Tagesarchiv für 19. Februar 2014

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phoenix vor Ort: Aktuelles zur Lage in der Ukraine

Mittwoch, den 19. Februar 2014
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DI 18.02.2014 | 21.00 Uhr | phoenix

Die politische Lage in der Ukraine scheint erneut zu eskalieren. Auf dem Maidan-Platz in Kiew greift die Polizei gegen die Demonstranten durch. Mehrere Feuer brennen.
Der Sender phoenix berichtete in zwei Sondersendungen von “phoenix vor Ort” über die Ereignisse in Kiew.

Bei Twitter im Internet regte sich unterdessen mal wieder Protest. In Kiew herrsche eine brisante politische Lage, und Das Erste zeigt Arztserien, und im ZDF gibt’s Humtata-Karneval. Sondersendungen? Fehlanzeige.
Und da war sie wieder, die Welle der Empörung, die wieder mal in dem Satz gipfelte: “Und dafür zahlen wir Gebühren.”

Ja, genau. Dass phoenix zweimal sein Programm unterbrochen hat, um aus Kiew zu berichten, dafür zahle ich meine Gebühren. Auch dafür, dass der “Report” im Ersten live nach Kiew geschaltet hat.
Die überwiegende Twitter-Meinung jedoch war, dass Das Erste und das ZDF ihre Programme hätten unterbrechen müssen. Ein “Brennpunkt” hätte mindestens drin sein können.

Hätten man machen können, ja. Aber was hätte man zeigen sollen. Die Totale vom Maidan in Kiew. Ein Reporter, der nicht mehr machen kann, als zu sagen, was er sieht?
So bitter das klingt: Es ist schlimm, was in Kiew passiert, aber im Laufe des Abends gab es dazu wenig Neues zu sagen.
Die “Tagesschau” berichtete aus Kiew. Danach gab’s auf n-tv Live-Bilder. Später auf phoenix. Was Neues ist in der Zeit nicht passiert, außer dass man sehen konnte, dass es immer noch brennt auf dem Maidan.

Die “Tagesthemen” brachten die Zuschauer im Ersten dann wieder auf den aktuellen Stand – der allerdings kaum anders war als zwei Stunden vorher in der “Tagesschau”. Dass sich das öffentlich-rechtliche Fernsehen unglaubwürdig macht, nur weil es nicht ständig aus Kiew berichtet, dem würde ich keineswegs zustimmen. Zumal phoenix eben jene Updates lieferte, und dafür ist der Sender auch da. Die Lage erforderte es aber wohl kaum, dass auch die Hauptprogramme ihre Sendungen unterbrechen. Und wer doch permanent ein Auge auf die Ereignisse in der ukrainischen Hauptstadt haben möchte, für den gibt es die Livestreams im Internet.

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