Tagesarchiv für 19. Mai 2014

RT im Kino

Bad Neighbors

Montag, den 19. Mai 2014

Hach, wie schön. Und wie beschaulich. Die Partyzeit ist längst vorbei. Jetzt ist Familie angesagt. Im Eigenheim. In einer schicken Siedlung. Es könnte alles so schön sein.
Könnte.
Die Idylle von Mac (Seth Rogen) und Kelly (Rose Byrne) ist im Eimer, als nebenan eine Studentenverbindung einzieht. Und die Jungs haben eines ganz sicher nicht im Sinn: Idylle. Aber dafür: Party. Die ganze Nacht. Jeden Abend.
Als Mac und Kelly den Chef der Verbindung, Teddy (Zac Efron) um Ruhe bitten, scheint sich alles einzurenken. Als aber die Polizei ins Spiel kommt, bricht zwischen den Nachbarn der Krieg aus.

In “Bad Neighbors” treffen zwei Klischeewelten aufeinander. Auf der einen Seite die junge Familie in ihrem Babyfütteralltag, auf der anderen Seite das Partyvolk. Die Geschichte schaukelt sich mehr und mehr hoch, die Kämpfe nehmen immer irrwitzigere Formen an.
Das ist mitunter ganz schmunzelig, wirklich witzig ist der Film leider selten. Man sieht dem Treiben ganz gerne zu, aber alles in allem wirkt das alles dann doch etwas zu hysterisch und aufgedreht. Es gibt im Grunde fast keinen Dialog, der auf normale Weise geführt wird. Immer sind alle auf 180. Ein bisschen viel von allem. Mit besseren Dialogen und sorgfältigerer Regie hätte was richtig Gutes draus werden können. Denn der tapsige Seth Rogen und der Schönling Zac Efron geben ein gutes Anti-Paar ab.

Bad Neighbors
USA 2013, Regie: Nicholas Stoller
Universal, 97 Minuten, ab 12
6/10

Hits: 42

RTZapper

Sportschau live: Fußball-Bundesliga – Relegation-Rückspiel

Montag, den 19. Mai 2014
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SO 18.05.2014 | 16.35 Uhr | Das Erste

Herzlichen Glückwunsch nach Hamburg! Der HSV darf in der 1. Fußball-Bundesliga bleiben. Okay, verdient ist das nicht wirklich, aber so sind nun mal die Regeln.
Denn gewonnen haben die Hamburger die Relegation gegen Fürth am Donnerstagabend und Sonntagnachmittag nicht wirklich. Das Hinspiel endete 0:0, das Rückspiel 1:1. Zweimal unentschieden, und trotzdem haben die Hamburger das Spiel für sich entschieden – weil ein Auswärtstor doppelt zählt.

Was ist das eigentlich für eine bekloppte Regel? Warum ist ein Tor nicht mehr einfach ein Tor? Nur weil eine Mannschaft eine Busfahrt hinter sich hat und im Stadion mehr Gegner als Fans sitzen, ist ein Tor mehr wert?
Normalerweise hätte es eine Nachspielzeit geben müssen. Aber die Befürworter der aktuellen Regel sagen da, das sei unfair, weil die Hamburger dann länger auswärts gespielt hätten als die Fürther.

Abgesehen davon dass mir die ewige Kopfstreichelei und die Unart, niemandem weh tun zu wollen, mitunter auf die Nerven geht: Warum gibt es keine anderen Lösungen? Warum findet die Relegation nicht einfach auf neutralem Boden statt? Und wenn das nicht geht, dann kann man auch einfach losen: Dann wäre es schlicht Zufall, wer zuerst auswärts spielt.
So jedenfalls hat die kommende Bundesligasaison für den HSV einen gewaltigen Makel.

Hits: 36

RTelenovela

Mitreden – Der Brunchtalk (10)

Montag, den 19. Mai 2014
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(9) -> 24.2.2014

Eigentlich war es Ausgabe 17 der “Mitreden”-Talkshow in Kremmen – für mich aber ein Jubiläum: mein zehnter Brunchtalk.
Wir sind jetzt im dritten Jahr unserer Zusammenarbeit, und wir haben schon so manchen Promi bei uns begrüßen können.

Diesmal war die Schauspielerin Ursula Werner unser Stargast. Ich kannte sie schon länger. So war ich vor etwa 25 Jahren ein Fan der Serie “Einzug ins Paradies” des Fernsehens der DDR. Im Film “Wolke 9” von Andreas Dresen spielte sie die Hauptrolle. War war natürlich ein Thema für uns. Im Film ging es um eine Frau, die sich mit fast 70 noch mal in einen anderen Mann verliebt.
Ursula Werner verehrt den Regisseur Andreas Dresen. Sie erzählte, dass sie sichs ehr wohl mit ihm fühlte. Oft gibt es bei ihm kein genaues Drehbuch, sondern es wird viel improvisiert.
Die in Berlin lebende Schauspielerin erwies sich als extrem nett, schlagfertig, witzig und selbstironisch. Ihr zuzuhören, hat Spaß gemacht.

Andreas Kurtz schreibt seit 20 Jahren eine Gesellschaftskolumne für die “Berliner Zeitung” – nicht zu verwechseln mit der B.Z., wie er extra drauf hinwies. Auch er war sehr unterhaltsam. So erzählte er, dass es Schauspieler gibt, die, wenn sie mal kein Drehbuch in der Hand gaben, ziemlich leer in der Birne sind.
Ihm sei wichtig, keine echten Klatschgeschichten aufzuschreiben, schließlich wolle er den Leuten auch noch unter die Augen treten können.

Malte Voigts ist landwirt und leitet den Spargelhof in Kremmen. Als er aus Niedersachsen kam, wollte er eigentlich einen Hof in der Uckermark übernehmen. Am Ende ist es dann aber doch Kremmen geworden. Auf dem dortigen Hof sah es wirtschaftlich ganz mies aus, der Schuldenstand war hoch. Aber inzwischen ist eine Erfolgsstory draus geworden.
Auf die Frische des Spargels komme es an. Den Unterschied zwischen Spargel aus Niedersachsen, Beelitz, Kremmen oder Beetz schmecke man an sich aber nicht heraus. Eine entsprechende Wette hatte er neulich verloren, wie er erzählte.

Viel Applaus bekam aus Jannik Lebrecht, der nach seinem Auftritt bei der Open Stage nun auch in unserem Brunchtalk zu Gast war. Wieder war er vorher sehr nervös, wie er berichtete, aber wieder hat es sich gelohnt.

Unser nächster Talk am 16. August ist ein besonderer. Kein Brunch, dafür aber ein Festival, und das auch noch Open Air. Wir sind Teil von “Feuer und Flamme für Kremmen” und werden gegen 15.30 Uhr “Mitreden!”

Hits: 40