Tagesarchiv für 3. August 2014

ORA aktuell

Neue Fußgängerampel an der Berliner Straße

Sonntag, den 3. August 2014
Tags:

In der Berliner Straße in Oranienburg-Süd gibt es eine neue Fußgängerampel. Sie ist am Freitag in Höhe der Behinderteneinrichtung Sankt Johannesberg in Betrieb genommen worden. Die Bewohner können nun besser die Straße zur Bushaltestelle überqueren.

An der Jenaer Straße soll 2016 eine weitere Ampel in Betrieb genommen werden – wenn die Comenius-Grundschule dort eröffnet wird. Auch die Ampel am Südcenter ist erneuert worden.
Alle drei Anlagen haben ein gemeinsames Steuergerät, um den Verkehr flüssig zu halten.

Hits: 31

RTZapper

aspekte: Bürgerwehren

Sonntag, den 3. August 2014
Tags: , , ,

FR 01.08.2014 | 23.15 Uhr | ZDF

Die jungen ZDF-Moderatoren Katty Salié und Jo Schück sind entsetzt, ja, vielleicht sogar angewidert. Mit Bürgerwehren können sie nichts anfangen, schließlich bestehen diese Bürgerwehren ja nur aus fiesen Schlägern, die nur ein Ziel haben: Fremde aus ihren Wohnvierteln zu verscheuchen.
Leider wissen die beiden allerdings nicht, wovon sie sprechen.

Im Kulturmagazin “aspekte” verteilte das ZDF am Freitagabend ordentlich Gesellschaftskritik. Bürgerwehren. Ganz schlimme Sache. Alles schlimme Leute, die das machen. Der absolute Tiefpunkt: In Kremmen haben Mitglieder einer Bürgerwehr polnische Erntehelfer verprügelt. Von Spargelhof-Chef Malte Voigts lässt sich das Fernsehteam zeigen, was passiert ist. Empörend.

Aber leider auch ganz besonders schlecht recherchiert. Auf der Suche nach bösen Bürgerwehren hat sich das ZDF vergaloppiert, denn der Zwischenfall in Kremmen war ohne Zweifel verabscheuungswürdig, er hatte nur leider absolut nichts mit Bürgerwehren zu tun. In Kremmen waren es drei Männer, die drei Polen für Einbrecher hielten und Rache wollten. Eine vermutlich rechtsradikale Tat, auf jeden Fall menschenunwürdig. Der Prozess steht noch aus.

Jo Schück und Katty Salié erwähnten in der Abmoderation des Beitrages, dass die Polizei in Brandenburg solche Bürgerwehren unterstützt – und dass das dort unter dem Namen “Sicherheitspartner” läuft. Scheiße finden die beiden das trotzdem, und sicher fühlen würden sie sich nicht, wenn da irgendwelche Schläger auf sie aufpassen würden.

Dumm und dreist ist das vom ZDF. Sicherlich gibt es viele negative Beispiele für Bürgerwehren, in denen dumpfe Prolls das Sagen haben wollen. Das ZDF schickte extra ein Team nach Kremmen, um über irgendwelche Schläger zu berichten, die aber zu keiner Bürgerwehr angehörten. Mit Absicht? Möchte man sich die Wahrheit hinbiegen, so dass es ins Schema passt?
Aber ins nur wenige Kilometer entfernte Bärenklau wollten sie wohl nicht – dort gibt es eine funktionierende Sicherheitspartnerschaft – und dort sind es keine Schläger oder Prolls, die dort umherlaufen. Es sind die Nachbarn, die Dorfbewohner.
Aber das war dem sensationsgeifernden “aspekte”-Team vermutlich zu langweilig.

Irgendwie schade, dass auch das ZDF auf einer Boulevardwelle reitet, dass nicht mal mehr “aspekte” seriös über Themen berichtet. Dass Jungmoderatoren da Angst bekommen, ist klar. Bei sauber recherchierten Berichten müssten auch Jo Schück und Katty Salié keine Angst mehr haben…

Hits: 40

ORA aktuell

Oranienburger Sportbootfahrschüler entdecken Toten im Schilf

Sonntag, den 3. August 2014

Sportbootfahrschüler entdeckten am Freitagnachmittag in Oranienburg eine Wasserleiche im Schilf. Die männliche Person lag nahe der Saarstraße am Wasserdreieck von Oder-Havel-Kanal und Oranienburger Havel. Wie die Polizei mitteilte, muss die Leiche dort schon länger gelegen haben. Die Identität ist noch unklar, der Mann hatte keine Papiere dabei.

