Tagesarchiv für 8. März 2014

RT im Kino

Grand Budapest Hotel

Samstag, den 8. März 2014

Es sieht fast aus wie ein überdimensioniertes Barbie-Haus: das Grand Budapest Hotel im Kuort Nebelsbad, irgendwo in den Bergen der Ex-Republik Zubrowka.
1968 sah das noch ganz anders aus, viel runtergekommener. Es kamen kaum noch Gäste. Zu den wenigen gehört ein junger Schriftsteller (Jude Law). Er kommt mit dem Hausbesitzer Zero Moustafa (F. Murray Abraham) ins Gespräch. Von ihm erfährt er, wie er zu dem Haus kam.
1932 heuerte Zero (Tony Revolori) an junger Lobbyboy an. Der Concierge Monsieur Gustave (Ralph Fiennes) wird sein Mentor. Als Madame D. (Tilda Swinton) betagt mit 84 Jahren stirbt, vererbt sie ihm ein unbezahlbares Kunstwerk – mit Gustave hatte sie näümlich eine Affäre. Aber weil die Familie das gar nicht lustig findet, zeigt sie Gustave an – er soll das Bild angeblich gestohlen haben. Gemeinsam mit Zero ist er nun auf der Flucht vor der Polizei.

Die Geschichte in “Grand Budapest Hotel” ist nett-harmlose Unterhaltung. Der Film von Wes Anderson lebt vor allem durch seine tolle Umsetzung, durch seine Verspielheit und Albernheit. Es ist das Visuelle, das diese Komödie dann doch sehr sehenswert macht. Die Figuren sind überzeichnet, in ihrer Albernheit aber nie peinlich. Alles wirkt schrill, aber nicht übertrieben aufgesetzt. Diesem Treiben zuzusehen sorgt sorgt nicht für Lachstürme, aber für viele Schmunzler.
Das “Grand Budapest Hotel” ist vor allem im sächsischen Görlitz gedreht worden. Dort fanden dioe Produzenten die historischen Bauten, die gebarucht worden sind. Die Innenaufnahmen entstanden in den Studios in Potsdam-Babelsberg. Demenstsprechend sind in diversen Nebenrollen auch deutsche Darsteller zu sehen. Dazu gehören Florian Lukas, Philipp Sonntag und Matthias Matschke. Ansonsten spielen Adrien Brody, Willem Dafoe, Owen Wilson, Edward Norton, Bill Murray und Harvey Keitel offenbar mit viel Spaß an der Sache.
“Grand Budapest Hotel” ist erfrischendes Unterhaltungskino!

Grand Budapest Hotel
D 2013, Regie: Wes Anderson
Fox, 101 Minuten, ab 12
7/10

Hits: 82

RTelenovela

Vor 20 Jahren (98): Wir verlassen Runge

Samstag, den 8. März 2014
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(97) -> 11.7.2013

Dienstag, 8. März 1994.
Seit 1991 besuchte ich das Oranienburger Runge-Gymnasium. In meinem Jahrgang gab es sieben Klassenzüge, 1994 waren wir die 9/7. Aber wie lange noch?
Oranienburg brauchte ein zweites Gymnasium, denn bei Runges war alles überfüllt. Klar war bereits, dass es am Rosengarten entstehen soll, in der ehemaligen Hans-Schemm-Schule, das nach 1945 von den Russen als Verwaltungshaus genutzt worden war.
Zum Schuljahresbeginn 1994/95 sollte das Neue Gymnasium Oranienburg in Betrieb gehen. Doch wer wird dann dort hin wechseln?

Wir waren hin- und hergerissen. Einerseits war das Lernen bei Runges immer sehr angenehm. Zumal die Räume altehrwürdig waren – andererseits aber auch schon leicht runtergekommen. Außerdem war ich sowieso immer dafür, wenn sich etwas Neues anbietet, sollte man zugreifen.
Allerdings hatten wir nicht die Wahl. Höhere Mächte waren es, die entschieden haben, welche Klassen ans neue Gymnasium wechseln werden.
Wenn ich alten Unterlagen glauben kann, dann muss am 8. März 1994 eine Entscheidung gefallen sein. Unsere 9/7 sollte als Klasse 10/4 komplett – inklusive Klassenleiterin umziehen. Wenn ich mich richtig erinnere, haben wir uns darüber gefreut.

Hits: 94