Tagesarchiv für 21. Februar 2014

aRTikel

Warmer Tunnel für den Spargel

Freitag, den 21. Februar 2014
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Das Wetter ist günstig: Vorbereitungen für die Ernte rund um Kremmen laufen bereits

MAZ Oranienburg, 21.2.2014

KREMMEN
Das warme Wetter der vergangenen Wochen sorgt dafür, dass der Spargel schneller wächst. Schon jetzt herrscht auf den Feldern rund um Kremmen Hochbetrieb. „Wir sind ungefähr zehn Tage früher dran als normalerweise“, erzählte gestern Malte Voigts, der Geschäftsführer des Spargelhofes in Kremmen.

Auf einem Feld in der Nähe von Flatow sind am Vormittag bereits die Erntehelfer unterwegs gewesen, um sogenannte Minitunnel anzulegen. „Sie wirken wie ein Gewächshaus“, so Malte Voigts. Schon im vergangenen Dezember sind die Spargelhügel mit schwarzen Folien belegt worden, sie sollen die Sonnenwärme in die Erde leiten. Über diese Folien wird nun eine weitere Klarsichtfolie gespannt. Befestigt wird sie einerseits mit Sand, andererseits durch darüber aufgestellte Stahlbügel.
Somit kann sich zwischen der Klarsichtfolie und dem Hügel ein Luftpolster bilden. „Unabhängig von der Außentemperatur können in dem Tunnel Werte von 28 Grad erreicht werden“, erzählt der Spargelhof-Geschäftsführer. Der Vorteil: Der Spargel könne an diesen Stellen zwei Wochen früher als normalerweise geernet werden. Falls es allerdings wieder Frost gibt, sind die Bemühungen hinfällig. „Bei extremer Kälte nützt das nichts“, so Voigts. Die Meteorologen rechnen allerdings nicht mehr damit, dass es noch mal einen Wintereinbruch gibt. Deshalb meint Voigts, dass Ende März die Ernte beginnt. „Für uns ist das momentane Wetter fast ideal“, sagte er gestern. Ein bisschen mehr Sonne wünscht er sich allerdings schon noch. „Hauptsache kein Schnee!“

Ganz anders ist die Situation auf der Belafarm in Beetz. Dort haben die Vorbereitungen noch nicht begonnen. „Wir fangen erst im März so richtig an“, sagte gestern Nachmittag Kristin Gansewig, die Assistentin der Belafarm-Geschäftsführung in einem MAZ-Gespräch. Der Spargel nimmt in dem Unternehmen eine Fläche von 20 Hektar ein. „Bei uns ist er eher ein Nebenprodukt“, so Gansewig weiter. „Wir bauen ihn nicht so intensiv an.“ Ein Credo bei der Belafarm sei es, den Spargel im natürlichen Fluss zu belassen, es werde also nicht besonders nachgeholfen, damit er schneller wächst. Gansewig rechnet damit, dass der BeetzerSpargelverkauf Ende April beginnt.
In einem Punkt ist sich Kristin Gansewig sehr sicher: Der Markt für den Spargel in der Region ist gesättigt. „Neben den Beelitzern und den Kremmenern gibt es eigentlich kaum noch Platz“, sagte sie gestern.

Der Kremmener Spargelhof dagegen vergrößert sich weiter. Die Rhinland Agrar GmbH von Malte Voigts bewirtschaftet in diesem Jahr 200 Hektar mit Spargel. Das sind 30 Hektar mehr als im vergangenen Jahr. Eine Fläche bei Flatow sei neu dazugekommen. „Das ist dann aber auch unsere maximale Ausdehnung“, erklärt Voigts.
Seit Sommer 2008 wird rund um Kremmen der Spargel angebaut. Einige der Flächen werden bald ihre Altersgrenze erreichen. „Dann werden wir dort wieder Getreide anbauen“, kündigt Voigts an. Ein paar Jahre später könnten dort aber wieder Spargelhügel angelegt werden.
Auch personell wird sich der Spargelhof in diesem Jahr vergrößern. Auf 550 bis 600 Mitarbeiter soll der Betrieb im Frühjahr anwachsen. Das sind etwa 100 mehr als im Vorjahr. So soll nach Angaben des Geschäftsführers beispielsweise das Spargelrestaurant auf dem Hof personalintensiver werden. Ab April soll es erstmals parallel ein Restaurant im Zelt und eine Selbstbedienungstheke im Hofladen geben. Auch zehn weitere Verkaufsstände sollen in der Region hinzukommen. „Wir verkaufen inzwischen in einem Radius von 100 Kilometern“, sagte Malte Voigts gestern. Ein ganz besonderer Verkaufsstand entsteht auf demSpargelhof selbst: ein Drive-in. Das ist für Leute, die in Kremmen nicht extra vom Parkplatz zum Hofladen laufen wollen. „Wir bauen eine kleine Blockhütte auf, dort wollen wir dann auch Spargel verkaufen.“

