Tagesarchiv für 5. März 2014

RTelenovela

Einfach nach links wäre zu einfach!

Mittwoch, den 5. März 2014
Tags: ,

Wer in Potsdam mit dem Auto unterwegs ist, muss sich in Geduld üben. Straßen und Kreuzungen sind zwar dazu da, befahren zu werden – aber in Potsdam gefälligst nicht so, wie man das als Autofahrer gern hätte.

Beispiel: Du willst von der Friedrich-Ebert-Straße in die Straße Am Kanal links abbiegen. Ist verboten. Warum, weiß keiner so genau. Baulich sollte das gar kein Problem sein. Aber die Potsdamer haben sich eine irrwitzige Lösung einfallen lassen. Man biegt stattdessen nach rechts in die Yorckstraße ab. Dort kommt sofort die Möglichkeit, nach links zu fahren, um umzudrehen. Von dort kann man gerade aus das gewünschte Ziel erreichen. Durch die Ampeln ist das sicherlich auch keine ganz ungefährliche Lösung, aber wenn die Potsdamer meinen, das so machen zu müssen, bitteschön.
Und das ist nur ein Beispiel von unzähligen in Brandenburgs Landeshauptstadt.

In anderen Straßen steht man plötzlich in einer nicht angekündigten Sackgasse. Da bleibt nur noch umdrehen. Hier ist Rechtsabbiegen verboten, da mal Linksabbiegen, überall muss man aufpassen, überlegen und umdrehen. Vielleicht soll so die Aufmerksamkeit der Autofahrer erhöht werden?

Hits: 93

aRTikel

Hohenbrucher Tierpension kämpft um ihren Ruf

Mittwoch, den 5. März 2014
Tags: , ,

Angebliche Missstände in der Hundehaltung: Ralf Hewelcke wehrt sich gegen Fernsehbericht

MAZ Oranienburg, 5.3.2014

HOHENBRUCH
Ralf Hewelcke, der Chef der Hohenbrucher Tierpension, wehrt sich gegen Vorwürfe, er würde die bei ihm lebenden Hunde quälen. Ehemalige Mitarbeiterinnen hatten im RBB-Magazin „Klartext“ von körperlicher Gewalt gegenüber Tieren berichtet, von zu engen Zwingern, zu wenig Auslauf und schlechter Pflege.
„Hier sitzt kein Hund beengt in der Anlage“, sagte Hewelcke gestern. Er hatte die Presse zu einem Ortstermin geladen. Mitarbeiterin Susanne Göpfert war am Mittag gerade dabei, die Schlittenhunde zu füttern. Im Gehege herrschte lautes Gebell, aber kein aggressives. Die Tiere begrüßten Hewelcke ohne Scheu oder Ängste – wie alle Hunde auf dem Gelände.

Bis zu 230 Hunde und 80 Katzen darf Hewelcke mit seinem vierköpfigen Team auf dem Hof betreuen, mehr als 150 Hunde seien es aber noch nie gewesen, derzeit sind es viel weniger. Es entstand nicht der Eindruck, dass sich in den vergangenen Tagen auf dem Hof großartig etwas geändert hat. Die Tiere haben sowohl Zugang zu ihren Hundehäusern als auch auf ein Freigelände. Keine Spur von besonderer Enge.
Hewelckes eigene 22 Schlittenhunde leben in einem Zwinger, der, wie er sagt, etwas rustikaler ist als die Pension. Aber auch diese Tiere haben viel Platz, können sich bewegen. „Das ist das Einzige, was ich einräumen muss“, sagte er, „dass ich mit den Schlittenhunden, die mir gehören, zu wenig rausgehe.“

Die Vorwürfe aus dem Fernsehbericht beziehen sich auf die Zeit bis Januar 2012. Zu diesem Zeitpunkt ist die letzte der vier Angestellten entlassen worden, die im RBB nun zu Wort kamen. Bereits im Januar 2013 waren Vertreter der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Hohenbruch, offenbar um Vorwürfen nachzugehen, ob es Mängel in Sachen Ausbildung und Tierhaltung gebe. Ob und welche Probleme gefunden worden sind, hat Hewelcke nicht erfahren. Klar ist, dass ihm die IHK im vergangenen Sommer verboten hat, Mitarbeiter auszubilden. Die Kammer zweifelt die Qualität der Ausbildung an. „Es gab eine Vielzahl von Verstößen“, sagte gestern Wolfgang Spieß, bei der IHK für den Bildungsbereich zuständig. Welche Probleme das sind, wollte er nicht sagen, weil es sich um ein schwebendes Verfahren handele.

