Tagesarchiv für 26. Oktober 2013

RTZapper

Inka: Arm und reich

Samstag, den 26. Oktober 2013
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DO 24.10.2013 | 15.05 Uhr | ZDF

Demnächst im ZDF: “Moderatorin sucht Show”. Inka Bause muss sich nämlich von “Inka” trennen. Das ZDF schmeißt “Inka” mit Inka Bause am 8. November aus dem Programm. Die Talkshow hatte nie gute Quoten, lagen immer weit unter dem Durchschnitt des Senders. Jetzt kann sie sich wieder voll auf “Bauer sucht Frau” konzentrieren, auch wenn sie da ja nur doofe Texte aufsagen muss.
“Inka” lieferte allerdings offenbar im ZDF auch wenig Gründe, warum man die Show hätte einschalten müssen. Den Beweis lieferte sie am Donnerstagnachmittag wieder sehr eindrucksvoll.

Gut gelaunt kam Inka in ihr recht steriles Studio mit dem großen Sofa. Gut unterhalten will sie, diesmal mit dem Thema “Arm und reich”. Klingt spannend, aber “Inka” ist ja nur ein seichter Nachmittagstalk, da ist das mit der Spannung nicht so weit her.
Schauspielerin Ingrid Steeger zum Beispiel, die hat viel mitgemacht. Hat Geld verdient und verloren. Hat Inka allerdings nicht so interessiert, sie führte lieber das 1265. Interview zum Thema “Klimbim” nebst entsprechenden Ausschnitten. Und wie war das denn? Und hihihi, und werden Sie denn noch drauf angesprochen? Ja ja, das mit dem Geld war zwischendurch auch mal eine Frage, aber nach fünfeinhalb Minuten (!) war das ja auch schon wieder mit der Frau Steeger. Eigentlich eine Frechheit. Erfahren haben wir nichts von ihr, jedenfalls nichts Neues. Dafür hätte die Steeger nun wirklich nicht in die Show kommen müssen.

Dann kam noch eine junge Sozialhilfeempfängerin, die erzählte, dass sie schon in der Kita Armut erlebte, aber immer einen Ausweg fand. Schön. Dann kam noch eine Erbenermittlerin, joa, durchaus interessant. Eine Jacobs-Kaffee-Tochter berichtete vom Familienreichtum, und ein Zauberer zauberte Geld weg und wieder her. Toll. Bis auf Frau Steeger blieben alle Gäste nur für den Talk und mussten dann wieder gehen. Die Schauspielerin musste bleiben, obwohl sie kaum noch was zu sagen hatte und sich scheinbar sehr langweilte. Aber schließlich mussten die (wenigen) Zuschauer ja ein bekanntes Gesicht beim Durchzappen erblicken.

Nein, Inka, das ist nichts. Das ist alles sehr oberflächlich, aber vor allem nicht packend. Am Nachmittag erwartet niemand tiefschürfende Gespräche, aber irgendwas, was einen doch mal zum Nachdenken bringt oder eine steegersche Neuigkeit hätte schon mal rauskommen können. Inkas Fragen scheinen oft langweilig, sie sind uralte Hüte, sie hat nicht die Gabe, Dinge aus ihren Gästen rauszukitzeln. Oder sie hat schlicht zu viele Gäste in der 50-minütigen Sendung. Zwei oder drei würden reichen, darunter ein Promi.

“Inka” wird von der eigentlich innovativen Firma Strandgut-Media produziert. Die sind bekannt für “neoParadise” oder “Bambule”. Dafür wirkt “Inka” jedoch erstaunlich uninspiriert, es fehlt vollkommen der Pfiff.
An sich bringt eine Nachmittagstalkshow durchaus Schwung in den öden Fernsehalltag und seinen Koch- und Serviceshows, Soaps und Dokureihen – aber man sollte die Leute dann auch mit irgendwas Besonderem ranziehen. “Inka” hat das nur sehr selten getan. Dafür gibt es nun die Quittung.

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RTelenovela

Klinik (1): So ein Tag

Samstag, den 26. Oktober 2013
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Wenn man ins Krankenhaus muss, gerät der normale Alltag vollkommen aus den Fugen. Nichts zählt mehr. Plötzlich geht es nur noch um das Hier und Jetzt: Was ist los? Wie werde ich wieder gesund? Wie lange dauert das? Und wann beginnt eigentlich das “ARD Büfett”?

Die meisten Menschen gehen nicht freiwillig ins Krankenhaus. Gerade wenn es eher unerwartet passiert, dann stehen in den ersten Stunden sowieso die Untersuchungen und die aktuelle Krankheitssituation im Vordergrund. Da bleibt für andere Gedanken sowieso keine Zeit. Da lässt man sich nur von A nach B schieben, wartet die Untersuchung ab, hört, was die Ärzte so sagen, und dann schläft man wieder.
Man kommt nicht mal dazu, ein Buch zu lesen. Man hat einfach keine Lust, man liegt einfach nur da.

