Tagesarchiv für 21. Juli 2014

RTZapper

Die unwahrscheinlichen Erlebnisse im Leben von… Frank Elstner

Montag, den 21. Juli 2014
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SO 20.07.2014 | 22.15 Uhr | WDR

Fangen wir mal mit dem Positiven an: Der WDR traut sich mal, was Neues zu machen. Mal keine Hitlisten und keine Quizshow, auch kein neuer Markencheck und kein Nachmittags-Gute-Laune-Magazin. Der WDR hat sich eine neue Comedyshow getraut.
Und sie hatte sogar gute Momente.
Die neue Reihe heißt “Die unwahrscheinlichen Erlebnisse im Leben von…”, und bei der Premiere drehte sich alles um Frank Elstner, der auch Teil der Sketche war.
Da gab es eine durchaus witzige Parodie der “Montagsmaler” und einen ganz netten Song am Ende, dass ja das Fernsehen in Deutschland gar nicht so schlecht sei. Frank Elstner zeigt auch, dass der Humor hat und sich selbst auf die Schuppe nimmt. Samuel Koch hat einen Cameo-Auftritt als Fernsehshow-Sicherheitsexperte. Ja, das ist ein Lacher! Und überhaupt macht das Ganze vom Stil her durchaus Spaß.
Die Reihe stammt von Jan Böhmermann und der Bild- und Tonfabrik – beide haben zum Beispiel “Roche und Böhmermann” und das “Neo-Magazin” ins Leben gerufen. Und also die neue WDR-Comedy.

So ganz gut funktioniert hat das aber trotzdem nicht, und da sind wir bei den negativen Punkten. Die Sketche sind mitunter viel zu lang, die Witze oft ganz schön ausgelutscht. Die Show soll irgendwie anarchomäßig sein, gleitet aber viel zu oft ins Trutschige um, und da wird es dann leider auch langweilig. Oft sind die Gags vorhersehbar und werden so in die Länge gezogen, dass der Finger doch mal kurz nervös über den Videotext- und Umschalttasten schwebt.

Die sehr guten Ansätze sind erkennbar in der neuen Show. Im Herbst sollen fünf weitere Folgen produziert werden, und dafür sollen die Schreiber sich dann doch noch einiges einfallen lassen.

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RTelenovela

Jubel für die Trägerin der Wassermelonen

Montag, den 21. Juli 2014
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“Ich habe eine Wassermelone getragen.”
Francis Houseman

Filmfans kennen dieses Zitat. Okay, diese Francis Houseman ist keine große Philosophin, und in Wirklichkeit war es ihr unheimlich peinlich, als sie diesen Satz sagte. Aber am Sonnabend hat sie dafür viel Jubel und Applaus bekommen.
Im Freiluftkino in Berlin-Friedrichshain lief der Tanz-Kultfilm “Dirty Dancing”.

Ich kann nicht sagen, wie oft ich diesen Film schon gesehen habe. Als er, noch zu DDR-Zeiten, im Oranienburger Kino lief, war ich noch nicht alt genug, dass ich ihn sehen durfte, aber er war total angesagt.
1990, wir hatten unseren ersten Videorecorder, bekamen wir “Dirty Dancing” von unseren Verwandten geliehen. Und als er dann das erste Mal bei RTL plus gezeigt wurde, nahm ich ihn auf. Ich sah ihn dann ziemlich oft

Aber erst jetzt, fast ein Vierteljahrhundert später (oh mein Gott!), habe ich ihn das erste Mal auf großer Leinwand gesehen.
Und natürlich kannten alle Zuschauer diesen Film. Man könnte sagen: Wir haben ihn gefeiert!
Schon als es losging, brandeten Jubel und Applaus auf, als Johnny, also Patrick Swayze, erstmals im Film auftaucht, kreischten die Frauen.
Und natürlich als Baby, die ja eigentlich Francis heißt, ihren Satz sagt: “Ich habe eine Wassermelone getragen.” Nämlich als sie das erste Mal im verruchten Tanzschuppen ist, in dem Johnny und seine Truppe tanzen. Johnny will wissen, was denn das Mädel da will, und da sagt sie den legendären Satz – und wir ärgern uns, dass wir keine Wassermelone gekauft haben.

Wenn die Zuschauer ganze Sätzte laut mitsprechen, wenn es immer wieder Jubel gibt und Applaus – dann ist auch das geschätzte 40. Mal “Dirty Dancing” ein ganz großes Ereignis, das richtig Spaß macht.

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