Tagesarchiv für 10. März 2014

RTZapper

Die Insel West-Berlin – Wo alle Himmelsrichtungen Osten sind

Montag, den 10. März 2014
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SO 09.03.2014 | 15.30 Uhr | phoenix

Selbst für die heute 25-Jährigen ist das gar nicht mehr vorstellbar: das geteilte Berlin. Dass der Westteil des Stadt mal eingemauert war. Dass es für West-Berliner zwischen 1961 und 1989 nicht oder nur schwer möglich war, ins Umland der Großstadt zu reisen.

Auf phoenix gab es am Sonntagnachmittag einen spannenden Themennachmittag zu den deutsch-deutschen Beziehungen zwischen 1961 und 1990. Nach einer Doku über das Leben in Ost-Berlin ging es danach um “Die Insel West-Berlin – Wo alle Himmelsrichtungen Osten sind”.
Und ich habe sogar etwas gelernt: Nach 1961 dürften die West-Berliner zunächst gar nicht nach Ost-Berlin einreisen – aber die Westtdeutschen durften das. Was dazu geführt hat, dass sich Berliner in Hamburg gemeldet haben, um sich dort einen Ausweis zu besorgen und von dort in die DDR einzureisen.

Obwohl West-Berlin der freie Teil der Stadt war, war es der eingemauerte Teil. und obwohl es mitunter ewig dauerte, in Dreilinden die DDR-Grenze in Richtung Transitautobahn zu passieren, haben sich die West-Berliner nicht eingemauert gefühlt. Baumblüte in Werder? Unerreichbar, aber dafür gab’s nun ein Fest in Britz. Die Brandenburger Wälder? West-Berlin hatte den Grunewald. Brandenburger Seen? West-Berliner hatten den Wannsee.

2014 staunt man nur noch darüber, wie es in Berlin einst zuging. Dass die Stadt mal geteilt war, sieht man nur noch bei genauerem Hinsehen. Umso besser, dass es solche Dokus gibt, wie phoenix sie am Sonntag zeigte.

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RT liest

William Kotzwinkle: Ein Bär will nach oben

Montag, den 10. März 2014

Hal Jam hat ein Buch geschrieben, das die Welt verzückt: “Schicksal und Sehnsucht”. Die Kritiker jubeln, und der Roman verkauft sich blendend. Hal Jam wird interviewt, reist von Talkshow zu Talkshow. Dass er ein wenig seltsam ist, merkwürdige Eigenheiten hat und manchmal gerade angsteinflößend ist – das nehmen die Leute zwar wahr, aber Hal ist ja schließlich ein Promi, ein Autor. Und Autoren sind eben manchmal wunderlich.
Allerdings: Hal Jam ist kein Autor. Er ist auch kein Mensch. Hal Jam ist ein Bär. Ein Bär, der eine Tasche im Wald findet, in der sich ein fertiger, aber nicht veröffentlichter Roman befindet. Er nutzt die Chance und geht raus in die Welt.

“Ein Bär will nach oben” erzählt auf sehr besondere Weise von einem besonderen Ereignis. William Kotzwinkle berichtet darüber, was der Bär erlebt, der mehr und mehr zum Menschen zu werden scheint. Aber andererseits erfahren wir auch, was aus dem Autoren wird, dem das Manuskript abhanden kommt – und sich scheinbar zum Bären verwandelt.
Die Story ist durchaus wunderlich, aber sehr schön aufgeschrieben. Wie der Bär durchs Menschenleben und tappst und die Eigenarten der Zweibeiner aufschnappt, ist toll zu lesen. Auf poetische Weise erzählt Kotzwinkle von einem Medienaufsteiger, der sich scheinbar alles erlauben kann – und dem die Leute auch noch glauben, als er eigentlich schon längst aufgeflogen ist.

William Kotzwinkle: Ein Bär will nach oben
ro ro ro, 271 Seiten
7/10

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RTelenovela

Stöckchen gefangen

Montag, den 10. März 2014
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Harald Baumer hat mir ein Stöckchen zugeworfen! es kam direkt von der “Metropolkultur hier rübergeflogen.
Es gibt unter Bloggern ein Spiel: Blogstöckchen werfen. Ein Blogger lässt sich Fragen einfallen und schickt die einem kleineren Kreis von anderen Bloggern zu. Die beantworten sie und suchen sich mit neuen Fragen einen anderen Kreis von Bloggern aus. Ein Schneeballsystem.

Das sind Harald Baumers Fragen und meine Antworten:

1.: Was kann ein Blog, was andere Medien nicht können?
Nichts. Es ist in der Regel eine Seite, die sich um eine Person oder ein Thema dreht, aber das ist auch auf Youtube möglich oder als Zeitung/Zeitschrift oder im Fernsehen.

2.: Dein/Ihr Lieblingsblog?
Stefan Niggemeier

3.: Wie oft schon verzweifelt am Bloggen?
Nicht wirklich. Höchstens dann, wenn man mal wieder mehr Zeit für den Blog verbraucht, als man wollte.

4.: Das größte Problem des Bloggers?
Blogs haben hierzulande einen recht kleinen Stellenwert

5.: Welches Blog fehlt der Welt noch?
Keine Ahnung, das gibt’s ja noch nicht.

6.: Wird in 100 Jahren noch gebloggt?
Das ist mir dann aus technischen Gründen egal.

7.: Dein/Ihr erfolgreichster Blog-Beitrag (mit Link, bitte)
ZAPPER VOR ORT: Fernsehkritik.TV – Die 100. Folge

8.: Dein/Ihr bester Blog-Beitrag (mit Link, bitte)
Wetten, dass…?: Web.de findet’s wieder schlecht – Es war einfach unmöglich, aus mehr als 3000 Texten den besten rauszusuchen. Das ist einer der Besseren der vergangenen Wochen.

9.: Wie lernt man Bloggen?
In dem man bloggt.

10.: Wird mit Bloggen jemals richtig Geld zu verdienen sein?
Für einige wenige ja.

11.: Was wird das Thema Deines/Ihres nächsten Blog-Beitrages sein?
Die Kritik zum Buch “Ein Bär will nach oben” von William Kotzwinkle.

Und jetzt ich:
Elf Fragen an fünf Blogger. Es sind:

Mein Weg durch die Jahreszeiten von ThomasS
UltimateHerosWelt
Andreas Streim
Hannes Rössler
Timo Niemeier

Die Fragen lauten:
1. Warum hast du angefangen, zu bloggen?
2. Welcher Blogeintrag ist dir heute peinlich? (mit Link, bitte)
3. Welcher Blogeintrag hatte die größte Wirkung? (mit Link, bitte)
4. Wo bloggst du in der Regel?
5. Welchen Blog, außer deinem, liest du am liebsten?
6. Welche Internetseite ist die erste, die du in der Regel öffnest?
7. Auf welcher Internetseite wirst du erfahren, dass der 3. Weltkrieg begonnen hat?
8. Was machst du, wenn das Internet streikt?
9. Wie lange kannst du ohne Internet leben?
10. Wo führt dich dein nächster Urlaub hin?
11. Wirst du darüber bloggen?

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