Tagesarchiv für 22. September 2013

ORA aktuell

Bundestagswahl: CDU gewinnt in Oranienburg

Sonntag, den 22. September 2013
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Die CDU hat bei den Bundestagswahlen in Oranienburg am besten abgeschnitten. Das geht aus dem Endergebnis hervor, das der Landkreis Oberhavel bekanntgegeben hat.

Bei den Zweitstimmen liegt die CDU mit 33,9 % vor den Linken mit 22,8 % und der SPD mit 22,6 %. Die AfD erreicht 7,2 % und die Grünen 4,2 %. Die FDP liegt mit 2,2 % noch hinter der NPD.
Bei den Erststimmen gewinnt Uwe Feiler (CDU) mit 33,7 % vor Angelika Krüger-Leißner (SPD) mit 26,7 %. Harald Petzold (Linke) erreicht 24,9%.

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RTZapper

Jürgen Drews: Hey, wir woll’n die Eisbär’n seh’n!

Sonntag, den 22. September 2013
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SA 21.09.2013 | 1.42 Uhr (So.) | WDR4

Lieber Jürgen Drews!
Es ist ja nett, dass Sie die Hits anderer bekannter Bands covern, und Sie haben ja schon ein bisschen dazu gelernt.
Im vergangenen Jahr coverten Sie gemeinsam mit der Hermes House Band den Puhdys-Hit “Hey, wir woll’n die Eisbär’n seh’n!” – auf Englisch. Das ganze nannte sich dann “Hey, we’re gonna rock this Place”. War nett, aber die Fans sangen dann doch den deutschen Text mit.
Inzwischen singen auch Sie die deutsche Eisbär’n-Version. Sie lief in der Nacht zu Sonntag im “Rhythmus der Nacht” bei WDR4. Nur leider macht Sie das nicht cooler.

Die Puhdys haben den Song als Hymne auf die Eisbären geschrieben, die Berliner Eishockeyspieler, und das passt irgendwie. Und jetzt kommen Sie und singen “Wir haben die Eisbär’n so gern”. Das nehme ich Ihnen einfach nicht ab. Okay, wenn ich das Ding mitgröle, dann auch nicht wegen der Eisbären, aber es sind eben die Puhdys, die diesen Song zum Kulthit gemacht haben.
Bei Ihnen, Herr Drews klingt das irgendwie billig, und eigentlich ging es sowieso nur darum, sich an den Erfolg dieses Liedes dranzuhängen.

Ich höre dann doch lieber weiter die Puhdys. “Hey, wir woll’n die Eisbär’n seh’n! Ohohohoho!”

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RTZapper

TV total Bundestagswahl 2013

Sonntag, den 22. September 2013
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SA 21.09.2013 | 20.15 Uhr | ProSieben

Gregor Gysi bewegt die Massen. Das mussten auch die Macher der “TV total Bundestagswahl 2013” mal wieder einsehen. Man kann von der Partei Die Linke halten, was man will, aber mit Gysi haben sie ein durchaus beliebtes Zugpferd.
Kein Wunder, dass insbesondere die Ostdeutschen beim Televoting am Sonnabendabend für die Linke anriefen.

Robin Alexander arbeitet für “Die Welt”, und er scheint sich für besonders witzig zu halten. Dass die Linke beim Televoting so stark sei, könne damit zu tun haben, dass die Ossis es ja gewöhnt gewesen seien, nur eine Partei zu wählen.
Na Mensch, Herr Alexander, wie geistreich! Und ich dachte immer, “Die Welt” gehört zu den überflüssigsten Zeitungen in Deutschland. Jetzt weiß ich auch, dass da offenbar die Kalauerkönige arbeiten.
Noch ein Robin-Alexander-Hammergag? Die Ossis hätten ja noch nicht so lange ein Telefon, das sei das schon schwierig. Schenkelklopfer!
Vielleicht finden die Zuschauer, die bei ProSieben meist noch so jung sind, dass sie die DDR gar nicht mehr wirklich miterlebt haben, ja einfach Herrn Gysi nur gut. Das ist für einen Springer-Journalisten natürlich schwer zu verstehen.

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RT im Kino

Der Fremde am See

Sonntag, den 22. September 2013
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Franck (Pierre de Ladonchamps) sitzt versteckt im Busch. Er sieht es in der Dämmerung ganz genau. Ein Mann ertränkt im See einen anderen Mann. Dann geht er seelenruhig an den Strand, zieht sich an und geht weg.
Franck ist schockiert. Und fasziniert. Der Mann, der gerade einen Mord gegangen hat, ist Michel (Christophe Paou), und Franck steht auf ihn. Und tatsächlich: Spätestens zwei Tage später läuft was. Franck will mehr, aber Michel will nur Sex. Aber die Polizei ist auch schon vor Ort, die Ermittlungen laufen.

“Der Fremde am See” ist ein sehr leiser Thriller, aber die Ruhe macht ihn so stark. Regisseur und Drehbuchautor Alain Guiraudie konzentriert seinen Film auf einen einzigen Ort: Ein glasklarer See mit einem Kieselsteinstrand und einem Wäldchen dahinter. Ein Cruisinggebiet, es sind nur Männer dort. Männer, die auf den schnellen Sex und auf mehr hoffen. Eine Tatsache, mit der im Film mitunter sehr offen und explizit umgangen wird.
Franck scheint blind vor Verliebtheit zu sein, er blendet die Gewalttat völlig aus, und das droht ihm zum Verhängnis zu werden. Da völlig unklar ist, wie diese Geschichte sich entwickelt, ist sie stellenweise sehr spannend, auch wenn man sich manchmal an den Kopf fasst, weil Franck so naiv zu sein scheint. Er verliert völlig das Wesentliche aus dem Blick, er lügt den Ermittler an, nur um den Typen zu schützen, der zwar ein Monster ist, auf den er aber nun mal steht.
Der Film kommt völlig ohne Musik aus, stattdessen hört man oft die Windgeräusche der Bäume und Sträucher übermäßig laut. Nur das blöde Ende hätte nicht sein müssen.

Der Fremde am See
Frankreich 2012, Regie: Alain Guiraudie
Alamode Film, 97 Minuten, ab 16
8/10

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