Monatsarchiv für Juli 2014

RTelenovela

Rügen 2014 (5): L29 – schlimmer geht immer

Samstag, den 26. Juli 2014
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(4) -> 30.4.2014

Gleich hinterm Ortsschild kommt die Überraschung. Die Landesstraße verwandelt sich in eine historische Meile. Das schmale Kopfsteinpflaster führt durch ein kleines Waldstück, den Berg runter, an einer kleinen Kirche vorbei.
Die Autos fahren sehr langsam, und Gegenverkehr könnte, wenn er breiter ist, zum Problem werden. Platz zum Ausweichen gibt es nicht, und das Kopfsteinpflaster ist nicht mehr das Beste.

In den Orten meiner Region rund um Oranienburg wird über die schlechten Landesstraßen gesprochen. Da gibt es in Vehlefanz Schlaglöcher, die immer wieder gestopft werden müssen. In Groß-Ziethen tun sich Krater neben der Fahrbahn auf, wer da aus Versehen reinfährt, kommt unter unter Umständen nicht mehr raus.
Aber dann gibt es die L29 in Vilmnitz, einem Ortsteil von Putbus auf Rügen. Das Pflaster macht einen musealen Eindruck, es muss noch aus der Kaiserzeit stammen, dort könnte man historische Filme drehen. Für Nebenanlagen ist kein Platz, und der Verkehr quält sich durch – auch 25 Jahre nach der Wende.
Wer durch dieses Dorf fährt, weiß: Schlimmer geht immer.

Ein paar Kilometer weiter, in Binz, ist die L29 in den vergangenen Monaten erneuert worden. Aber da sind ja auch die vielen Touristen…

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The Common Linnets: Calm after the Storm

Samstag, den 26. Juli 2014
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SO 20.07.2014 | 2.14 Uhr (Mo.) | VIVA

Es hat ein wenig gedauert, aber es weht doch wieder ein bisschen Eurovisionsluft im Radio und im Musikfernsehen. Während die 2014er-Gewinnerin Conchita Wurst weniger mit ihrem Siegersong als mit ihrer Person von sich reden macht, haben die zweitplatzierten Niederländer offenbar den Sprung in die deutschen Medien geschafft.

The Common Linnets laufen mit “Calm after the Storm” nicht nur bei VIVA. Das Lied ist auch im Radio zu hören, und das nicht nur auf den öffentlich-rechtlichen Sendern wie RadioBerlin oder NDR2. Auch bei 104.6 RTL oder der Ostseewelle kommt es vor, dass einem der wunderschöne Song begegnet.
Wäre auch schade, wenn der Eurovision Song Contest ein einmalige Spektakel sind und die Lieder danach komplett ignoriert werden.

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ORA aktuell

Bomben: Bund soll für Beseitigung zahlen

Dienstag, den 22. Juli 2014
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Die Länder Brandenburg und Niedersachsen sollen im Bundesrat erreichen, dass in Zukunft der Bund für die Kosten aufkommt, die bei der Beseitigung von Kriegmunition aus dem Zweiten Weltkrieg anfällt.
Der Bundestagsabgeordnete Harald Petzold (Linke) äußerte in der Märkischen Allgemeinen vorsichtigen Optimismus – ebenso Oranienburgs Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD).
Allein in Oranienburg sind seit der Wende mehr als 180 Bomben geborgen worden.

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Die unwahrscheinlichen Erlebnisse im Leben von… Frank Elstner

Montag, den 21. Juli 2014
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SO 20.07.2014 | 22.15 Uhr | WDR

Fangen wir mal mit dem Positiven an: Der WDR traut sich mal, was Neues zu machen. Mal keine Hitlisten und keine Quizshow, auch kein neuer Markencheck und kein Nachmittags-Gute-Laune-Magazin. Der WDR hat sich eine neue Comedyshow getraut.
Und sie hatte sogar gute Momente.
Die neue Reihe heißt “Die unwahrscheinlichen Erlebnisse im Leben von…”, und bei der Premiere drehte sich alles um Frank Elstner, der auch Teil der Sketche war.
Da gab es eine durchaus witzige Parodie der “Montagsmaler” und einen ganz netten Song am Ende, dass ja das Fernsehen in Deutschland gar nicht so schlecht sei. Frank Elstner zeigt auch, dass der Humor hat und sich selbst auf die Schuppe nimmt. Samuel Koch hat einen Cameo-Auftritt als Fernsehshow-Sicherheitsexperte. Ja, das ist ein Lacher! Und überhaupt macht das Ganze vom Stil her durchaus Spaß.
Die Reihe stammt von Jan Böhmermann und der Bild- und Tonfabrik – beide haben zum Beispiel “Roche und Böhmermann” und das “Neo-Magazin” ins Leben gerufen. Und also die neue WDR-Comedy.

So ganz gut funktioniert hat das aber trotzdem nicht, und da sind wir bei den negativen Punkten. Die Sketche sind mitunter viel zu lang, die Witze oft ganz schön ausgelutscht. Die Show soll irgendwie anarchomäßig sein, gleitet aber viel zu oft ins Trutschige um, und da wird es dann leider auch langweilig. Oft sind die Gags vorhersehbar und werden so in die Länge gezogen, dass der Finger doch mal kurz nervös über den Videotext- und Umschalttasten schwebt.

Die sehr guten Ansätze sind erkennbar in der neuen Show. Im Herbst sollen fünf weitere Folgen produziert werden, und dafür sollen die Schreiber sich dann doch noch einiges einfallen lassen.

