Tagesarchiv für 22. November 2013

RTZapper

LateLine / Neo Magazin

Freitag, den 22. November 2013
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DO 21.11.2013 | 23.05 Uhr | einsplus / zdf_neo

Herzlichen Glückwunsch an ARD und ZDF! Jan Böhmermann arbeitet für beide Sender, und das sogar gleichzeitig. Am Donnerstagabend moderierte er auf zdf_neo sein “Neo Magazin”. Gleichzeitig begann auf einsplus live die “LateLine”. Seit Monaten ist das bekannt, und weder bei zdf_neo noch bei einsplus war jemand in der Lage, diese Überschneidung rückgängig zu machen. Das geht nun die nächsten Wochen so weiter.

Für Jan Böhmermann sicherlich nicht ganz so toll, dass seine beiden Sendungen – die übrigens beide sehenswert sind – genau gleichzeitig laufen.
Aber er machte das Beste draus, denn er verknüfte einfach die “LateLine” mit dem “Neo Magazin”. Jan Böhmermann rief Jan Böhmermann an, um ihm zu sagen, dass er ihn scheiße findet. So klingelte der einsplus-Böhmermann also zum zdf_neo-Böhmermann durch, und als Zuschauer konnte man hin- und herschalten und das Gespräch auf beiden Sendern verfolgen. War natürlich vorher alles genau vorbereitet.

Zu guter Letzt ging auf zdf_neo der geniale Ansager William Cohn (bekannt auch als Ansager von “Roche & Böhmermann”) aus dem Bild, um plötzlich bei Böhmermann auf einsplus aufzutauchen.

Wenn ARD und ZDF in der Programmplanung absoluten Mist bauen, muss man das Beste draus machen. Jan Böhmermann hat diese blöde Situation genutzt und damit mal wieder ein paar schöne, skurrile und gleich doppelte Fernsehminuten abgeliefert. Und die Leute in den betreffenden Sendern können sich gern mal in den Arsch getreten fühlen…

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RTelenovela

Ist der Gehweg zugeparkt, lauf auf der Straße!

Freitag, den 22. November 2013
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Auf der Oranienburger Schulstraße spielen sich wirklich seltsame Dinge ab. Vor einigen Tagen haben die Leute vom Stadthof Halteverbotsschilder aufgestellt. Es gilt aber nur für zehn Stunden am Freitag. Komisch ist allerdings, dass die Schilder nun auf der Seite stehen, wo sich der Gehweg befindet und sowieso niemals geparkt oder gehalten werden darf. Warum auf dem Gehweg nun plötzlich Halteverbotsschilder stehen, ist ein echtes Mysterium, denn Knöllchen gibt’s dort täglich.

Dennoch ist der Gehweg am Tage oft zugeparkt, und die Stimmung unter den Verkehrsteilnehmern wird zunehmend ruppig. Am Donnerstagnachmittag reichte es einer älteren Frau mit Hund. Sie lief mitten auf der Straße, denn der Gehweg war für sie unbenutzbar. Einem Autofahrer passte das wiederum gar nicht. Er kam an der Frau und ihrem Hund nicht vorbei und hupte (wobei das Hupen eher wie ein krankes Rülpsen klang). Der Frau war das wurscht. Die Beifahrerin fühlte sich nun bemüßigt, die Passantin anzuschreien, worauf die zurückschrie – und weiter auf der Straße lief.
Aber keine Sorge: Verletzt wurde niemand. Nur der Blutdruck der Beteiligten erreichte kurzzeitig schwindelerregende Werte.

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RT im Kino

Blue Jasmine

Freitag, den 22. November 2013

Alles im Eimer. Jasmine (Cate Blanchett) hat nichts mehr. Ihr reicher Mann Hal (Alec Baldwin) ist fremd gegangen, das schöne Leben im Reichtum ist vorbei. Psychisch ist sie ein Wrack. Sie hat keine Ahnung, wie es weitergehen soll. Sie fliegt von New York nach San Francisco zu ihrer Schwester Ginger (Sally Hawkins), um irgendwas Neues anzufangen. Was, weiß sie allerdings noch nicht genau, und irgendwie ist sie auch genervt. Gingers Freund ist ein Idiot, sie zoffen sich immer zu. Und als Jasmine einen neuen Mann kennenlernt, lügt sie ihm, was ihr bisheriges Leben angeht, die Hucke voll.

Der jährliche Woody-Allen-Film erzählt diesmal von einer Frau am Rande des Nervenzusammenbruchs. Cate Blanchett füllt die Rolle dieser Frau auf tolle Weise aus. Ein zerbrechliches Wesen mit einem Leben voller Enttäuschungen und Blendungen.
Das ist durchaus ein Highlight – aber leider auch das einzige im Film. Packend ist der Film leider überhaupt nicht. Woody Allen hält “Blue Jasmine” extrem einfach. Er verzichtet fast komplett auf Filmmusik, irgendwie wirkt der Film seltsam dröge. Die Handlung schleppt sich sehr dahin. Der Regisseur, der jedes Jahr einen Film raushaut, hat schon wahrlich bessere Werke abgeliefert.

Blue Jasmine
USA 2013, Regie: Woody Allen
Warner, 98 Minuten, ab 6
5/10

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