Im Januar 2013 waren RBB-Journalisten für das Magazin „Tier zuliebe“ zwei Tage in Hohenbruch, dabei scheint ihnen nichts Negatives aufgefallen zu sein. Vertreter des Veterinäramtes aus Gransee waren ebenfalls immer wieder vor Ort. Das bestätigte gestern Irina Schmidt, die Pressesprecherin des Landkreises Oberhavel. Jeder Hinweis, der in tierschutzrechtlichen Angelegenheiten eingehe, würde sehr ernst genommen, so Schmidt. Bei der jüngsten Kontrolle am 13. Februar 2014 habe es keine größere Beanstandung gegeben. Nach den RBB-Vorwürfen soll es ein Anhörungsverfahren gegenüber Hewelcke geben, auch die anderen Zeugen werden befragt.
Erst vor vier Wochen besichtigten Mitarbeiter des Landesamtes für Arbeitsschutz den Hof. Es fanden sich laut Protokoll, das die MAZ einsehen konnte, keine Mängel. Auch Kremmens Bürgermeister Klaus-Jürgen Sasse sind „keine Vorwürfe bekannt“, wie er gestern auf Nachfrage sagte. Er sei schon oft auf dem Hof gewesen – auch als Kunde der Hundepension.
Den im RBB ebenfalls geäußerten Vorwurf eines Hundehalters, der sein Tier nach drei Wochen abgemagert aus Hohenbruch abholte, weist Hewelcke zurück. Das Tier sei schon vorher krank gewesen. So war von einer Vergrößerung der Prostata beim Hund die Rede. Im Schriftstück, das im RBB zu sehen gewesen war, ist ein Abmagerungszeitraum von drei Monaten – und nicht von drei Wochen – angegeben.

Hewelcke spricht von Rufschädigung und wundert sich, warum solche Vorwürfe zwei Jahre gebraucht haben, bis sie öffentlich wurden. Wäre die Lage so dramatisch gewesen, hätten Tierschützer sofort handeln müssen.

Hits: 232

RTZapper

Werbung: Treffpunkt 18

Mittwoch, den 5. März 2014
Tags: , ,

SO 02.03.2014 | 2.11 Uhr (Mo.) | ProSieben

Die Blonde im Bett ist noch ganz berauscht. Es muss eine heiße Nacht gewesen sein mit dem dunklen, kurzhaarigen Stecher. Aber nun muss er los. Die Shorts liegen vor dem Bett.
Dann fix rüber in die Nachbarwohnung. Da liegt vor dem Bett der Dunkelhaarigen, die vermutlich auch nicht mehr ungefickt ist, die Jeans. T-Shirt und Jacke holt er sich dann noch von der Ische einen Stockwerk tiefer. Auch die beiden schienen Spaß gehabt zu haben. Aber jetzt ist die (zweite) Blonde ganz enttäuscht: “Musst du schon los, Mark?”, fragt sie ihren heißen Stecher. “Ich heiße Jeff”, antwortet der.

Nun ja, vielleicht hat er ja, was seine Namen angeht, bei seinen drei Dates ein bisschen durcheinander gekommen. Aber sich so durch die Nacht zu poppen, scheint offenbar erstrebenswert zu sein, denn immerhin lief der Werbespot des Datingportals “Treffpunkt 18” in der ProSieben-Oscarnacht ein gutes halbes Dutzend mal.
Die Frage ist allerdings: An wen richtet sich der Spot? An Schlampen, die es sich mal wieder besorgen lassen wollen, ohne mitzubekommen, dass sie gerade nur Nummer zwei oder drei in dieser Nacht sind? Oder geht es um Machoärsche, um sexgeile Stecher, die es pro Nacht mehr als einmal brauchen?
Irgendwie unappetitlich ist das alles so oder so.

Hits: 107

RTZapper

red! Carpet – live beim Oscar 2014

Mittwoch, den 5. März 2014
Tags:

SO 02.03.2014 | 1.00 Uhr (Mo.) | ProSieben

Es hätte alles so schön sein können. ProSieben Moderationsikone Steven Gätjen stellt sich an den Roten Teppich in Los Angeles, um die Stars vor der Oscar-Verleihung abzufangem. ProSieben überträgt das eine halbe Stunde lang live. Was leider fehlte: die Stars.

Irgendwie hatte der Steven am Sonntagabend kein Glück. Minutenlang kam einfach kein Promi an ihm vorbei – oder sie gingen an ihm vorbei, weil ihnen das German Television einfach zu poplig ist. Zwischendurch zeigte ProSieben ein aufgezeichnetes Interview, damit sie Zeit nicht allzu lang wird. Ansonten blieb die Ausbeute mau: ein Nebendarsteller von “12 Years a Slave”, die deutschen Kurzfilm-Nominierten und weitere zwei oder drei Teppichgänger.

So schlecht lief es für Steven noch nie: Fiel er in den Vorjahren durch manchmal schon recht debile Interviews auf, so war es in diesem Jahr die Promiflaute.
Vielleicht sollte ProSieben mal darüber nachdenken, die Rote-Teppisch-Show zu verlängern und so die Promitalk-Chabnce zu erhöhen – und dafür auf das überflüssige Gelaber der US-PreShow im Anschluss zu verzichten.

Hits: 93