Tagesarchiv für 20. Oktober 2013

RTZapper

Werbung: HD plus

Sonntag, den 20. Oktober 2013
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SA 19.10.2013 | 22.15 Uhr | ProSieben

Verzweifelte Fernsehzuschauer! Irgendwas stimmt mit dem Bild bei den Privatsendern nicht! Aber wie gut, dass die Reklamewelt ja eine heile ist, und deshalb steht auch gleich der Fernsehfachmann im Wohnzimmer der Hausfrau.

In einem Werbespot, der am Sonnabendabend bei ProSieben zu sehen war, ging es um das HD-Fernsehen der Privatsender. In dem Spot lässt der Fachmann die Hausfrau auf ihren Fernseher starren. Ja, das Bild bei den Privaten sei so verschwommen – ganz im Gegensatz zu den öffentlich-rechtlichen HD-Sendern.
Aber der Fachmann weiß natürlich Rat und drückt der Frau einen HD-plus-Empfänger in die Hand. Denn im Kabelfernsehen und auch über Satellit senden ProSieben und Co. auch in HD, also hochauflösend in besserer Bildqualiät. Die Sondersender erkenne man, so der Fachmann im Werbespot, daran, dass beim Senderlogo in der Ecke zusätzlich noch das HD-Kürzel steht.

Die Hausfrau ist glücklich – nur eines verrät der Fachmann in der Reklame nicht: HD-plus kostet extra. Sowohl im Kabel als auch über Satellit sind für ProSieben HD und fast alle anderen privaten HD-Sender Extragebühren fällig. Aber sowas muss man natürlich in einem Werbespot nicht erwähnen, das wäre nur störend.

Liebe Privatsender! Ich werde ganz gewiss nicht extra für eure Programme zahlen. Euren Dokusoap-Mist möchte ich nicht sonderfinanzieren, und auch “DSDS” (ja nun wirklich auch kein Premiumprodukt) kann ich getrost in SD verfolgen. Und selbst “Homeland” oder “American Horror Story” muss ich nicht in HD sehen. Das Programm der Privaten sind mittlerweile größtenteils so mies, dass es grotesk wäre, dafür auch noch was zahlen zu müssen.

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RT im Kino

Frau Ella

Sonntag, den 20. Oktober 2013

Sagen wir mal so: Es ist nicht gerade Saschas (Matthias Schweighöfer) bester Tag. Nachdem er erfährt, dass seine Freundin Lina (Anna Bederke) ein Kind bekommt, donnert er sein Taxi in ein anderes Auto. Und in der Klinik muss er sich das Zimmer mit einer 87-Jährigen teilen. Die schnarcht auch noch.
Frau Ella (Ruth-Maria Kubitschek) soll operiert werden, aber Sascha – fast wäre er Arzt geworden – rät ihr davon ab. Als sie trotzdem unters Messer soll, schnappt sich Sascha die alte Frau und flieht mit ihr.
Ella weiht ihn in ihr größtes Geheimnis ein: Nur einmal war sie richtig verliebt – in einen Ami. Doch es ist nie wirklich was draus geworden.
Gemeinsam mit WG-Freund Klaus (August Diehl) reisen Frau Ella und Sascha nach Paris – dort soll der Mann wohnen.

Meistens ist es im Leben so, dass Jung und Alt nicht viel miteinander gemeinsam haben. Vor allem, wenn es sich eben nicht um Oma oder Opa handelt, sondern um Fremde. Sascha macht das anders. Anfangs ist er genervt von der Alten, aber das ändert sich. Der Film von Markus Goller appelliert an das Gute im Menschen, erinnert aber auch daran, sein Leben in die Hand zu nehmen – und es nicht einfach nur laufen zu lassen. “Ich bereue nicht, was ich getan habe, sondern das, was ich nicht getan habe”, sagt Frau Ella im Film. Recht hat sie.
“Frau Ella” hat komische und tragische Elemente, ernte und witzige Augenblicke – so wie das Leben eben spielt. Und wer Ruth-Maria Kubitschek bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht kannte, der wird sie nun lieben!

Frau Ella
D 2013, Regie: Markus Goller
Warner, 105 Minuten, ab 0
7/10

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RTelenovela

Kommissar Post

Sonntag, den 20. Oktober 2013
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Hach, diese Postkunden. Das sind ja echte Idioten. Da beschriften die doch echt mal die blöden Briefe falsch. Und dann müssen sich die Postmenschen mit diesem Mist beschäftigen. Ja, das kann einem schon mal auf den Wecker fallen.

Neulich in einem Oranienburger Briefkasten. Ein an ein Autohaus adressierter Brief ist von der Post an den Absender zurückgeschickt worden. Der Adressat konnte nicht ermittelt werden.
Aber wie kann man sich solche Post-Ermittlungen vorstellen?

Dazu muss man wissen, dass dieses Autohaus zu den bekanntesten in Oranienburg gehört – das mit dem Stern. Auf dem Brief stimmte sogar die Adresse – also fast. Statt der Friedrichsthaler Straße im Ortsteil Sachsenhausen stand dort die gleichnamige Chaussee – und die befindet sich im weiteren Straßenverlauf in Friedrichsthal.
Aber im Postzentrum wird der Kram vermutlich nur noch per Computer eingelesen und verteilt. Da zählt Ortskenntnis nicht.
Da stand also der Briefträger, der auf dem Weg zur Adresse garantiert am besagten Autohaus vorbeigekommen ist, an der leider falschen Chaussee-Hausnummer. Er blickte sich um. Autohaus? Hier ist kein Autohaus!, dachte er sich wahrscheinlich. Er guckte noch mal auf den Adressaten – von dem Autohaus hat er vielleicht schon mal gehört, aber der doofe Postkunde hätte sich ja ruhig mal Mühe geben können.

Das Ende vom Postlied: Die Post und ihre örtlichen Briefträger weigerten sich, das Autohaus zu kennen und schickten stattdessen den Brief zum Absender zurück. Man muss sich seine Kunden schließlich erziehen – und das Ganze bringt ja auch noch mal 58 Cent ein.

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