Tagesarchiv für 26. Juli 2014

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Mark O’Sullivan: Jimmy, Jimmy – Die Geschichte, wie mein Vater wieder 10 Jahre alt wurde

Samstag, den 26. Juli 2014

Dad ist nicht mehr da. Der Mensch Jimmy ist noch da, und er ist auch noch der Vater seiner Kinder. Aber er ist nicht mehr ihr Dad, er kann nicht mehr ihr Dad sein.
Nach einem schweren Unfall ist der Jimmy nicht mehr der Alte, er hat nun den Verstand eines zehnjährigen Jungen. Dass er eine Familie hat, ist nicht mehr Teil seiner Lebenswelt.
Die Familie nimmt ihn zwar wieder bei sich auf, aber es ist nicht mehr so wie früher – kann es ja auch nicht mehr sein.
Es belastet alle. Jimmys Frau, seine Kinder – aber auch ihn selbst. Bald müssen alle einsehen, dass es so nicht weitergeht, dass sie andere Lösungen finden müssen.

Mark O’Sullivan hat eine Geschichte über den bitteren Wandel eines Mannes und seiner Lieben geschrieben. Die Lieben, die für den Mann plötzlich mehr oder weniger Fremde sind.
So hat “Jimmy, Jimmy – Die Geschichte, wie mein Vater wieder 10 Jahre alt wurde” viele berührende Momente, vor allem, weil sie aus der Sicht der Tochter Eala erzählt wird. Sie schildert ihre Ängste, ihre Sorgen, aber auch die Wut, die dazu führt, dass auch sie in immer größere seelische Not gerät.
Leider verliert Mark O’Sullivan zwischendurch ein bisschen den Faden, so dass die eigentlich mitreißende Story manchmal dann doch durchhängt.

Mark O’Sullivan: Jimmy, Jimmy – Die Geschichte, wie mein Vater wieder 10 Jahre alt wurde
dtv Hanser, 340 Seiten
6/10

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RTelenovela

Rügen 2014 (5): L29 – schlimmer geht immer

Samstag, den 26. Juli 2014
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(4) -> 30.4.2014

Gleich hinterm Ortsschild kommt die Überraschung. Die Landesstraße verwandelt sich in eine historische Meile. Das schmale Kopfsteinpflaster führt durch ein kleines Waldstück, den Berg runter, an einer kleinen Kirche vorbei.
Die Autos fahren sehr langsam, und Gegenverkehr könnte, wenn er breiter ist, zum Problem werden. Platz zum Ausweichen gibt es nicht, und das Kopfsteinpflaster ist nicht mehr das Beste.

In den Orten meiner Region rund um Oranienburg wird über die schlechten Landesstraßen gesprochen. Da gibt es in Vehlefanz Schlaglöcher, die immer wieder gestopft werden müssen. In Groß-Ziethen tun sich Krater neben der Fahrbahn auf, wer da aus Versehen reinfährt, kommt unter unter Umständen nicht mehr raus.
Aber dann gibt es die L29 in Vilmnitz, einem Ortsteil von Putbus auf Rügen. Das Pflaster macht einen musealen Eindruck, es muss noch aus der Kaiserzeit stammen, dort könnte man historische Filme drehen. Für Nebenanlagen ist kein Platz, und der Verkehr quält sich durch – auch 25 Jahre nach der Wende.
Wer durch dieses Dorf fährt, weiß: Schlimmer geht immer.

Ein paar Kilometer weiter, in Binz, ist die L29 in den vergangenen Monaten erneuert worden. Aber da sind ja auch die vielen Touristen…

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RTZapper

The Common Linnets: Calm after the Storm

Samstag, den 26. Juli 2014
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SO 20.07.2014 | 2.14 Uhr (Mo.) | VIVA

Es hat ein wenig gedauert, aber es weht doch wieder ein bisschen Eurovisionsluft im Radio und im Musikfernsehen. Während die 2014er-Gewinnerin Conchita Wurst weniger mit ihrem Siegersong als mit ihrer Person von sich reden macht, haben die zweitplatzierten Niederländer offenbar den Sprung in die deutschen Medien geschafft.

The Common Linnets laufen mit “Calm after the Storm” nicht nur bei VIVA. Das Lied ist auch im Radio zu hören, und das nicht nur auf den öffentlich-rechtlichen Sendern wie RadioBerlin oder NDR2. Auch bei 104.6 RTL oder der Ostseewelle kommt es vor, dass einem der wunderschöne Song begegnet.
Wäre auch schade, wenn der Eurovision Song Contest ein einmalige Spektakel sind und die Lieder danach komplett ignoriert werden.

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