Hits: 36

RTelenovela

Bahnbekanntschaften (80): Hit the Road, Jack! Aber flott!

Sonntag, den 3. August 2014
Tags: , ,

(79) -> 5.5.2014

Es ist ein besonders stickiger Freitagmittag in der Berliner U2. Die Leute harren auf den Sitzen aus, sie bewegen sich kaum, weil der Schweiß läuft. Es ist ziemlich ruhig im Waggon.
Bis am Bahnhof Stadtmitte plötzlich Musiker reingelaufen kommen. Und mit der Ruhe ist es vorbei. Sie haben eine große Box dabei, wo gewissermaßen das Playback läuft. Dazu kommt eine kleine Trompete und mehrere Sänger. Es erklingt: “Hit the road Jack mono mono mono” – und das verdammt laut.

Man kann nicht gerade sagen, dass sich die Menschen über das LAUTE Ständchen freuen, dieser Jack kommt gerade nicht im richtigen Augenblick.
Ich bin kurz davor, mir die Ohren zuzuhalten, und das Paar mir gegenüber sieht so aus, dass sie ähnliche Gedanken haben.
Die Musiker spielen gerade mal 20 Sekunden, als eine von ihnen schon mit dem Hut rumgeht. Musik, aber flott! Ihre Ausbeute ist eher klein, zumindest in unserem Waggon gibt niemand etwas.
Am Hausvogteiplatz brechen sie das “Hit the road Jack mono mono mono”-Getöse abrupt ab und laufen auf den Bahnsteig und in den nächsten Waggon. Und wir hatten wieder Ruhe und waren mit der Hitze allein.

Hits: 26

RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Wo sich die Welt ein Bild macht

Sonntag, den 3. August 2014
Tags: , ,

FR 01.08.2014 | Berlin, Springer-Hochhaus

Wer Axel Springer besuchen möchte, der muss sich erst mal durchleuchten lassen. Vermutlich hat Axel Springer öfter mal Besuch, der ihm unangenehm ist, da hat er wahrscheinlich schon schlechte Erfahrungen gemacht. Jeder Besucher muss seinen Ausweis zeigen, die Daten werden gespeichert und sicherlich auch überprüft. Die Taschen werden durchleuchtet, und jeder muss durch den Metalldetektor. Wie auf dem Flughafen.
Und grundsätzlich kommt da sicher auch nicht jeder rein, der mal vorbeischauen möchte. Ich war mit einem der Mitarbeiter dort verabredet.

In der ehemaligen Ullstein-Halle in Berlin ist der große Newsroom der “Bild”, der “Welt” und der Schwesterprodukte beheimatet. Auch die Apps und Internetseiten entstehen dort. Ein riesiger Raum, in dem viele Leute arbeiten. Und es ist trotzdem erstaunlich ruhig dort. Allerdings hat man auch an jeder Stelle des Raumes den Hang, nur zu flüstern.
Da gibt es die Ecke, wo die Layouter arbeiten, da hinten sind die Internetnerds. es gibt sogar eine kleine Bühne, wo auch schon mal Gäste interviewt werden oder auf der N24 mal was filmt.
Es war ein sehr ruhiger Freitagmittag, die Nachrichtenlage war zu diesem Zeitpunkt relativ ruhig (was man in diesen Zeiten so ruhig nennen kann), deshalb herrscht auch keine Hektik.

Am Rand steht ein Zeitungsständer mit lauter Zeitungen – die allerdings immer seltener zum Hause gehören. Die “Berliner Morgenpost” wird dort sicher bald nicht mehr in Stapeln da rumliegen. Auch nicht das “Hamburger Abendblatt” oder die “Hörzu”. Hat Springer allesamt verkauft.

In den 19. Stock führen nicht nur Fahrstühle, sondern auch ein Paternoster. Das sind die Dinger, in die man fahrenderweise zusteigen muss. Wie in alten Filmen. Aus, ähm, rechtlichen Gründen kann ich an dieser Stelle allerdings nichts weiter dazu sagen…
Im 19. Stock jedenfalls gibt es einen Journalistenclub, wo sich Schreiber, Herausgeber und sicherlich viele andere wichtige Leute treffen. Da kommt man natürlich nicht so einfach rein. Aber: Der Ausblick auf Berlin ist grandios.

Hits: 33