Tagesarchiv für 23. April 2014

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Im Tierpark: Was die Viecher wohl über uns denken?

Mittwoch, den 23. April 2014
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Tierpark oder Zoo? Das ist in Berlin die Frage. Die deutsche Hauptstadt leistet sich gleich zwei Tierparks, einen im Osten, einen im Westen. Was natürlich historisch und durch die deutsche Teilung bedingt ist.
Weil aber der Tierpark weitläufiger und eben ein Park ist, haben wir uns nach vielen Jahren mal wieder für den Tierpark in Friedrichsfelde entschieden.

Die Anreise erfolgt am besten mit der U-Bahn. Der Bahnhof liegt direkt vor dem Eingang. Wer mit dem Auto kommt, muss unter Umständen lange nach einem Parkplatz suchen. Kleiner Tipp: Das Supermarkt-Parkhaus gegenüber ist preiswerter als die Tierpark-Parkplätze.

Die Tiere wissen schon, wie sie sich im öden Tierparkalltag beschäftigen. Die Eisbären spielten mit ihren bunten Bällen und hüpften immer wieder damit ins Wasser.
Ich frage mich ja sowieso, was eigentlich die Tiere über uns, die Besucher, denken. genau, wie wir die Tiger beobachtet haben, haben sie uns angeglotzt. Ob sie sich auch über uns lustig machen, wie wir da so rumstehen? Nach “Madagascar”, wo genau das thematisiert worden ist, ist das nicht ab abwegig.

Wie geht es überhaupt solchen Zootieren? Fühlen die sich wohl in ihrer Enge? Bei manchen Tieren hat man schon den Eindruck, dass sich einige von ihnen massiv langweilen. Besonders groß ist der Auslauf ja nicht, auch wenn es Zoos gibt, bei denen die Tiere noch weniger Platz haben.
Deswegen mag ich keine Zirkusse. Mir anzusehen, wie Elefanten im Kreis laufen und doofe Kunststücke machen – nein, das muss wirklich nicht sein.

Deshalb ist auch der Tierparkbesuch immer mit gemischten Gefühlen verbunden. Auch wenn es natürlich putzig ist, die Pinguine zu beobachten, die Giraffen, Flamingos oder Affen. Das Schlangenhaus ganz am Rande des geländes habe ich zum ersten Mal wahrgenommen. Nebenan sind die Krokodile, bei denen man schon sehr genau hinsehen muss, ob sie überhaupt lebendig sind.

Mehr als fünf Stunden sind wir durch den Park gelaufen – inklusive Essenspausen natürlich. Geschafft waren wir trotzdem, und für den nächsten Jahre hat es erst mal auch wieder gereicht.

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