Tagesarchiv für 7. Oktober 2013

RTelenovela

Mitreden – Der Brunchtalk (8)

Montag, den 7. Oktober 2013
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(7) -> 5.8.2013

Kremmen ruft Dagobert! Kremmen ruft Dagobert! Bitte kommen, over!
Er hat’s vergessen. Vermutlich. Um kurz vor 11 Uhr, direkt vor dem Beginn des Brunchtalks, riefen wir bei Arno Funke in Berlin an. Er war noch zu Hause, saß gerade an einer Peer-Steinbrück-Zeichnung für das neue Cover der Satirezeitschrift “Eulenspiegel”. Gut, dass wir ihn erinnern, dass er ja ein Date mit uns hat. Er machte sich gleich auf den Weg.

Die anderen Gäste in unserer achten Ausgabe von “Mitreden – Der Brunchtalk” im Kremmener Theater “Tiefste Provinz” waren aber pünktlich.
Die Schlagersängerin Aurora Lacasa erzählte beispielsweise, dass sie in der DDR genau 400 Ost-Mark pro auf Schallplatte veröffentlichter Musik bekam. So hatte sie von ihrem gemeinsam mit Frank Schöbel erzielten Erfolg “Weihnachten in Familie” zunächst nichts – erst nach der Wende. Etwa 2 Millionen Mal ist die Platte bis heute verkauft worden. Heute lebt sie in Prenden bei Wandlitz und tritt mit kubanischen Musikern auf kleinen Bühnen auf – und zeigte davon auch was in unserer Talkshow.

Im Dezember feiert Hans-Joachim Laesicke sein 20. Jubiläum als Bürgermeister von Oranienburg. Eigentlich ist er Jurist, hat das auch in Halle studiert. Er war Justiziar in einem Tiefbauunternehmen und stieg im Herbst 1989 in die Politik ein – im Neuen Forum. 1990 wechselte er zur SPD. Ihm zuzuhören, wenn er durchaus pointensicher erzählt, macht Spaß.

Kurz vor der Pause kam Arno Funke. Er berichtete vom RTL-Dschungelcamp, in dem Joey meistens gepennt hat und Helmut Berger regelrecht aufblühte. Er hat nicht lange überlegt, teilzunehmen, schließlich bekommt ja Karstadt noch ziemlich viel Geld von ihm.
Über seine Zeit als Dagobert darf er nicht mehr in allen Einzelheiten berichten, es gibt einen entsprechenden Vertrag mit Karstadt, der aus Anlass des Besuchs im Dschungel geschlossen worden ist. Als er in Berlin festgenommen worden ist, sei er fast erleichtert gewesen, erzählte er.

Die Musik kam diesmal vom Jazzkomplott, einer jungen Band aus Oranienburg. Wir waren froh, dass sie Zeit für uns hatten, denn die Jungs sind extrem umtriebig.

Es war wohl die längste Brunchtalk-Ausgabe überhaupt, erst gegen 13.25 Uhr war die Show zu Ende. Es war eine recht abwechslungsreiche, interessante, witzige Show. Wenn alles klappt, gibt’s die nächste am 24. Januar 2014.

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RTZapper

Wetten, dass…?: Plätschern auf der Sandbank

Montag, den 7. Oktober 2013
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SA 05.10.2013 | 20.15 Uhr | ZDF

Sorry, Zuschauer, “Wetten, dass…?” war mal kurz in der Pubertät, das ist jetzt aber vorbei, und wir haben uns alle wieder lieb.
Das war schon ein bisschen rührend, als Markus Lanz am Sonnabendabend im ZDF seine kleine Ansprache ans Publikum richtete. Nach der gruseligen Mallorca-Ausgabe war das auch dringend nötig. Das Problem: Das ZDF hat die Show nun wieder dermaßen glattgebügelt, dass sie in keinster Weise mehr besonders ist. Stattdessen: meistens ganz schön piefig.

Erstaunlich, wie die Macher der einst größten Fernsehshow Europas von einem Extrem ins andere fallen: Nervten auf Mallorca noch Promis aus der RTL-II-Hölle, kamen diesmal die Oma-Opa-Stars zum Zuge. Harrison Ford erzählte von früher, ein aufgedunsener Sylvester Stallone erzählte von… keine Ahnung, hab mal kurz zum Boxen bei RTL rübergeschaltet. Dazu Cher und Ruth-Maria Kubitschek. Alles wahnsinnig spannende und vor Witz spritzende Leute.

Lanz-Challenge: weg. Cindy aus Marzahn: weg. Alle Überraschungen und aus dem Rahmen fallende Momente: weg.
Die Show war nicht direkt langweilig, sie plätscherte einach nur vor sich hin, sie hatte nichts, weshalb man “Wetten, dass…?” auf keinen Fall verpassen darf. Es ist einfach nicht mehr schlimm, diese Show zu versäumen.
An Markus Lanz liegt das bei weitem nicht allein, offenbar hat das ZDF noch immer keine fähigen Leute gefunden, die auch nur einen blassen Schimmer haben, um diesen Showdampfer von der Sandbank zu ziehen.

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