Tagesarchiv für 25. November 2013

aRTikel

Arno macht Pause: Jetzt kommt Leno

Montag, den 25. November 2013
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Umjubeltes Doppelkonzert in Kremmen

MAZ Oranienburg, 25.11.2013

KREMMEN
Alle warten nur auf den Augenblick, für den es sich lohnt zu sterben. Das ist ein Auszug aus einem Song des Sängers und Liedermachers Arno Zillmer. In Kremmen gab er am Sonnabend ein umjubeltes Konzert – oder besser gesagt: zwei umjubelte Konzerte.
Die Zuschauer im Scheunentheater erlebten eine echte Premiere. Arno Zillmer war zwar nicht das erste Mal in der „Tiefsten Provinz“ zu Gast – diesmal jedoch gleich doppelt. In der ersten Hälfte präsentierte er unter anderem seine neue Single „Lass uns gut sein“. „Ich finde, wir sind zu wenig gut zueinander“, sagte Zillmer. Der 32-Jährige, der von der Insel Usedom stammt, macht von ganzem Herzen Popmusik, wie er erzählt. In England bekam er folgenden Rat: „Mach dir mal keine Gedanken, spiel’ einfach.“ Und diesen Rat befolgt er, und ihm dabei zuzusehen macht großen Spaß. Seine Lieder sorgen oft für Gänsehaut.
Aber nicht nur die Songs an sich. Die hervorragende Band im Hintergrund sorgt für eine wunderbare Atmosphäre: Mit Klavier, Gitarren, Bass, Percussion und Flöte und weiteren Instrumenten breitet sich ein wohliger Klangteppich aus. Deshalb ist Arno auch live ein sehr viel größeres Erlebnis als beispielsweise auf seinen CDs.

Nun aber macht Arno eine Pause. „Und die tut mir gut“, so der Sänger. In dieser Pause widmet er sich einem neuen musikalischen Projekt. Das stellte er in der zweiten Hälfte des Abends erstmals in Kremmen vor. Gemeinsam mit der Hamburger Sängerin Lena Reith und mehreren Musikern im Hintergrund hat Zillmer die Band Leno gegründet. Die Kremmener spürten die große Nervosität von Lena und Arno – war es doch der allererste Auftritt in dieser Besetzung. Ganz neu ist, dass Arnos neue Band mit englischen Texten arbeitet. „Ich war in England, meine deutschen Lieder kamen ganz gut an.“ Aber er ist dort eben nicht verstanden worden. „Ich möchte dort mit etwas ankommen, was sie auch verstehen“, so Arno Zillmer.

Anfangs war das gewöhnungsbedürftig, und leider sorgte die Lichttechnik dafür, dass Sängerin Lena Reith immer im Schatten stand. Aber auch der zweite Teil bot berührende Momente. Am Ende erntete die Band viel Applaus von den Kremmenern.
Arno selbst schien dabei am meisten erleichtert gewesen zu sein: „Es war großartig und sehr berührend!“, schrieb er gestern auf seiner Facebook-Seite. „Es klingt noch lange nach!“

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RTZapper

Blickpunkt Sport: Mario Götze und das Dortmund-Trauma

Montag, den 25. November 2013
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SO 24.11.2013 | 22.05 Uhr | Bayerisches Fernsehen

Fußball ist meist ein schöner Sport. Ein spannender. Ein nervenaufreibender auch. Fußballfans allerdings finde ich manchmal ein bisschen, nun ja, komisch. Einen Hauch unsympathisch.
Als der Fußballer Mario Götze von Dortmund zu den Bayern nach München wechselte, war der Schock bei den Dortmunder Fans verständlicherweise groß. Und sie haben das bis heute nicht verschmerzt.

Das haben sie ihm am Sonnabend deutlich gezeigt. Das Bayerische Fernsehen berichtete am Sonntag im “Blickpunkt Sport” über das Spiel der Bayern in Dortmund. Mario Götze kehrte also mit seinem neuen Verein in die alte Stadionheimat zurück.
Sagen wir mal so: Die Dortmunder haben dem Mario gezeigt, was sie von ihm halten. “Fick dich, Mario!”, stand auf einem der Spruchbänder. Auch die Sprechchöre waren eindeutig, die gellenden Pfiffe sowieso.

Übrigens hieß es eine Stunde später bei “Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs” im WDR, dass alles friedlich verlaufen sei und es gar keine Pfiffe gegeben habe, dass man Götze stattdessen völlig ignoriert habe.
Da haben der BR und der WDR offenbar verschiedene Informationen.

Okay, Ausschreitungen gab es also nicht. Aber “fick dich”? Nennt man das Niveau? Sind (einuge) Fußballfans dermaßen verstockte, beleidigte Leberwürste, dass sie rumpöbeln müssen? Reicht die Fußballliebe so weit, dass man keine Gegner oder Entscheidungen nicht mal im Ansatz akzeptieren will?
Mit solchem dumpfen Fangehabe will ich nichts zu tun haben. Auch ein Grund, warum mich zwar die Bundesliga ganz grundsätzlich interessiert, ich aber nur wenig Lust habe, ins Stadion zu gehen.

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