Tagesarchiv für 25. Mai 2014

RT im Kino

Stereo

Sonntag, den 25. Mai 2014

Es kommt nicht oft vor, dass man einen deutschen Film sieht und denkt: Der könnte auch genauso von Hollywood produziert worden sein. Würde in “Stereo” statt Jürgen Vogel zum Beispiel Ryan Gosling die Hauptrolle spielen und wäre er made in USA, wäre die Aufmerksamkeit sicherlich sehr viel höher.
So taucht “Stereo” nach dem Startwochenende nicht mal in der Kino-Top-10 auf. Das ist traurig, allerdings scheint der Film mit nur wenigen Kopien angelaufen zu sein.
Traurig ist das deshalb, weil “Stereo” unbedingt sehenswert ist, ein echter Höhepunkt aus deutschen Landen.

Erik (Jürgen Vogel) lebt seit kurzem auf dem Land und betreibt eine kleine Motorradwerkstatt. Eine Freundin (Petra Schmidt-Schaller) hat er auch. Alles könnte gut sein, wenn er nicht plötzlich verfolgt würde. Er heißt Henry (Moritz Bleibtreu), er spricht mit Erik, und nur Erik kann ihn sehen und hören. Und Erik kennt ihn, er weiß: Dass Henry da ist, kann nichts Gutes bedeuten. Die Vergangenheit holt ihn ein.

Wer ist gut, und wer ist böse? Das ist in Maximilian Erlenweins Film sehr lange nicht klar. Was es mit Henry auf sich hat, bleibt lange ein Geheimnis. Aus einer beschaulichen Geschichte wird aber sehr schnell ein rasanter, spannender Thriller mit unerwarteten Wendungen.
Die Auflösung am Ende, was es eigentlich mit Erik auf sich hat, ist zwar nicht so ganz gelungen, aber das trübt den Gesamteindruck kaum. Die Geschichte ist stark, wie sie aufgebaut ist, fesselt den Zuschauer. Die Darsteller, allen voran Vogel und Bleibtreu, spielen hervorragend. Hinzu kommen ein fanastischer Soundtrack und ein mitreißendes Sounddesign.
Dieser Film hat wahrlich mehr Aufmerksamkeit und höhere Zuschauerzahlen verdient!

Stereo
D 2013, Regie: Maximilian Erlenwein
Central Film, 94 Minuten, ab 16
9/10

Hits: 69

RTelenovela

Ein Hoch auf die Technik (29): Smart

Sonntag, den 25. Mai 2014
Tags:

(28) -> 30.8.2013

Quizduell. WhatsApp. Es kann losgehen. Nach einem kurzen und gescheiterten Smartphone-Versuch vor etwas mehr als zwei Jahren, bin ich wohl nun endgültig in der Zukunft der mobilen Telekommunikation angekommen. Ein abgelegtes Handy meines Bruders macht’s möglich.

Der Übergang war natürlich – und wie sollte es anders sein – nicht ganz so leicht wie ich gedacht habe. In meinem Übermut ging ich davon aus, dass es ausreicht, alle Kontaktdaten auf der Handykarte zu speichern, um diese dann einfach ins Smartphone zu legen. Dummerweise waren dann aber nur Handynummern gespeichert. Festnetz? Adressen? Fehlanzeige. So ging also das fröhliche Nachtragen aller Daten los. Vermutlich wäre das auch anders gegangen…
Fehlten nur noch die Apps. Facebook ist ein Muss. WhatsApp heutzutage auch. Und natürlich das Quizduell.

Mal abgesehen von der Suchtgefahr: Die neue Technik bietet sogar einen Rückschritt: Man kann das Handy nicht ausschalten, wenn man sich wecken lassen möchte. Der Wecker funktioniert schlicht nicht, wenn das Ding aus ist. Bei dem alten Kran, mit dem ich bisher zu tun hatte, war das nie ein Problem.
Alternative: Ich schalte das Handy nachts auf den Flugmodus, denn nächtliche Anrufe auf dem Handy müssen einfach nicht sein. Auch habe ich mir vorgenommen, die Internetverbindung öfter mal zu kappen – damit man auch mal seine Ruhe hat. Und weil ich sowieso erst mal schauen muss, wie weit ich eigentlich mit meiner Flatrate komme.

Hits: 34

RTZapper

Hallo Brandenburg: Wettergespräch

Sonntag, den 25. Mai 2014
Tags:

FR 23.05.2014 | 13.25 Uhr | Antenne Brandenburg

Wer heute beim Radio arbeitet und Sendungen moderiert, hat oft nicht mehr sehr viel zu tun. Ein paar Knöpfe drücken, Musik abspielen, ein paarmal den Sender nennen und fertig. Ach ja, und Interviewfragen vorlesen und hoffen, dass der Interviewte sich an das vorgeschriebene Schema hält.

Hat beim Wettergespräch am Freitagmittag auf der rbb-Dudelwelle Antenne Brandenburg nicht ganz so funktioniert. Da sprach der Moderator mit einem Wetterexperten. Aber zugehört hat er ihm nicht. So erzählte der Wettermann, dass das angekündigte Unwetter sich eher im Osten Brandenburgs austoben könnte. Woraufhin der rbb-Journalist wissen wollte, ob denn noch mit Unwettern zu rechnen sei. Und wo denn genau. Vermutlich stand die Frage einfach noch auf dem Zettel, da kann man einfach keine Rücksicht drauf nehmen, dass der Interviewpartner die Frage schon beantwortet hat, bevor sie gestellt wurde. Wirkte leider überhaupt nicht professionell.

Hits: 41