Tagesarchiv für 24. Februar 2014

RT im Kino

Stromberg – Der Film

Montag, den 24. Februar 2014

Es gibt einen Grund zu feiern: Die Capitol-Lebensversicherung wird 50! Was aber die meisten der Mitarbeiter nicht wissen: Nach der großen Firmenfeier beginnt eine Entlassungswelle.
Als Bernd Stromberg (Christoph Maria Herbst) das zufällig mitbekommt, beschließt er, mit seiner kompletten Belegschaft zu dieser Feier zu reisen. Bislang hatte er das strikt abgelehnt und sich mit Mitarbeiter Ernie (Bjarne Mädel) darüber gezofft, weil Ernie unbedingt hin wollte.
Dass diese Party in einem absoluten Chaos endet, ahnt allerdings niemand.

Man könnte meinen, “Stromberg – Der Film” sei eine Komödie. In der Tat gibt es auch einige lustige Momente und viele Schmunzler. Aber er ist viel mehr als nur das. Er ist zwar keine Doku, er erzählt aber trotzdem einiges über unsere Wirtschaft. Über Werte und die Art, wie Chefetagen die Mitarbeiter behandeln.
Sicher, Bernd Stromberg ist das alte Ekel geblieben, und so muss das ja auch sein. Aber der Film bietet eine weitere, durchaus ernste Ebene. Er erzählt davon, wie Firmenbosse einerseits vom Sparen reden und andererseits für gewisser andere Dinge das Geld aus dem Fenster schmeißen. Solche Fälle wird jeder kennen, der in einer Firma arbeitet, in der es heißt, es müsse gespart werden. Und plötzlich wird aus diesem Stromberg zwar kein anderer Mensch – aber es scheint plötzlich, dass er die Seiten wechselt und, ja, menschliche Züge bekommt.
Autor Ralf Husmann hat mit “Stromberg – Der Film” wieder Tolles geleistet, nicht einfach nur eine billige Komödie, in der nur fortgesetzt wird, was die Serie ausmachte. Der Film geht weit darüber hinaus. Und das mit geschliffen scharfen Dialogen und Pointen auf den Punkt. Dazu ein Schauspielensemble, das den Büroalltag und den Ausflug so realistisch darstellt, als wäre man dabei.
Und im Abspann stehen übrigens alle jene Fans, die den Film mitfinanziert haben. Crowdfounding hat “Stromberg” fürs Kino erst möglich gemacht.

Stromberg – Der Film
D 2013, Regie: Arne Feldhusen
NFP, 123 Minuten, ab 12
8/10

Hits: 60

RTelenovela

Mitreden – Der Brunchtalk (9)

Montag, den 24. Februar 2014
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-> 7.10.2013

Zum neunten Mal trafen wir uns nun schon zum Brunchtalk im Kremmener Theater “Tiefste Provinz”. Draußen schien die Sonne, es war bereits schönes Frühlingswetter mitten im Februar. Passend zur heißen Karnevalsphase ging es auch bei uns zeitweise faschingsmäßig zu.

Reiko Meißner ist der Präsident des Karneval-Clubs Kremmen, der in diesem Jahr seine 50. Session feiert. Erst am Abend zuvor fand die faschingssitzung in Perwenitz statt, und das hörte man Meißner auch ein wenig an. Die Stimme schien ein bisschen angegriffen zu sein. Er erzählte darüber, dass der Fasching heutzutage weniger politisch ist als früher mal. Die Leute haben es immer und überall mit Politik zu tun, deshalb spiele sie im Karneval nicht mehr die große Rolle.
Nach der Pause traten sein Sohn Marc und seine Tanzpartnerin bei uns auf – sie zeigen einen Paartanz. Allerdings leicht gebremst, denn die Bühne ist klein, und bei Hebefiguren ist Vorsicht geboten. Oben hängen schließlich Scheinwerfer. Sie haben trotzdem großen Applaus bekommen.

Herr O. aus Manker ist eigentlich Polizist, aber als Hobby hat er sich dem Singen verschrieben. Nachdem er an einem Wettbewerb relativ erfolgreich teilgenommen hat, tritt er nun regelmäßig auf Festen auf. Und seine Stimme klingt richtig gut! Zwei Lieder hat er uns präsentiert – Pop und Schlager – und bewiesen, dass er es wirklich drauf hat. Aber auch über seinen Polizeidienst in der ländlichen Region hat er uns etwas erzählt. Dass er seinen Job so gut wie möglich machen möchte, aber die Polizei nicht immer schnellstmöglich an jedem Ort sein könne.

Stargast des Tages war diesmal Matthias Platzeck, der ehemalige Ministerpräsident von Brandenburg. Er erzählte, dass es immer noch nicht wesentlich mehr Freizeit hat, denn auch als Abgeordneter habe er viele Aufgaben und zudem diverse ehrenamtliche Tätigkeiten. In Bezug auf den Karneval sei es ihm anfangs schwergefallen, dass man bei diesen Sitzungen auch auf ihn “eingedroschen” hat – humorisch natürlich, aber trotzdem ernsthaft. Später sei das andersrum gewesen, er wäre enttäuscht gewesen, wenn er nicht “Mode” gewesen wäre. Zudem er sich solche Kritiken durchaus zu Herzen genommen habe und sich durchaus fragte, was dran gewesen sei.

Aus unserer Sicht war es eine abwechslungsreiche, kurzweilige Runde, in der wir die heiteren und ernsten Seiten des Lebens besprochen haben.
Weiter geht’s im Mai.

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