Tagesarchiv für 5. August 2013

RT im Kino

The Conjuring

Montag, den 5. August 2013

Als Carolyn (Lili Taylor) and Roger Perron (Ron Livingston) mit ihren fünf Töchtern in ein altes Farmhaus ziehen, scheint die Welt in Ordnung zu sein. Aber sie hätten was ahnen können: Ihr Hund weigert sich, einzuziehen, er bleibt draußen – und ist am nächsten Tag tot.
Im Haus häufen sich unterdessen seltsame Ereignisse: Nachts stinkt es wie die Pest, die Uhren bleiben alle um 3.07 Uhr stehen. Die Mädchen haben das Gefühl, da sei noch jemand. Und tatsächlich: Irgendwer, irgendwas ist da. Bald wissen sie: Es ist das Grauen, es sind Geister, teuflische Wesen.
Ed Warren (Patrick Wilson) und seine Frau Lorraine (Vera Farmiga) sind Experten für paranormale Vorkommnisse. Sie müssen handeln.

“The Conjuring” beginnt eigentlich ganz vielversprechend. Hier ein mysteriöses Geräusch. Da ein Schatten. Alles sehr geheimnisvoll. Dazu die üblichen Schockmomente, alles, was eben zu einem anständigen Horrorfilm gehört.
James Wan siedelt seinen Film in den 70er-Jahren an und gibt vor, dass es sich bei den Geschehnissen um wahre Ereignisse handelt. In dieser, sagen mal wir mal historischen Sicht, macht der Film was her. Die Ausstattung, die Soundeffekte, die Kamera, das ist alles recht gut gemacht.
Und doch fehlt das gewisse Etwas, das Fingerschnipp, der aus einem Horrorfilm einen richtig guten Horrorfilm macht. Die Figuren wirken ein wenig spröde, die Handlung wird gegen Ende fast schon ein bisschen langweilig – eine Teufelaustreibung, die irgendwie eine Nummer zu groß, zu blöd ist.
Fängt toll an und lässt stark nach. Das ist schon ziemlich schade…

The Conjuring
USA 2013, Regie: James Wan
Warner, 112 Minuten, ab 16
6/10

Hits: 41

RT liest

Ewa Christina Johansson/Kristina Sjörgren: Puppenfluch

Montag, den 5. August 2013

Auf dem kleinen Flughafen ist Siri so gut wie unersetzlich. Sie kennt sich mit dem Computer des Flugvereins aus und hilft auch mal bei der Reparatur der Maschinen. Bald will sie ihren Flugschein machen.
Eines Abends jedoch passiert etwas Seltsames: Nachts landet eine Maschine, ein verängstigtes Mädchen steigt aus und wird brutal in einen Wagen geschoben. Was geht da vor? Als sich dasselbe ein paar Tage später wieder ereignet, handelt Siri: Sie nimmt das Mädchen zu sich. Die junge Russin sollte in Deutschland illegal arbeiten, wohl in einem Bordell, was sie aber nicht wusste, als man ihr gutes Geld versprochen hatte.
Doch mit der Aktion gerät nun auch Siri selbst ins Visier der Verbrecher – und verliebt sich auch noch in den Sohn des Hauptverdächtigen…

Eines vorweg: Warum der Roman “Puppenfluch” heißt und was der Vogel auf dem Cover soll – ich habe keine Ahnung. Wirkt alles eher willkürlich und spielt im Buch keine Rolle. Falls das Metaphern sein sollen, habe ich die nicht erkannt.
Ansonsten liest sich der Jugendkrimi aber recht flott, ist zudem zwar recht einfach gehalten, in dieser Einfachheit aber dann doch sehr spannend – auch wenn Siri hier und da ein bisschen naiv wirkt.
Ohne ins Detail zu gehen: Das Ende mag unbefriedigend sein, aber damit ist es leider doch ziemlich realistisch…

Ewa Christina Johansson/Kristina Sjörgren: Puppenfluch
dtv, 254 Seiten
7/10

Hits: 51

RTelenovela

Mitreden – Der Brunchtalk (7)

Montag, den 5. August 2013
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(6) -> 25.3.2013

So langsam kommt der Wahlkampf in die heiße Phase. Sieben Wochen vor der Bundestagswahl war unser Brunchtalk im Kremmener Theater “Tiefste Provinz” ein Politikspecial.
Und weil wir Gregor Gysi, den Fraktionsvorsitzenden der Linken im Bundestag, bei uns zu Gast hatten, war das Ganze auch schon lange ausverkauft. Allerdings kam Gysi ein paar Minuten zu spät. Er war im Stau auf der A10 steckengeblieben, die Polizei musste ihn erst da raus holen. Man habe ihn mit einer Drohne da raus geholt, sagte er scherzhaft. Interessant und unterhaltsam berichtete er über seine politische Arbeit.

Ihm zur Seite saßen zwei Herren, die erst noch in den Bundestag wollen. Max Koziolek (23) aus Falkensee tritt für die FDP im Havelland an.Zu den Liberalen sei er gekommen, weil die am ehesten seine Standpunkte vertreten würden. Er ist für die Abschaffung des Solidaritätsbeitrages und findet es nicht schlimm, wenn er nur einen zeitlich gebundenen Arbeitsvertrag hätte – was die Kremmen mit Buh-Rufen quittierten.
Hans-Georg Rieger sitzt im Stadtparlament von Rheinsberg und will als Unabhängiger in den Bundestag. Er kommt aus Schwaben, und das hört man. Er ist gegen das Berufsbeamtentum und will, dass man sich endlich um die Langzeitarbeitslosen kümmern solle.

Harald Baumer arbeitet für die “Nürnberger Nachrichten” als Berlin-Korrespondent. Die Arbeit der Politiker sei schwieriger geworden, findet er. Sie müssten sich mit immer komplizierteren Dingen beschäftigen.
Musik im Programm hatten wir diesmal auch wieder: Die Kreisstadthelden aus Oranienburg brachten zwei ihrer Songs.

Es war eine muntere, spannende und manchmal erhellende Runde. Gysi und Koziolek debattierten auf eine interessante Weise, Rieger brachte die etwas andere Note ins Spiel, Baumer sorgte für den Blick von der anderen Seite.
Gut 20 Minuten haben wir wieder überzogen, aber das war es wert. Weiter geht es am 6. Oktober.

Hits: 47