Tagesarchiv für 6. März 2014

ORA aktuell

Bürger befürchten Abgase von neuer Oranienburger Asphaltmischanlage

Donnerstag, den 6. März 2014
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Demnächst geht in Oranienburg-Süd die neue Asphaltmischanlage in Betrieb. Jährlich sollen dort etwa 100.000 Tonnen Asphalt hergestellt werden. Anwohner befürchten, dass es es öfter mit giftigen Abgasen zu tun bekommen. In der Testphase Anfang Februar sorgten Dämpfe in den anliegenden Wohngebieten für Wirbel.
Einige Anwohner konnten sich die Anlage am Mittwoch ansehen – Ängste sind dort jedoch nicht beseitigt worden. Zu den Schadstoffen sei nichts gesagt worden, so ein Anwohner in der Märkischen Allgemeinen. Die Anlage sei auf dem neuesten Stand, so Stephan Morgenroth, der Geschäftsführer des Betreibers M-Asphalt.

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RTZapper

Circus Halligalli: Klaas kann nicht trommeln

Donnerstag, den 6. März 2014
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MO 03.03.2014 | 22.10 Uhr | ProSieben

Eines muss man den Leuten vom “Circus Hallgalli” lassen: Sie schaffen es immer wieder, mich zu fesseln und diesen einen Auweia-Augenblick zu kreieren. Der Moment, wo man vor dem Fernseher sitzt und mitfiebert und mitleidet.
Am Montagabend gab es mal wieder so eine Aktion.

Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf waren zu Gast beim Konzert von Jared Letos Band “30 Seconds to Mars”. Joko hatte mit Leto abgesprochen, dass Klaas seinen grioßen Auftritt bekommt – als Schlagzeuger. Angeblich, weil er so toll spielt und schon immer mal mit der Band auftreten wollte.
Blöd nur: Klaas kann nicht trommeln, und er wollte keineswegs dort auftreten.
Nun aber sagte Jared Leto den verdutzten Klaas an, und der konnte nicht flüchten. So musste er tatsächlich ans Schlagzeug und zeigen, dass er’s (nicht) kann.
Leto war entsetzt, das Publikum auch, das Konzert ist abgebrochen worden. Joko und Klaas hat die Band regelrecht aus der Halle gejagt.

Oh. Mein. Gott. In Klaas muss es gebrodelt haben. So eine Blamage! Auch als Zuschauer war das ein Wechselbad der Gefühle. Einerseits waren diese Szenen lustig. Aber zu sehen, wie sich Klaas demütigen lassen musste – das hatte es in sich.
Bis Joko zugab, dass alles abgesprochen war. Jered Leto wusste Bescheid, die Band und selbst das Publikum.

Eine großartige Aktion, und ein Stück Emotion im und vor dem Fernseher, das heute nur noch selten passiert. Und immer wieder das große Staunen: was Joko und Klaas alles über sich ergehen lassen. Mutig sind die beiden ja schon…

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RT im Kino

12 Years a Slave

Donnerstag, den 6. März 2014

Der Afroamerikaner Solomon Northup (Chiwetel Ejiofor) hat in Saratoga im US-Bundesstaat New York Mitte des 19. Jahrhunderts ein einfaches, aber gutes Leben. Nach einem Auftritt, bei dem er Geige gespielt hat, findet er sich allerdings in einem Verlies wieder – angekettet. Mit einem Sklavenschiff wird er nach Louisiana verfrachtet. Er wird verkauft und muss nun harte Arbeit für seine “Besitzer” leisten. Freiheitsrechte? So etwas gibt es für ihn nicht mehr.

Solomon erlebt schreckliche “12 Years a Slave”. Der Zuschauer bekommt fast hautnah mit, wie es ist, ein Nichts zu sein. Ein Körper, der arbeiten muss. Arbeiten, arbeiten, arbeiten. Schuften, so lange die Kräfte reichen – und darüber hinaus. Für die Sklavenhalter sind sie ein Ding, eine Sache, für die sie mal bezahlt haben. Die kaltschnäuzige Art, das Herrische, das ist oftmals nur schwer zu ertragen. Wie Menschen verprügelt werden, nur um das eigene Ego zu befriedigen, das ist harter Tobak.
Der Film von Steve McQueen hat 2014 den Oscar als bester Film gewonnen. Der beste Film des Jahres ist “12 Years a Slave” zwar lange nicht, sehr beeindruckend und bedrückend aber in jedem Falle. Einmal mehr versuchen die Amerikaner ihr Trauma von der Menschensklaverei zu verarbeiten. Für sie ist ein ein wichtiger Film, wohl deshalb diese Auszeichnung.
In Nebenrollen glänzen Michael Fassbender, Brad Pitt und Lupita Nyong’o. Letztere erhielt völlig zurecht den Oscar als beste Nebendarstellerin. Ihre Rolle im Film, diese Wut, diese Entschlossenheit, aber auch und vor allem der Schmerz und die Demut, das wird man so schnell nicht vergessen.

12 Years a Slave
USA 2013, Regie: Steve McQueen
Tobis, 135 Minuten, ab 12
7/10

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