Irgendwann geht es aber nur noch darum, wieder gesund zu werden. Dann beginnt das Warten, und der Tag im Oranienburger Krankenhaus bekommt einen relativ festen Ablauf.
Irgendwann nach 7 Uhr: wecken. Das geht fix. Zum Wachwerden mit Wecker-noch-mal-ausschalten bleibt keine Zeit. Aufstehen, sofort. Die Betten werden gemacht.
Langsam wieder aufs Bett setzen.
Handy-Radio an, Kopfhörer auf. Radioeins. Musik. Nachrichten. Werbung.

Ein paar Minuten vergehen, dann wird Fieber gemessen und/oder Blut abgenommen oder was sonst noch so ansteht.
Weiter Radiohören. Und/oder Handyspiele.
Kurz vor 8 Uhr: Das Frühstück kommt, es wird auf einem Tablett aufs Zimmer gebracht.
Ich sitze am kleinen Tisch, die anderen beiden auf dem Bett.
Dann wieder ins Bett. Radiohören. Spiele spielen. Gucken, was die anderen so machen. Es kommt immer mal jemand rein. Die Putzfrau. Schwestern, die wieder Ampullen abholen, die Tabletts wieder rausbringen…
Manchmal kommt auch schon der erste Besuch.

Gegen 9.30 Uhr ist Visite. Die Ärztin und eine Schwester kommen rein. Sie haben die Unterlagen dabei sowie einen Computer mit aktuellen Infos. Sie erklären uns einzeln, was Sache ist und was nicht.
Dann ist erst mal Ruhe.
Radio an. Spiele spielen.
Und eigentlich könnte man mal den Fernseher einschalten. “Volle Kanne” läuft doch schon. Man ist nicht mehr so anspruchsvoll, was das Fernsehen angeht. Hauptsache nicht diese blöden Dokusoaps. Der Fernsehfahrplan: “Volle Kanne”, “Brisant”, “ARD Büfett”, “Drehscheibe”, immer wieder Nachrichten, Merkels Handy und das “Mittagsmagazin”, eine Kochshow oder eine Doku, dann “Inka”, irgendein Wir-sind-gut-drauf-Magazin im NDR, wieder “Brisant” und später die rbb-Regionalmagazine.

Dazwischen: Gegen 11.30 Uhr kommt das Mittagessen. Am frühen Nachmittag kommt eine Schwester, um zu checken, was wir denn morgen essen wollen. Zwischendurch geht’s zu den Untersuchungen oder es wird eine auf dem Zimmer erledigt. Es kommt noch mehr Besuch. Oder mal der behandelnde Arzt. Dann das Abendbrot. Und so weiter…

Man pendelt sich da erstaunlich schnell ein. Nach zwei Tagen hat man am Nachmittag mal Zeit und Lust, mal raus zu gehen. Schon weil man, die Fernsehödnis nicht mehr ertragen kann. Andererseits kann so ein geregelter Tagesablauf im Klinikalltag durchaus beruhigend sein.
Man fügt sich. Und man wird geerdet.
In diesen Tagen ist die Welt da draußen nicht mehr ganz so wichtig. Die eigene Gedankenwelt dreht sich kaum noch um Arbeit, nicht mehr um Zukunftsängste und -vorhaben, auch nicht um Sex. Die Gedanken kreisen nur noch um die aktuelle Situation. Man grübelt kaum noch. Wichtig ist nur noch die kleine Welt genau jetzt. Höchstens noch die Internet-Kommunikation auf dem Handy.
Das ist – auch wenn man ja an sich gern drauf verzichten will – eine interessante Erfahrung in so einem Krankenhaus.

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ORA aktuell

Oranienburger SPD will Stadtsprecher in den Landtag schicken

Samstag, den 26. Oktober 2013

Die Oranienburger SPD haben Oranienburgs Stadtsprecher Björn Lüttmann (37) zum Landtagskandidaten für 2014 gewählt. Er bekam 29 von 44 Stimmen.
Lüttmann ist seit 2008 Referent von Bürgermeister Laesicke. Falls er gewählt wird, will er sich auch dafür einsetzen, dass Oranienburg bei einer Gebietsreform Kreisstadt bleibt.

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ORA aktuell

Grundstein: In Oranienburg entsteht ein neues Hospiz

Samstag, den 26. Oktober 2013

An der Germendorfer Allee in Oranienburg ist am Donnerstag der Grundstein für ein stationäres Hospiz gelegt worden. Bis Oktober 2014 soll das Haus unter der Regie der Oberhavel-Kliniken fertig sein. 2,3 Millionen Euro sind für den Bau eingeplant.
Im Haus für die Sterbebegeleitung soll es zwölf Betten geben

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