Tagesarchiv für 18. März 2014

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Neu-Vehlefanzer wollen nicht länger benachteiligt sein

Dienstag, den 18. März 2014
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Wählergemeinschaft: Enttäuschung über die geschlossene Kita ist immer noch groß

MAZ Oranienburg, 18.3.2014

NEU-VEHLEFANZ
Die Neu-Vehlefanzer machen jetzt ihr eigenes Ding. Ortsvorsteher Peter Gerlach, Karlheinz Döpke und Monique Hartmann haben die Wählergemeinschaft Neu-Vehlefanz gegründet. Mit ihr wollen sie bei der Kommunalwahl im Mai an den Start gehen. Die Enttäuschung über die etablierten Parteien in Oberkrämer hat sie zu diesem Schritt gebracht.

Wie schon berichtet, ist Peter Gerlach kein Mitglied der „Bürger für Oberkrämer“ (BfO) mehr. Karlheinz Döpke war zwar kein SPD-Mitglied, trat aber 2008 für die Sozialdemokraten zur Kommunalwahl an. Auch das ist nun Vergangenheit. „In den Parteien ist nicht mehr viel zu holen“, sagte der 62-jährige Karlheinz Döpke gestern in einem Pressegespräch. Die Enttäuschung, dass im Jahre 2012 in Kita in Klein-Ziethen geschlossen worden ist, sitzt immer noch tief. „Uns ist damit der letzte gesellschaftliche Treffpunkt im Dorf weggenommen worden“, so Döpke. Ortsvorsteher Peter Gerlach stimmt ihm zu. Ihn ärgert aber auch, dass sich die Mehrheit der Mitglieder des Gemeinderates in Oberkrämer gegen den Ortszbeirat und die Leute in Neu-Vehlefanz gestemmt hatten. Das sei nicht demokratisch, findet Gerlach. Die Auslastung der Kita sei gut gewesen. „Es hieß immer: Die Kita bleibt.“ Dann jedoch sei anders entschieden worden. „Und das Gebäude steht immer noch leer.“ Gerlach und seine Mitstreiter könnten sich vorstellen, dass sich in Zukunft wenigstens eine Tagesmutter um Kinder aus Neu-Vehlefanz kümmert. Allein Wolfslake hat momentan acht Kinder.
Das Kita-Aus hat zum Bruch zwischen Peter Gerlach und der BfO geführt. „Das hat viel kaputtgemacht“, sagte er gestern. Das Vertrauen sei nicht mehr da gewesen. „Es gab keine Bereitschaft für einen Kompromiss“, erinnert sich Gerlach.

Bislang hat der kleinste Ortsteil in der Gemeinde Oberkrämer keine Stimme im Gemeinderat. Auch das soll sich ändern. Die Mitglieder der Wählergemeinschaft treten zwar alle für den Ortsbeirat an, jedoch nicht für den Gemeinderat. Das will Frank Christoph (SPD) übernehmen. Der 52-Jährige stellt sich der Wahl und wird von der Wählergemeinschaft unterstützt. „Unsere Ziele für den Ortsteil sind ja dieselben“, sagt Frank Christoph, und die anderen stimmen ihm zu.

Die Neu-Vehlefanzer fühlen sich in Oberkrämer ein wenig im Stich gelassen. „Wir werden kaum wahrgenommen“, sagt Frank Christoph. Es gebe Probleme im Ort, die ungenügend thematisiert würden. So fehle ein Gehweg entlang der Perwenitzer Chaussee von Wolfslake nach Vehlefanz. „Besonders die Brücke über der Autobahn ist gefährlich, gerade für Kinder“, sagt Ortsvorsteher Peter Gerlach. Ebenso die S-Kurve in der Chaussee kurz vor Vehlefanz.
Die Wählergemeinschaft will sich auch für den Wohnungsbau und Ausbau einsetzen. „Mieter kommunaler Wohnungen beschweren sich über Schimmel“, sagt Karlheinz Döpke. Die Neu-Vehlefanzer fordern eine fachgerechte Sanierung. Außerdem wollen sie einen besseren Winterdienst zwischen Neu-Vehlefanz und Eichstädt.

Auch zwischenmenschlich soll sich wieder mehr tun. Möglich seien ein Dorffest und ein kleiner Weihnachtsmarkt. „Es gibt junge Leute, die nachfragen und sich einbringen wollen“, so Peter Gerlach. Monique Hartmann kündigte an, dass es demnächst eine eigene Internetseite geben soll – ein Forum für Neu-Vehlefanz.

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Werbung: Best of 2014 – Frühlingshits

Dienstag, den 18. März 2014
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MO 17.03.2014 | 0.00 Uhr (Di.) | ProSieben

Helene Fischer hat den Durchbruch geschafft. Das mag eine überraschende Erkenntnis sein, denn erfolgreich ist die Sängerin nicht erst seit gestern. Aber offenbar hat sie den Durchbruch ins Popbusiness geschafft.

ProSieben zeigte am Montagabend den Werbespot für den CD-Sampler “Best of 2014 – Frühlingshits”. Und gleich auf CD1, zwischen Avicii und Milky Chance findet der junge Popinteressierte den Song von Helene Fischer: “Atemlos durch die Nacht”.
In den Discos wird die Tanzfläche meistens auch voll, wenn Helenes Song ertönt – und ich muss gestehen: Das Ding bleibt im Ohr hängen.
Dass die Schlagersängerin es nun aber auf einen der coolen Hitsampler geschafft hat, das ist dann doch bemerkenswert. Jetzt warte ich nur noch darauf, dass auch die Pop-Radiowellen “Atemlos” sind.

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Im Alter

Dienstag, den 18. März 2014
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Sie haben zusammen Kaffee getrunken, erzählt, gelacht und die Polonäse getanzt. Senioren aus Kremmen und den Ortsteilen waren neulich in der Beetzer Sporthalle, um den Frühling zu feiern. Am Anfang war alles noch ein bisschen steif und förmlich, aber spätestens bei der Polonäse sind die meisten von ihnen aufgetaut.
Organisiert hat das Fest der Seniorenberat. Eine Gruppe von Leuten, die sich ehrenamtlich darum kümmern, dass die älteren Leute gemeinsam Spaß haben und ihre Interessen durchsetzen können.

Heutzutage fühlen sich die meisten 65-Jährigen noch nicht alt. Zur Seniorenfeier? Das ist für die meisten unvorstellbar. Man mag es kaum glauben, aber Seniorenvereine haben heutzutage meist Nachwuchsprobleme. Die, die Mitglied sind und sich kümmern, werden immer älter. Es kommt kaum jemand nach.

Wenn man älter wird und ein gewisses Alter erreicht hat, will man sich dieses Alter – das Altsein – vielleicht nicht eingestehen. Ich hoffe, ich werde es irgendwann noch erleben. Aber was dann? Was macht man im Alter? Werde ich dann noch schreiben? Muss ich dann immer noch mit dem Schreiben mein Geld verdienen? Werde ich Zeit und Lust auf ein Ehrenamt haben?
Bei der Feier in Beetz habe ich festgestellt, dass es eine schöne Sache sein muss, etwas zu organisieren, um dann festzustellen, dass die Feier bei den Leuten ankommt. Wenn wir in Kremmen den Brunchtalk veranstalten, dann erleben wir das in ähnlicher Art auch.
Ich will natürlich nichts versprechen – aber ich kann mir schon vorstellen, mich in 30 Jahren irgendeinem dieser Ehrenämter anzuschließen.

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