Tagesarchiv für 14. März 2014

RTZapper

Die Harald Schmidt Show: Abschied

Freitag, den 14. März 2014
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DO 13.03.2014 | 22.15 Uhr | Sky Hits

Harald Schmidt. Late Night. Letzte Sendung.
Ja, wirklich! “Die Harald Schmidt Show” gab es noch. In den vergangenen anderthalb Jahren sendete Schmdit unter Ausschluss der Öffentlichkeit beim Pay-TV-Sender Sky. Oft waren weniger als 5000 Zuschauer dabei, eine nicht mehr messbare Quote. Und Sky hat nie wirklich etwas dafür getan, damit “Die Harald Schmidt Show” im Gedächtnis der Pay-TV-losen Öffentlichkeit bleibt. Im Internet gab es nur Zwei-Minuten-Schnipsel, nicht mal das freitägliche Best of gab es frei im Netz. Dass man damit auch Werbung für ein Sky-Abo gemacht hätte, ist den Sky-Leuten offenbar nicht in den Sinn gekommen. Ähnlich wie bei “Zapping” hätten die Shows auch Tage später noch online gehen können. Aber nichts da. Harald Schmidt war nur noch ein Randphänomen, kaum noch beachtet.

Insofern war das Ende am Donnerstagabend traurig, aber (leider, leider) auch nicht mehr das große Drama.
Zum Abschied stellte Sky die komplette Show zeitgleich zur Ausstrahlung auch schon bei Youtube zur Verfügung. Und wie Schmidt sinngemäß sehr richtig bemerkte: Wenn Schluss ist, ist’s auch zu spät für eine solche Aktion.

Kurz vor Schluss versammelte Harald Schmidt noch mal alle Side-Kicks der Sky-Zeit. Gemeinsam mit Olli Dittrich, Klaas Heufer-Umlauf, Pierre M. Krause und den anderen Kollegen blödelte er sich durch ein kleines Bankett. Sticheleien gegen Sky, gegen Kollegen, Events – es war ein bisschen die gute alte Zeit. Und somit doch wieder ein bisschen Wehmut.

Sang und klanglos verabschiedete sich Schmidt. Eine Ära, die am 5. Dezember 1995 auf Sat.1 begann, später im Ersten und zwischenzeitlich mit Oliver Pocher fortgeführt wurde, dann wieder bei Sat.1 und am Ende auf Sky.
Im Gedächtnis bleiben die bissige Abhandlung der Tagespolitik, tolle Studioaktionen, Einspielsfilme, Gäste und ein eingespieltes Team – inklusive das kratzende Lachen von Manuel Andruck.
Von der “Harald Schmidt Show” bleiben viele DVD, auf denen die Erinnerungen für immer bleiben. Und wer weiß, vielleicht geht’s ja irgendwann und irgendwo weiter.

Hits: 5131

RTZapper

Eurovision Song Contest 2014: Unser Song für Dänemark

Freitag, den 14. März 2014
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DO 13.03.2014 | 20.30 Uhr | Das Erste

“Wir werden niemals untergehen!”, sangen die Leute von der Band Santiano. Dass sich diese “Niemals”-Sache dann aber doch so schnell erledigen kann, zeigte sich eindrucksvoll am Donnerstagabend im Ersten, denn obwohl sich die Musiker die Stadt Kopenhagen schon in ihrem Navi einprogrammiert hatten, präsentieren sie NICHT “Unser Lied für Dänemark”. Zum Glück.
Und auch Unheilig mit dem Grafen haben es nicht geschafft. Obwohl alle dachten, aufgrund seiner Popularität müsste das ein Durchmarsch sein, endete dieser im Finale.

Und ich muss das an der Stelle mal ganz deutlich sagen: Liebes deutsches Fernsehvolk, ich bin stolz auf dich! Denn die Zuschauer haben nicht den bekanntesten Act gewählt, sondern tatsächlich den besten Songs des Abends.
Die Band Elaiza vertritt uns beim Eurovision Song Contest 2014 in Kopenhagen, und es ist fast ein Märchen. Beim Clubkonzert vor zwei Wochen im NDR gewann Elaiza, davor vollkommen unbekannt, die Wildcard für den deutschen Vorentscheid. Überraschenderweise trat die Band sogar mit dem Siegersong der NDR-Sendung auf – und mit genau diesem hat sie nun erneut gewonnen und darf ins große Finale.

Allerdings war das auch nicht so schwer. Das gezeichnete Ich traf kaum einen Ton und sang schlimm schief. Oceanas Song war alles andere als ein Ohrwurm, die Baseballs kamen mit einem seltsamen langweiligen Titel daher, Santiano sind sowieso ein No-Go und MarieMarie mit der Harfe – irgendwie war da auch mehr drin. Und der Graf mit Unheilig war einfach zu schmusig-perfekt, das wäre zwar auf Deutsch, aber doch irgendwie langweilig gewesen.

Mit Elaiza haben wir einen guten Song im Rennen. Selbst wenn wir es damit nicht auf Platz 1 oder 10 schaffen – wir können dazu stehen und uns an der Musik und unserem Beitrag ganz ohne Scham erfreuen. Alles Gute im mai für Kopenhagen!

Hits: 96

RTelenovela

Laptoplos

Freitag, den 14. März 2014
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Ich habe immer noch kein Smartphone. Das könnte sich zwar demnächst ändern, aber eigentlich stört mich das nicht, denn ich habe Angst davor. Dass ich dann nur noch aufs Telefon starre, um die neuesten Statusinformationen zu checken. Dass ich dann nur noch bei WhatsApp mit anderen Leuten chatte. Dass auch ich dann dem Quizduell verfalle. Dass ich dann auch mit Freunden zusammensitze, wo alle nicht mehr miteinander reden, sondern auf dem Smartphone rumdaddeln.
Aber andererseits ist es auch toll, wenn ich sehe, was alles möglich ist. Und nicht nur WhatsApp und Quizduell, auch die Tagesschau kann ich dort gucken und was weiß ich noch alles. Aber diese Sucht. Ich will nicht süchtig werden.

Aber ich bin es sowieso schon. Bin ich zu Hause, läuft der Laptop. Gibt Facebook einen Laut, schaue ich nach. Oder wenn eine E-Mail kommt. Außerdem das Bloggen und immer wieder Youtube. Schlimm.
Aber vor einigen Tagen passierte es – der Laptop verabschiedete sich vorübergehend. Er musste in die Reparatur, und plötzlich war es ganz still bei mir. Nach Hause kommen und kein Internet mehr, kein Stress. Endlich mal in Ruhe fernsehen. Wahnsinn.

Aber diese Ruhe hat mich nervös gemacht. Die Ruhe führte zur Unruhe. Das Handy musste für Facebook und Mails herhalten, das immerhin kann es auch. Es dauerte ein paar Tage bis zur Entspannung.
Die laptoplose Zeit ist erst mal wieder vorbei, aber die Sache mit dem Ausschalten, die probiere ich jetzt öfter mal. Oder ab und zu. Also, ich versuch’s. Versprechen kann ich natürlich nichts.

Hits: 81