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Im Kreuzverhör

Normalerweise ist es meine Aufgabe, die Leute zu interviewen, um etwas über sie und ihre Arbeit herauszufinden, ihnen Geheimnisse aus den Rippen zu leiern. Am Dienstagvormittag lief das etwas anders als sonst: Ich war derjenige, der befragt worden ist.
Am Oranienburger Louise-Henriette-Gymnasium gibt es zum 20. Jubiläum der Schule ein Ehemaligenprojekt – und ich bin so ein Ehemaliger. Als Abiturient des LHG sollte ich dazu befragt werden, woran ich mich erinnere, wenn ich die Schulzeit denke und was ich danach so gemacht habe.

Jetzt weiß ich mal, wie das ist, wenn man lauter Fragen beantworten muss. Lieblingsfächer und -lehrer, besondere Erinnerungen und wie das mit dem Studium lief (bitte habt Verständnis, dass ich das hier nicht ausbreite).
Einen Unterschied gab es allerdings: Ich bin nicht von einer Person befragt worden, sondern von schätzungsweise 20! Ein echtes Kreuzverhör – wie in einem Untersuchungsausschuss, in dem einen alle böse angucken. Böse war am LHG niemand, eher schüchtern.

In den nächsten Tagen und Wochen werden weitere Ex-LHGler befragt oder ihnen Fragebögen zugeschickt. Ende September werde ich mit den anderen Teil einer Ausstellung sein – auch das ist eine Premiere für mich.
Aber eines ist klar: Beim nächsten Mal stelle ich wieder die Fragen!

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