Tagesarchiv für 17. Oktober 2013

aRTikel

Ein Stück Bayern in Bärenklau

Donnerstag, den 17. Oktober 2013
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Maximilian Warda (24) gehört zu den Organisatoren des Oktoberfestes im Dorfkrug

MAZ Oranienburg, 17.10.2013

BÄRENKLAU
Die Vorbereitungen für das Oktoberfest im Bärenklauer Dorfkrug laufen bereits auf Hochtouren. Gemeinsam mit Ludwig Platz organisiert Maximilian Warda diese Gaudi.

Servus, Gruezi, Pfürti? Wie sagt man?
Maximilian Warda: Servus. Grüß Gott. Ich denke mal, so.

Wie ist es denn so auf der Original-Wiesn in München?
Warda: Ich war bisher noch nie dort. Meine Eltern waren die vergangenen beiden Jahren in München, und ich will nächstes Jahr auf jeden Fall hin.

Und woher kommt dennoch die Begeisterung für das Oktoberfest?
Warda: Wir sind schon immer Fans davon. Wir wollen den Leuten eine besondere Veranstaltung bieten. Sie sollen sich in unsere Welt begeben können.

Das erste Fest ist ausverkauft, am 26. Oktober gibt es eine zweite Auflage. Warum funktioniert das in Bärenklau so gut?
Warda: Viele Leute erzählen mir, dass sie selbst eine Tracht oder ein Dirndl zu Hause haben. Das Fest verbindet, das hat vielleicht auch mit dem alten Brauchtum zu tun. Man sitzt zusammen, isst Haxe, schunkelt.

Gibt es Pläne, das Bärenklauer Oktoberfest auszuweiten?
Warda: Dieses Jahr war die Nachfrage gewaltig. Wir sind ausverkauft, deshalb die zweite Party am 26. Oktober. Nächstes Jahr wollen wir deshalb auch wieder zwei Termine anbieten.

Denken Sie daran, umzuziehen?
Warda: Der Dorfkrug in Bärenklau hat Charme, ganz klar. Aber wir können dort nicht mehr als 240 Leute reinlassen, wir stoßen an die Kapazitätsgrenze. Ein geeigneter Ort könnte die Ofenstadthalle in Velten sein. Allerdings ist es schwieriger, eine so große Location zu bespielen.

Was ist denn, jetzt mal abgesehen von der Dorfkrug-Location, das Besondere am Bärenklauer Oktoberfest?
Warda: Unser Motto lautet „Ein Stück Bayern in Deutschland“. Wir haben Original-Oktoberfestbier. Außerdem kommt eine zünftige Band, die bayerische Musik, aber auch Partymusik spielt. Die Bärenklauer Erntekönigin kommt zu uns und macht den Bierfassanstich.

Haben Sie das selbst auch schon mal versucht?
Warda: Ich mache das zum ersten Mal. Wird lustig!

Wie viel Schläge werden Sie brauchen?
Warda: Ich hoffe, es werden nicht mehr als drei.

Gemeinsam mit Ludwig Platz sorgen Sie später am Abend für die Musik. Was läuft dann so?
Warda: Das wird wohl eine Mischung aus Partymusik und neueren Hits sein. Wir haben ja bei uns ein sehr gemischtes Publikum, die Leute sind zwischen 18 und 70 Jahre alt, da sollte also alles dabei sein. Wir sind täglich dran, neue Musik auszusuchen.

Was ist gerade angesagt?
Warda: Dieses Jahr ist es „Ich liebe Schlager“ von Axel Fischer und „Sie findet Lederhosen sexy“ von Dorfkind.

Und gibt’s Evergreens, also Hits, die immer gut laufen?
Warda: Da gibt es eine ziemlich lange Liste. „YMCA“ von den Village People oder „Cowboy und Indianer“ von Olaf Henning. Nicht fehlen darf auch Mickie Krause mit „Schatzi, schenk mir ein Foto“.

Kommen denn die Bärenklauer in Tracht zur Party?
Warda: Im vergangenen Jahr kamen zwei Drittel der Leute in Trachten. Das finden wir toll! Die Leute kommen auch zu mir und sagen, sie haben sich extra für das Fest eine Tracht gekauft.

Erstaunlich für Brandenburger Verhältnisse, oder? Unterschätzt man solche Traditionen?
Warda: Das kann ich nicht einschätzen, aber ich bin immer wieder selbst erstaunt. Ich weiß aber, dass auch viele Leute von hier zur Wiesn nach München fahren.

Wie lange dauert die Party in Bärenklau denn in der Regel?
Warda: In der Regel bis gegen 3 Uhr, aber eigentlich ist es immer open End.

Gibt es ganz am Ende einen traditionellen Rausschmeißersong?
Warda: Ja, das ist das Titellied vom Rosaroten Panther: „Wer hat an der Uhr gedreht?“ Wenn das Ding läuft, machen wir Schluss.

Hits: 43

RTelenovela

Cityklo? Bitte warten!

Donnerstag, den 17. Oktober 2013
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Das Klischee kennen wir alle: Bei Großveranstaltungen bilden sich vor den Damentoiletten lange Schlangen, während es bei den Männern wesentlich zügiger vorangeht. Aber was passiert, wenn es nur eine einzige Toilette gibt?
Vor dem Cityklo am Oranienburger Bahnhof bildete sich am Mittwochabend eine lange Schlange. Einige Mitglieder einer Reisegruppe mussten sich dringend erleichtern. Allerdings stellte sich raus: Die Toilette ist nicht massentauglich.

Es spielten sich dramatische Szenen ab. Denn man muss wissen: Kommt ein Kunde aus dem Räumchen, darf der nächste noch nicht rein, dann es beginnt erst einmal ein gut einminütiger Reinigungsprozess. Ein älterer Herr wollte das nicht glauben und ist fast von der Automatiktür erschlagen worden. Er und die acht weiteren Wartenden sahen danach ein bisschen, nun ja, verkrampft aus, während sie auf das Display mit dem Fortschrittsbalken starrten. Wortlos lauschen sie dem Brummen und Zischen aus dem Inneren des Toilettenraumes. Als wieder alles klar war und sich die Tür öffnete, folgte der nächste unerhörte Vorfall: Mann und Frau gingen gemeinam auf den Topf. Zeit gespart, aber Zeche geprellt. Na, das haben wir gern!

Hits: 35