Tagesarchiv für 12. August 2014

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Immer wieder sonntags: Stefan Mross, der Curryking

Dienstag, den 12. August 2014
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SO 10.08.2014 | 10.00 Uhr | Das Erste

Immer nur das öde Volksmusiktralala ist sogar Stefan Mross zu öde. Deshalb stellt er sich jeden Sonntagvormittag in seiner SWR-Show “Immer wieder sonntags” einer Mutprobe. Da zeigt er dann, was für ein doller Hecht er doch ist. Leider geht das aber manchmal nach hinten los.

Vor Mross standen zehn Currywürste, eine schärfer als die andere. Er sollte fünf davon kosten und ließ sich nicht lumpen. Aber relativ schnell hat er gemerkt: Irgendwas stimmt da nicht.
Natürlich ist er von seinen Gästen und von seinem Publikum angefeuert worden, noch mehr wegzuspachteln. Und immer noch schärfere Soßen. Schließlich wollte das Volk Mross leiden sehen. Und wenn, dann richtig.

Mross konnte gerade noch so, den nächsten Musikact ansagen, und ist dann an diesem Sonntagvormittag nicht mehr gesehen worden. Guido Cantz, der zu Gast war, übernahm das Ende der Show.
Eigentlich erstaunlich, wie fahrlässig eine Redaktion mit ihrem ersten Mann umgeht, dass sie ihn Zeug futtern lässt, das ihn womöglich aus den Latschen kippen lässt. Aber immerhin fand die Aktion nicht gleich am Anfang der Show statt. Sonst hätte die ganze Sause womöglich abgebrochen werden müssen. Und das wäre doch schön schade gewesen.

(Zwei inhaltliche Fehler im Ursprungstext korrigiert.)

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ORA aktuell

Oranienburger Schlossparknacht: Rekord mit 7700 Besuchern

Dienstag, den 12. August 2014

7700 Besucher kamen am Sonnabend zur Oranienburger Schlossparknacht 2014. Das ist ein neuer Rekord, wie der Veranstalter mitteilte. Im vergangenen Jahr kamen 7500 Menschen zum Fest.
Im Gegensatz zum vergangenen Jahr funktionierte diesmal auch das Cateringkonzept. Höhepunkt war wie immer das Feuerwerk kurz vor Mitternacht.

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RT liest

Nils Mohl: Stadtrandritter

Dienstag, den 12. August 2014

Es ist Herbst in einer Hamburger Hochhaussiedlung. Junge trifft Mädchen, aber es ist alles nicht so einfach. Er hat noch eine andere Beziehung zu laufen, und ob die wirklich zu Ende ist, weiß er nicht so genau.
Sie lernen sich um im Umfeld einer jungen Gemeinde kennen, die gemeinsamen Aktivitäten scheinen sie zusammenzuschweißen, aber dann gibt es noch den Freund, der immer wieder Mist baut und einen Keil zwischen die beiden treibt.

Wenn man Nils Mohls “Stadtrandritter” liest, könnte man denken, man befindet sich in einem Film. Die Szenen sind zeitlich nicht geordnet, aber der Leser erfährt immer wieder,wo wir uns nun zeitlich befinden. Die Handlung wird immer wieder von Interviewsequenzen, in den die “Hauptdarsteller” über ihre Figuren sprechen (wie in einem Making of) oder Bonusmaterial in Form eine weiteren, manchmal erhellenden Szene nachgeliefert wird.
Die Sprache, das Unaufgeregte trotz aller Aufregungen, das zieht den Leser schnell in den Bann. Mohl schafft eine sehr dichte Atmosphäre, die Szenen laufen quasi vor dem geistigen Auge ab. Durch die zeitlichen Sprünge entsteht eine zusätzliche Spannung – leider bis auf den Schluss. Nach diesem einfach wunderbaren Buch ist der Schluss seltsam enttäuschend, weil die Story relativ lahm auspendelt. Schade!

Nils Mohl: Stadtrandritter
ro ro ro, 687 Seiten
9/10

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