Tagesarchiv für 9. November 2013

RTelenovela

Klinik (5): OP

Samstag, den 9. November 2013
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(4) -> 6.11.2013

Von einer OP bekommt man erfreulicherweise nur wenig mit. Oder besser: gar nichts. Man sieht nicht mal den OP-Saal, man ist vorher schon weggedämmert.

Der Countdown:
Am Tag vor der OP steht das Narkose-Gespräch auf dem Programm. Da erfährt man alles, was man eigentlich gar nicht so genau wissen will, und die Ärzte erfährt, was man denn schon so alles für gesundheitliche Macken hat.
Am Abend davor ist man eigentlich noch nicht so aufgeregt. Vor allem dann, wenn in meinem Zimmer gerade ein frisch Operierter reingeschoben wird, der einen akuten Blinddarm hatte. Dagegen ist mein Kram ja fast schon Pillepalle.
Am Morgen bringt die Schwester das Leibchen (hinten offen) und die Thrombosestümpfe. Ein bisschen später geht’s dann los. Leibchen und Stümpfe an, bei Letzterem hilft die Schwester. Dann gibt es eine Beruhigungstablette.

Ich lege mich ins Bett und höre radioeins auf Kopfhörern. Von Beruhigung merke ich zunächst nichts, aber ich muss dann doch eine halbe Stunde geschlafen haben.
Ich werde in den OP-Trakt geschoben, da bin ich wieder wach, ich bekomme die Fahrt voll mit. Im Vorbereitungsraum bekomme ich eine Kanüle in die rechte Hand, eine der Ärztinnen stellt sich vor. Dann bekomme ich eine Spritze……..

…… und wache im Aufwachraum wieder auf. Es ist gelaufen, alles erledigt.
Das war mein größter Nervositätsfaktor: In den OP-Saal geschoben zu werden und erst dort irgendwann einzuschlafen. Aber so lange ist man gar nicht wach. Man sieht den OP-Saal gar nicht.
Insgesamt drei Stunden, nachdem ich meine Reise in den OP-Trakt angetreten hatte, bin ich wieder in mein Zimmer gerollt worden. Alles vorbei. Und nun wieder schlafen.

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