Ebenfalls neu ist, dass in diesem Jahr Heidelbeeren in Kremmen angebaut werden sollen. Auch dafür sucht Voigts Mitarbeiter. Momentan laufen die Ausschreibungen für die Jobs in Kremmen. „Ich habe ein paar Bedenken, dass wir alle Stellen besetzen können, aber bisher haben wir das in jedem Jahr geschafft.“
Falls wettermäßig nichts dazwischenkommt, beginnt mit der Spargelernte in Kremmen auch der Publikumsbetrieb auf dem Spargelhof. Zu Ostern, am Sonnabend, 19. April, ist die offizielle Saisoneröffnung geplant. Dann findet auch ein Kunst-, Handwerker- und Trödelmarkt statt.

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RTelenovela

Hey Kremmen, du mei’ Stadt am Rhin

Freitag, den 21. Februar 2014
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Gehe zum Stadtempfang von Kremmen, und du kannst was erleben! Und fast hätten wir es verpasst, weil wir ins Gespräch vertieft waren, mein Kollege und ich. Unser Landrat schmetterte ein Lied ins Mikrofon, und er sang aus Leibeskräften.
In seiner Rede erzählte Karl-Heinz Schröter vorher von einem Lied der Höhner, darin heißt es: “Hey Kölle – do ming Stadt am Rhing, he wo ich jroß jewode ben.” Und das passe ja perfekt: Kölle und Kremmen könne man austauschen, und schon habe man ein neues Lied, zumal die Stadt ja auch den Rhin habe, das kleine Flüsslein. So kam es, dass er sich das Mikro schnappte und sang: “Hey Kremmen, du mei’ Stadt am Rhin (oder so ähnlich), da wo ich groß geworden bin.”

Ob er damit bei Dieter Bohlen eine Chance gehabt hätte, vermag ich nicht zu sagen. Ob er jemals einen so hohen Entertainmentfaktor hatte, auch nicht – dazu treffe ich den Landrat einfach zu selten. Aber vielleicht ist das ja eine zweite Karriere, wenn er irgendwann mal nicht mehr Landrat sein sollte. Also, falls das jemals passiert.

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RTZapper

TV total: 2000. Sendung

Freitag, den 21. Februar 2014
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DO 20.02.2014 | 23.30 Uhr | ProSieben

Okay, ein bisschen geschummelt hat Stefan Raab schon: Am Donnerstagabend lief auf ProSieben die 2000. Sendung von “TV total”. Aber eigentlich sind es schon einige mehr, denn die 2000 bezieht sich nur auf die täglichen Shows, die wöchentlichen, die in den ersten beiden Jahren zu sehen waren, die sind da nicht berücksichtigt – seltsamerweise.

Trotzdem: Glückwunsch, Stefan Raab! Was wäre das deutsche Fernsehen ohne ihn? Sicherlich ist “TV total” oft in einem Alltagstrott, der ein wenig dahingerotzt wirkt. Aber dennoch schafft es Raab immer noch, die Massen zu bewegen. Seine Zuschauer sollen eine haarsträubend doofe Musiksingle bei Amazon pushen? Da machen seine Fans immer noch gern mit. Sie wollen ein NDR-Voting beeinflussen? Tausende haben sich beteiligt und so auf eine hohe Aufmerksamkeit gesorgt.

Seit 15 Jahren ist “TV total” die (langsam mal renovierungsbedürftige) Wohnstube von Stefan Raab, in der er viele neue Formate erfunden hat. Seien es Gesangswettbewerbe, Pokerrunden, Autoballspiele oder was weiß ich noch alles. Und ganz nebenbei findet eben immer noch auch eine kritische und humorvolle Fernsehbeobachtung statt.

An Harald Schmidt und seine Late-Night-Show hat Raab nie rangereicht und wird nie ranreichen – aber ein Betthupferl ist mit seiner Show für viele dennoch geworden.

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