Tagesarchiv für 24. September 2013

RT liest

Oliver Maria Schmitt: Mein Wahlkampf

Dienstag, den 24. September 2013
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Jetzt mal ehrlich: 0,2 Prozent? Mehr war nicht drin? War Mutti Merkel wirklich so übermächtig? Die Partei „Die Partei“ verkauft diesen mickrigen Wert natürlich trotzdem als Erfolg, und als reine Satiregruppe darf sie das auch.

Bevor Oliver Maria Schmitt überraschend als Kanzlerkandidat gescheitert ist, ist er auch als Oberbürgermeisterkandidat für Frankfurt/Main gescheitert. Sein Wahlakmpf war jedoch – wenig überraschend – besonders lustig.
“Mein Wahlkampf” heißt das Buch, in dem er darüber berichtet. Es handelt von inhaltsleeren Parolen, irrwitzigen Forderungen und dreister Anbiederei.
Überraschend ist nur, dass sein Buch so seltsam unlustig ist. So ein Gag zieht sich einfach nicht über so viele Seiten dahin. Vielleicht funktioniert diese Art der Satire mit bewegten Bildern besser. So sind die Höhepunkte des Buches ganz am Anfang und am Ende die fiktiven Talks bei “Günther Jauch” und in der “Berliner Runde”. Die sind herrlich absourd. Und an der Schmittschen „Berliner Runde“ darf neben dem Partei-Kanzlerkandidaten Schmitt sogar noch die FDP teilnehmen.

Oliver Maria Schmitt: Mein Wahlkampf
Rowohlt Berlin, 253 Seiten
4/10

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RTZapper

Brennpunkt: Deutschland hat gewählt

Dienstag, den 24. September 2013
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MO 23.09.2013 | 20.15 Uhr | Das Erste

Die Freie Demokratische Partei, die FDP, ist am frühen Sonntagabend gestorben. Als Ursache wird die Ignoranz ihrer Stammwähler im Laufe des Sonntags angegeben. Sie starb nach vierjähriger schwerer Krankheit, dann aber doch recht plötzlich. Die Trauerfeier ist für Freitag, 27. September, angesetzt. Beginn ist 22.30 Uhr, das ZDF überträgt das Reqiuem innerhalb der Sendung “heute show”.

Wo sind sie eigentlich geblieben? Der Rösler? Der Brüderle? Der Westerwelle? Habe ich am Montag irgendwas verpasst? Waren sie irgendwo zu sehen? Haben sie vor Fernsehkameras irgendwas gesagt? Oder hat die FDP sie schon zum Teufel gejagt?
Im Laufe des Montags habe ich in der ewig langen phoenix-Berichterstattung jedenfalls nichts von ihnen gesehen (okay, ab und zu hatte ich auch was anderes vor), auch im “Brennpunkt” der ARD am Abend nicht. Nur die Herren Lindner und Kubicki durften schon mal in die (düstere) FDP-Zukunft schauen. Ob es da überhaupt so viel zu sehen gibt – wer weiß das heute schon…

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RT im Kino

Wir sind die Millers

Dienstag, den 24. September 2013

Das hat sich David Burke (Jason Sudeikis) ganz anders vorgestellt. Er dealt mit Drogen, aber lässt sich sich von Jugendlichen abzocken und steht nun völlig ohne Kohle da. Aber wie soll er nun seinen Lieferanten bezahlen?
Doch der weiß schon, wie das funktionieren soll. David muss die aktuelle Lieferung aus Mexiko einschmuggeln. Eine kleine Lieferung, angeblich. Er kann das aber nicht allein. Er setzt seine Nachbarn dermaßen unter Druck, dass sie, als seine Familie getarnt, mit nach Mexiko fahren.

Sie sind nun die Millers. Und diese “Familie” erlebt unterwegs natürlich viele aufregende Dinge. Das Genre Komödie wird damit allerdings nicht neu erfunden. Regisseur Rawson Marshall Thurber reiht mehr oder weniger nette Gags aneinander, die die Pesudo-Millers gemeinsam durchmachen. Da darf weder der Spinne-beißt-in-den Sack-Gag ebenso wenig fehlen wie der Zollbeamte-sind-doof-Witz.
Da gibt es die junge Alternative, der unbedarften Jugendlichen und die Stripttante (Jennifer Aniston), die natürlich alle voll gegensätzlich sind, aber dann… na ja, ist klar, oder?
Ganz nett. Irgendwie harmlos. Kann man gucken. Muss man aber nicht.

Wir sind die Millers
USA 2013, Regie: Rawson Marshall Thurber
Warner, 110 Minuten, ab 12
6/10

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