Tagesarchiv für 12. Januar 2014

RTZapper

Fantômas – Im Schatten der Guillotine

Sonntag, den 12. Januar 2014
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SA 11.01.2014 | 0.00 Uhr (So.) | arte

Fantômas verbinden wir heutzutage mit den Krimis, in den Louis de Funes mitspielte. Dabei gab die Filmreihe in den Jahren 1913 und 1914 schon einmal. Das ist nun schon unglaubliche 100 Jahre her. Die Filme entstanden kurz nachdem die Titanic untergangen ist und kurz bevor der Erste Weltkrieg ausbrach.
An den Tonfilm war noch nicht zu denken, schon gar nicht an das Fernsehen oder gar das Internet.

Insofern war es aus allein diesem Grund schon interessant, am späten Sonnabendabend mal bei arte reinzuschauen. Zum 100. Jubiläum sind die Fantômas-Krimis digitalisiert und bearbeitet worden.
101 Jahre später wirkt das inhaltlich natürlich nicht mehr so spannend. Und noch ein Problem taucht auf: Der Film ist auch musikalisch neu vertont worden. Und das leider nicht gut. Yann Tiersen sorgt an sich immer für gute Musik, und ganz grundsätzlich war auch der neue Fantômas-Soundtrack richtig toll – nur leider unpassend. Der immer leicht bedrohliche elektronische Klangteppich in “Im Schatten der Guillotine” wollte so gar nicht mit den Bildern harmonieren. Die Soundsuppe sorgte mehr und mehr für ein Dröhnen auf den Ohren. Zu anderer Gelegenheit wäre das sicher fantastische, sphärische Musik gewesen (die ich mir sogar gern auf CD kaufen würde), aber nicht für Fantômas.

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RTelenovela

Der Januar-Julklapp

Sonntag, den 12. Januar 2014
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Da war neulich beim Schrottwichteln die Freude groß: ein Kasten mit Holzspielzeug zum Zusammenbauen. Leider bin ich nicht besonders begabt, was Basteleien angeht, außerdem bin ich schätzungsweise 33 Jahre zu alt dafür.
Glücklicherweise hatten die Leute vom Kremmener Scheunenviertelverein eine gute Idee. Am Sonnabend konnten dort nicht nur die alten Weihnachtsbäume verbrannt werden. Die Leute konnten auch überflüssige Geschenke mitbringen. Julklapp, kennen die meisten sicherlich von der Firmenweihnachtsfeier.

Mit viel Liebe hatte ich zuvor den Holzspielzeugkarton eingepackt, nun legte ich ihn zu den anderen Geschenken. Der Kremmener Julklapp war eine Premiere, leider nur zehn Leute machten mit. Aber immerhin.
“Wir lassen uns überraschen, was in den Päckchen drin ist”, sagte die Organisatorin. “Das können auch getragene Socken sein. Das Tauschrisiko ist eben hoch.” Auch für sie selbst ist es der nächste Julklapp. “Ich wollte es einfach mal ausprobieren.”

Jeder,d er ein Geschenk mitgebracht hat, durfte sich dann auch eins mitnehmen. Die Erwartungen waren so lala. Ein Mann hatte Badezusatz und eine Tasse in seinem Paket – er widerum hatte vier Tassen mitgebracht. “Ein guter Tausch”, sagte der Mann.
Eine andere Frau zieht ihr Geschenk aus dem Papier und überlegt: “Was ist das?” Die organisatorin muss sie aufklären: ein elektronischer Bilderrahmen – vermutlich ihrer. “Ist ja echt Hightech!”, so der Kommentar.

Und dann bin ich dran. Ich ziehe ein Los und nehme mir das Geschenk. es ist recht schwer. Ich bin gespannt und packe aus. Zum Vorschein kommt ein elektronisches Dartspiel – dazu noch einige Miniflaschen Schnaps. Falls es im Büro mal langweilig sein sollte – jetzt haben wir das richtige Gegenmittel.
Und meine Spielzeugsteine? Ich habe nur mitbekommen, dass die Gewinnerfamilie ein Kind dabei hatte. Vielleicht haben sie ja Spaß dran.

Die Organisatoren haben gleich am Ende beschlossen, dass es auch im Januar 2015 in Kremmen einen Julklapp geben wird.

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