Tagesarchiv für 19. Januar 2014

RTZapper

Millionärswahl: Halbfinale

Sonntag, den 19. Januar 2014
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SA 18.01.2014 | 22.45 Uhr | ProSieben

Elton ist momentan wirklich nicht beneiden. Die “Millionärswahl” ist ein Desaster, inhaltlich und quotenmäßig. Nach der 2. Show setzten ProSieben und Sat.1 sie in der geplanten Form ab – was aber nicht heißt, dass dieses Kapitel zu Ende ist.
Am Sonnabend mussten Elton und Jeannine Michaelsen trotzdem noch mal ran. Ganz ohne Publikum im großen Studio sagten sie die Einspielfilme an. Kein Applaus, keine Gäste, bloß noch das nackte Gerüst der Show.
Waren die Quoten in der Show 2 schon indiskutabel, wird die “Millionärswahl” wohl nun gegen das RTL-Dschungelcamp gar keine Chance haben.

Augen zu und durch. Als wenn das alles nicht schlimm genug wäre, kam es nun auch noch zu einer technischen Panne. Eines der Votingergebnisse ist falsch dargestellt worden, was dazu führte, dass ein Finalteilnehmer am Ende doch nicht mehr im Finale war. Eine schlimme Situation, es schien, als ob die beiden Moderatoren im Boden versinken wollen.
Auf Facebook schrieb Elton später: “Ich kann mich nur mit Kniefall für alles entschuldigen. Aber aus Respekt der wirklich tollen und sympathischen Kandidaten heißt es Kopf hoch und weitermachen.”
Er muss das nicht tun, denn er kann für das Rundum-Desaster sicherlich am wenigsten. Die Sendung ist wohl nun endgültig in den Sand gesetzt, und manchmal wünscht man sich, dass die Moderatoren dieser TV-Katastrophe einfach mal live auf den Tisch hauen und sagen, was das doch alles für eine verdammte Scheiße ist.

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RT liest

Joanne K. Rowling: Ein plötzlicher Todesfall

Sonntag, den 19. Januar 2014

Wie geht es eigentlich Harry Potter? An den Zauberer muss man natürlich denken, wenn man den Namen Joanne K. Rowling liest. Um Harry geht es aber in ihrem Roman nicht – es sei der erste für Erwachsene, heißt es im Klappentext des Buches. So ganz stimmt das nicht, denn die letzten Potter-Bände waren durchaus auch schon eher für Erwachsene. Vielleicht stimmt eher die Aussage, dass es sich nun um ihren ersten Nicht-Fantasy-Roman handelt.
Ihre neue Geschichte spielt in einer kleinen Gemeinde.

Barry Fairbrother stirbt. Er bricht einfach zusammen, und das, obwohl er gerade mal Anfang vierzig ist. Die Leute in Pagford sind schockiert, denn in dem kleinen Ort passiert sonst eigentlich gar nichts. Aber nun herrscht Aufregung. Nicht nur wegen Fairbrothers Tod. Fairbrother saß im Gemeinderat, und nun ist sein Platz frei. Doch wer soll nachrücken? Es zeigt sich, dass hinter den Fassaden der Häuser einiges los ist: Intrigen. Eltern gegen Kinder. Kinder gegen Lehrer. Lehrer gegen Eltern. Frauen gegen Männer. Und überhaupt. Alle gegen jeden, so scheint es.

“Ein großer Roman über eine kleine Stadt von einer der besten Erzählerinnen der Welt.” Ein durchaus hochtrabender Satz, den der Carlsen-Verlag da hinten drauf geschrieben hat.
Teilweise stimmt er sogar. Der Schreibstil, in dem Rowling ihre Geschichte aufgeschrieben hat, liest sich gut. Inbesondere die ersten 100 Seiten sind spannend, und das obwohl eigentlich gar nicht so viel apssiert. Nach und nach erfahren alle vom Tod des Nachbarn. Das sind durchaus ergreifende Momente.
Doch leider zieht sich die Handlung zwischendurch wie ein zäher Kaugummi. Die Charaktere kommen kaum von der Stelle, der Story fehlt es entscheidend an Tempo. Das kehrt gegen Ende glücklicherweise noch mal zurück, wenn Rowling zum großen Showdown ansetzt.
Ein ganz großer Roman ist ihr damit aber leider nicht gelungen.

Joanne K. Rowling: Ein plötzlicher Todesfall
Carlsen, 576 Seiten
5/10

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RTelenovela

OHC!

Sonntag, den 19. Januar 2014
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Im Handball kommt in Oberhavel niemand am OHC vorbei. Nach langer Zeit war ich mal wieder dabei, als der Oranienburger Handballclub zum Heimspieltag einlud. Und klar, wenn ich schon mal komme, dann gewinnt die Mannschaft auch – und das sogar haushoch. Habenhausen hatte heute in der 3. Liga keine Chance gegen Oranienburg.

Bis ungefähr 2006 war ich regelmäßig bei den OHC-Heimspielen. Das Ganze begann 1996, damals spielte der OHC noch in der Großraumhalle in der heutigen Willy-Brandt-Straße. Die Halle war so klein, dass das Publikum sehr dicht am Spielfeldrand saß. In den alten DDR-Hallen war kein Platz für Tribünen, und deshalb passten in die Halle konsequent nur 199 Menschen – zwinker, zwinker.
In den Spitzenzeiten verbrachten wir ganze Spieltage dort. Wir sahen nicht nur das Spiel der 1. Männermannschaft. Auch die Frauen und die männliche A-Jugend gehörten zum Pflichtprogramm. Wir waren immer eine kleine Gruppe von Fans.

1998 kam der Umzug in die damals neue LHG-Halle. Alles war größer, nun gab es auch Tribünen. Inzwischen beschränkten wir uns nur noch auf das Hauptspiel, die Fanclique löste sich jedoch nach und nach auf. Irgendwen traf ich jedoch immer in der Halle an, den ich kannte.
Irgendwann war mein Interesse aber weg – zumindest das, was mich hätte in die Halle ziehen können. Wie es um den OHC steht, verfolgte ich dennoch immer aufmerksam.

Momentan kämpft der OHC in der 3. Liga gegen den Abstieg. Hätten die Männer verloren, wäre es sehr, sehr schwierig geworden. Jetzt gibt es noch Hoffnung.
Und es hat durchaus Spaß gemacht, wieder dabei zu sein. Die Stimmung ist recht ausgelassen, und auch wenn die Halle an der Turm-Erlebniscity recht groß ist – man ist als Zuschauer nah dran am Geschehen. Es könnte sein, dass sich beim Gastspiel dort bald wiederholt.

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