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RTelenovela

Jubel für die Trägerin der Wassermelonen

Montag, den 21. Juli 2014
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“Ich habe eine Wassermelone getragen.”
Francis Houseman

Filmfans kennen dieses Zitat. Okay, diese Francis Houseman ist keine große Philosophin, und in Wirklichkeit war es ihr unheimlich peinlich, als sie diesen Satz sagte. Aber am Sonnabend hat sie dafür viel Jubel und Applaus bekommen.
Im Freiluftkino in Berlin-Friedrichshain lief der Tanz-Kultfilm “Dirty Dancing”.

Ich kann nicht sagen, wie oft ich diesen Film schon gesehen habe. Als er, noch zu DDR-Zeiten, im Oranienburger Kino lief, war ich noch nicht alt genug, dass ich ihn sehen durfte, aber er war total angesagt.
1990, wir hatten unseren ersten Videorecorder, bekamen wir “Dirty Dancing” von unseren Verwandten geliehen. Und als er dann das erste Mal bei RTL plus gezeigt wurde, nahm ich ihn auf. Ich sah ihn dann ziemlich oft

Aber erst jetzt, fast ein Vierteljahrhundert später (oh mein Gott!), habe ich ihn das erste Mal auf großer Leinwand gesehen.
Und natürlich kannten alle Zuschauer diesen Film. Man könnte sagen: Wir haben ihn gefeiert!
Schon als es losging, brandeten Jubel und Applaus auf, als Johnny, also Patrick Swayze, erstmals im Film auftaucht, kreischten die Frauen.
Und natürlich als Baby, die ja eigentlich Francis heißt, ihren Satz sagt: “Ich habe eine Wassermelone getragen.” Nämlich als sie das erste Mal im verruchten Tanzschuppen ist, in dem Johnny und seine Truppe tanzen. Johnny will wissen, was denn das Mädel da will, und da sagt sie den legendären Satz – und wir ärgern uns, dass wir keine Wassermelone gekauft haben.

Wenn die Zuschauer ganze Sätzte laut mitsprechen, wenn es immer wieder Jubel gibt und Applaus – dann ist auch das geschätzte 40. Mal “Dirty Dancing” ein ganz großes Ereignis, das richtig Spaß macht.

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Schlag den Star: Michael Wendler vs. Axel Stein

Sonntag, den 20. Juli 2014
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SA 19.07.2014 | 20.15 Uhr | ProSieben

Michael Wendler muss ein Masochist sein. Der Schlagersänger scheint sich allen Schmähungen zu stellen, die sich ihm bieten. Er blamierte sich mit seiner Dokusoap. Er blamierte sich im Dschungel. Er blamierte sich beim Promidinner.
Aber das reicht ihm nicht. Angeblich zieht er bald ins “Promi Big Brother”-Haus, und am Sonnabend war er zu Gast bei “Schlag den Star” auf ProSieben.

Um es kurz zu machen: Er hat verloren, und das grandios mit 1:27 gegen den Schauspieler Axel Stein. Und immer, wenn der Wendler doch mal was wusste oder richtig machte, buhte ihn ein Teil des Publikums aus. Moderator Stefan Raab hatte während der kompletten Show fast nur Häme für Wendler übrig.
Nicht, dass er das verdient hätte, aber in “Schlag den Star” konnte einem der Wendler fast schon wieder leidtun. Denn es ist immer lustiger, wenn sich der Wendler selbst blamiert, als wenn er mutwillig von anderen niedergemacht wird.

Aber der Wendler biss die Zähne zusammen und machte weiter bis zum bitteren Ende. Aber vielleicht macht es ihm ja auch Spaß, sich ausbuhen zu lassen…

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RTelenovela

Rumstehen statt Geld einnehmen

Sonntag, den 20. Juli 2014
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Die Sonne brennt, 32 Grad im Schatten. Klar, dass die Leute die Seen der Region bevölkern. Woanders hält man es bei der Hitze auch nicht aus. Auch am Bernsteinsee in Velten war am Sonnabend mal wieder die Hölle los – und der Parkplatz gesperrt, wegen Überfüllung. Ein freundlicher Herr winkte alle Autos weg.
Die Besucher hielt das aber nicht davon ab, trotzdem in die Fluten zu springen. Entlang der Chausee parkten viele Dutzend Wagen, und die Leute rieben sich die Augen, als sie danach über den Parkplatz zum Eingang liefen.

Nicht ein Platz war frei, nicht zwei und auch nicht drei. Ganze Flächen standen leer, gut und gerne 20 Autos hätzten noch auf den Platz fahren können.
Wer am Eingang, beim Bezahlen, dann mal nachfragte – immerhin standen dort ja drei Mitarbeiter der Betreiber -, bekam eine überraschende Antwort: Er wolle demnächst mal nachsehen, ob denn was frei sei. Das ist eine interessante Einstellung, wenn man bedebnkt, wie viele Einnahmen – pro Auto 2 Euro – verloren gehen, wenn irgendwann mal nachgesehen wird, wie es denn so aussieht auf dem Parkplatz. Aber vielleicht hatten die drei Aufpasser auch gerade etwas wichtiges zu besprechen und keine Zeit, ihren Job zu machen.

Immerhin bekamen die Parker an der Chaussee keine Knöllchen. Das wäre dann ja auch noch schöner gewesen…

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