manipuliert haben, dass es ihnen in den Kram gepasst hat.

Da haben die Redaktionen die Reihenfolge geändert, weil sie lieber mit Pferdebildern in die Sendung einsteigen wollten. Obwohl die Pferde bei den Zuschauern gar nicht letzter waren. Aber ist doch wurscht. Da wurden Platzierte rausgeschmissen, weil der Sender leider keine passenden Bilder hatte (auch auch leider unfähig, da mal schnell ein Kamerateam hinzuschicken). Da sind die Ergebnisse verfälscht worden, weil den Promigästen im Studio geschmeichelt werden sollte. Oder weil es langweilig war. Oder weil es den Redakteuren sonst irgendwie nicht in den Kram gepasst hat.

Nun sind Rankingshows nicht der Nabel der Fernsehwelt. Aber wozu werden solche Onlineumfragen gestartet, wenn es am Ende trotzdem völlig egal ist, wie das dann gesendet wird?

An den Manipulationen ist nicht nur wunderbar zu sehen, wie wurscht den Sendern ihre Zuschauer in Wirklichkeit sind. Und dass diese Rankingshow nichts anderes sind als extrem billiges Programmfüllmaterial.
Dabei ist aber noch etwas anderes rausgekommen. Den Zuschauern sind diese Rankings auch wurscht. Am Mittwoch strahlte der WDR “Die beliebtesten Museen in Nordrhein-Westfalen” aus. Und weil jetzt alles so transparent ist, veröffentlichte der Sender auch die genauen Zahlen. Die zeigten: Die Museen waren ein Kracherthema, das beim WDR-Publikum so super ankam, dass der Sieger, das Haus der Geschichte in Bonn, unfassbare 126 Klicks hatte. Platz 15 verödete mit gerade mal 10 (!) Klicks. Andere Rankings hatten noch verheerendere Klickzahlen. Soll heißen: noch weniger.

Die Sender ziehen die Konsequenz daraus: Nein, die Rankings werden natürlich nicht abgeschafft. Aber das Onlinevoting. Wenn sowieso keiner mitmacht, dann entscheidet eben die Redaktion oder es muss eine repräsentative Umfrage her, wo man dann den Leuten am Telefon auf den Geist gehen will.

PS: Der rbb hat demnächst auch ein Ranking-Leckerbissen: Die beliebtesten Retro-Wohnschätze. Das ist ja echt… gähn.

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