Tagesarchiv für 4. März 2014

RTelenovela

Die Oscar-Nacht endet unentschieden

Dienstag, den 4. März 2014
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2012 -> 28.2.2012

Ich habe das Oscar-Nacht-Battle noch nie gewonnen. Die größte Schmach war 2012, als ich 8:13 verlor. 2008 ist es immerhin ein Untentschieden gewesen.
Diesmal trat ich gegen Marco an, der mir gleich mal mitteilte, dass er das Ding immer gewinnen würde. Das traf sich dann ja gut, da es bei mir ja noch nie geklappt hatte.

Doch diesmal war der Sieg zu Greifen nah. Schnell ging ich in Führung. Es war gerade bei den technischen Kategorien aber auch sehr einfach: “Gravity” war dort zurecht das Maß aller Dinge. Soundeffekte, Tonschnitt, Ausstattung – völlig klar, dass der Weltraumfilm da die Oscars holen musste.

So führte ich bis zum Schluss, als es zwei Kategorien vor dem Ende 12:14 stand.
Ich wollte, dass Leonardo DiCaprio endlich mal seinen ersten Oscar gewann – aber Matthew McConaughey ist es geworden. 13:14.
Ich wollte, dass “Gravity” auch den Oscar als besten Film bekommt. “12 Years a Slave” ist es geworden. 14:14.
So endete also diese Nacht erneut mit einem Unentschieden. In letzter Sekunden verloren. Aber 2015, da greife ich erneut an!

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RT im Kino

Philomena

Dienstag, den 4. März 2014

50 Jahre alt wäre ihr Sohn heute geworden. Philomena Lee (Judi Dench) starrt das alte Foto an. Was ist bloß aus ihm gworden?
Sie weiß es nicht. Man hat ihr einst ihren Sohn weggenommen.
Philomena hat als Jugendliche eine Schande begangen – zumindest aus Sicht der katholischen Kirche. Sie bekam ein uneheliches Kind. Ihre Eltern schicken sie ins Kloster, wo sie das Baby bekommt. Sie darf es nur eine Stunde am Tag sehen, und dafür muss sie hart arbeiten. Aber eines Tages ist der Kleine weg – Fremde haben ihn adoptiert.
Nun will Philomena wissen, wo er steckt. Mit dem Ex-BBC-Journalisten Martin Sixsmith (Steve Coogan) reist sie zum Kloster. Doch dort will man mit der Wahrheit nicht rausrücken. Erst in den USA kommen sie auf die Spuren des geliebten und doch so unbekannten Sohnes.

Stephen Frears erzählt in “Philomena” die wahre Geschichte einer Frau, der man ihr Kind weggenommen hat, weil sie gegen angebliche erzieherischen Standards verstoßen hatte. Das ist ein Drama, und doch ist es ein unglaublich warmherziger Film. Denn wie sich herausstellt, ist Philomena eine unfassbar starke Frau, eine, die in sich ruht, weil sie einen starken Glauben besitzt – und das, obwohl ihr die Kirche so viel Schlimmes angetan hat.
Wie sie auf die Begebenheiten, die sich ihr stellen, reagiert, ist hervorragend. Ganz beiläufig nimmt sie Dinge hin, die andere empörend oder zumindest seltsam und unangenehm fänden. Auf eine ganz tolle Art predigt Philomena eine lebensjahende Einstellung und: Vergebung.
Judi Dench füllt diese Rolle auf fantastische Art aus und lässt deshalb auch über einige wenige Längen hinwegblicken. Am Ende ist man traurig und glücklich zugleich und man beginnt auch, nachzudenken – über diese Art der Vergebung zum Beispiel.

Philomena
GB 2013, Regie: Stephen Frears
Universum, 98 Minuten, ab 6
8/10

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RTZapper

Scream if you can – Wer Angst hat, verliert!

Dienstag, den 4. März 2014
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SA 01.03.2014 | 20.15 Uhr | ProSieben

Bei ProSieben ist am Sonnabend eine peinliche Panne passiert. Aus Versehen haben die statt einer unterhaltsamen Show langweilige, teilweise verwackelte Amateurvideos ausgestrahlt. Irgendwelche Leute waren in irgendeinem Wald unterwegs, um irgendwelche Schätze mit Geld zu bergen. Dabei fluchten sie immer mal wieder, manchmal schrien die Mädels auch, wenn sie mal wieder durch irgendwas in der Dunkelheit erschreckt worden sind. Am Ende mussten sie das Geld, das sie gefunden haben, wir giftigen Hunden retten, die böse Leute auf sie gehetzt haben.
Erstaunlicherweise dauerte die Panne fast zwei Stunden, und bei ProSieben schien niemand gemerkt zu haben, was da vor sich ging.

Oder war das alles etwa ernst gemeint? War dieser öde Studentenausflug tatsächlich die neue Samstagabend-Unterhaltung a la ProSieben?
Sieht ganz so aus. Denn mitten in diesem Wald stand Moderator Thore Schölermann und freute sich diebisch, wenn den Kandidaten mal wieder die Hunde hinterher rannten. Zerfleischt wurden die Kandidaten zwar nicht (mancher wird das bedauert haben, zumindest den Herrn Schölermann oder einen ProSieben-Verantwortlichen hätten die Tölen mal mal beißen können), aber immerhin zu Boden geworfen.

“Scream if you can – Wer Angst hat, verliert!” hieß das Showgerümpel von der Resterampe, das in der Tat große Angst einjagte: entweder einzuschlafen oder die vergeudete Zeit nie wieder nachholen zu können.

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